Provence

Provence – Genuss für alle Sinne

Provence – Genuss für alle Sinne
Mit Lavendel-Festival in Sault
Reisetermin: 9. bis 16. August 2022 / 8 Tage:

Es ist sicherlich kein Zufall, dass die Provence seit jeher Künstler wie Vincent van Gogh, Paul Cézanne oder Pablo Picasso magisch anzieht. Eine sinnlichere Gegend lässt sich kaum aus­machen. Der betörende Duft nach Kräutern – Lavendel, Jasmin, Rosmarin – und sonnen­ge­tränkter Erde. Das Licht und einma- lige Farbenspiel der Landschaft, der Häuser und des Him­mels. Ein ganz besonderes Fleckchen Erde, das wir bei unserer Reise kennen und lieben lernen werden! Und das zur schönsten Reisezeit – während der Lavendelblüte! Keine andere Pflanze wird so stark mit der Provence in Verbindung gebracht. Echter Lavendel wächst erst ab 800 m Höhe. Deswegen sind die meisten Lavendelfelder, die man auf üblichen Provence-Touren sieht, mit Speik-Lavendel bepflanzt, einer Variante, die die Waschmittelindustrie in den 30er Jahren benötigte. Sie duftet stärker und ist etwas größer. Romantischer sind aber die riesigen violetten Lavendelfelder auf den Plateaus, die bis Ende August in Blüte stehen. Ganz besonders gefeiert wird der Lavendel an Mariä Himmelfahrt beim Festival in Sault, der Lavendelhauptstadt im Departement Vaucluse. Und wir feiern mit!

Doch die Provence duftet nicht nur verführerisch – sie schmeckt auch hervorragend: nach allem, was das Rezeptbuch an raffiniert französischer -, aber vor allem authentisch-herzhafter Land-Küche mit mediterranem Einschlag hergibt. Nicht zu vergessen die weltberühmten Spitzen-Weine – allen voran Cassis und Châteauneuf-du-Pape.

Begleiten Sie uns auf eine Reise für alle Sinne und erfahren, was es bedeutet zu „Leben wie Gott in Frankreich“. In der Provence lässt sich dieses Stück französischer Lebensphilosophie beson­ders intensiv erleben!

Unser Reise-Programm:

1. Tag, Dienstag, 09.08.2022: Anreise – Nîmes
Busabfahrt am frühen Morgen mit Pause an einer Raststätte im Raum Bourgen-Bresse. Gegen Abend erreichen wir Nîmes. Nach dem Check-in gemeinsames Abendessen und Übernachtung in unserem Hotel in Nîmes.

2. Tag, Mittwoch, 10.08.2022: Arles – Paradou – Alpilles – Les Baux
Zunächst besuchen wir Arles mit seiner durch mehrere Van-Gogh-Gemälde weltbekannt gewor­denen hölzernen Klappbrücke Pont de Langlois, die in die ehemalige Römerstadt führt. Die Zugbrücke wurde im Jh. erbaut. Ihre moderne Struktur ist eine originalgetreue Rekonstruktion, nachdem die Brücke 1944 von zurückziehenden Deutschen gesprengt wurde. Wir unternehmen eine Stadtbesichtigung in Arles, wo Vincent van Gogh 16 Monate lebte, 187 Ölbilder malte und sich nach einem Streit mit seinem Malerkollegen, Paul Gauguin, einen Teil seines Ohrläppchens abschnitt. Die Innen- stadt ist bereits seit 1981 UNESCO-Weltkulturerbe. Dort befindet sich auch das noch komplett erhaltene Amphitheater „Les Arenes“, das zehn Jahre nach dem Kolos­seum in Rom gebaut wurde. Es war das zwölftgrößte römische Amphitheater der Welt. Durch 60 Eingangstore konnten rund 20.000 Besucher die Arena betreten. Weitere Haupt­sehens­würdig­keiten sind die Kathedrale Saint-Trophime, deren Kreuzgang aus zwei romanischen und zwei gotischen Galerien aus dem 12. und 14. Jh. besteht, sowie die Ruinen des antiken Theaters und die Begräbnisstraße von Alyscamps. Unsere Mittagspause verbringen wir in dieser schönen Stadt an der Rhone. Wer will, stattet dem berühmten „Le Café la nuit“ auf der Place du Forum einen Besuch ab. Es wird auch „Café van Gogh“ genannt, da es im Gemälde des Expressionisten „Café de Nuit“ von 1888 verewigt wurde. Danach erwartet uns im Museum „La Petite Provence“ in Paradou ein weiteres Highlight, die „Santons de Provence“: ganze Dörfer im Miniatur­maßstab, mit hunderten lebensechten Tonfiguren! Wir besuchen die Töpferwerkstätten und fertigen im Atelier selbst eine Figur. Aus Ton Figuren herzustellen, ist eine 2.000 Jahre alte Kunst. Schon die Griechen konnten es. Ein ausgebildeter Santonnier wird es uns zeigen. Weiterfahrt zur berühm­ten Kalksteinkette im Südwesten der Provence. Versteckt in den weißen Felsen der Alpilles liegt in einem unterirdischen Bauxit-Steinbruch die spektakuläre „Kathedrale der Bilder“, eine imposante steinerne Attraktion. Hier wandeln wir zwischen riesigen Gemälden unter der Erde! Kunstwerke, auf die 15 m hohen Wände dieses gewaltigen „Steinbruchs der Lichter“ projiziert, untermalt von klassischer und mystischer Musik. Wir erleben ein monumentales Licht- und Tonspektakel. Die Carriéres des Lumiéres“ bieten eine faszinierende multimediale Show, die alle Sinne berauschen und bei vielen Besuchern eine Gänsehaut auslöst. Nur einen Stein- wurf entfernt liegt Les Baux-de-Provence. Am Fuße eines Felsvorsprungs gelegen und mit Blick auf eines der schönsten Täler des Alpilles-Gebirges, wurde diese kleine mittelalterliche Stadt in die Riege der schönsten Dörfer Frankreichs aufgenommen. Bummel durch die verwinkelten Gäss­chen mit kleinen, verwitterten Häusern des typisch provenzalischen Bergdörfchens Les Baux, einstige Festung der Hugenotten. Seit 40 Jahren haben sich hier Künstler und Handwerker angesiedelt. Wir besuchen die befestigte Burgruine aus dem 10. Jh., Chateau des Baux-de-Provence. Von oben haben wir einen unglaub­lichen Blick über die Alpillen und die weitläufigen Olivenhaine der Provence. Im Herzen von Les Baux, in einem alten, komplett renovierten Gebäude, welches noch immer vom Charme und der Seele des antiken Dorfes durchdrungen ist, befindet sich unser Restaurant für das heutige Abendessen, die „Hostellerie de la Reine Jeanne“. Bei schönem Wetter können wir die ausgezeichnete Küche auf der Terrasse unter großen Maulbeerbäumen genießen mit herrlichem Blick über das Vallée von Les-Baux-de Provence. Über das antike Glanum und das provenzalische Dörfchen Saint-Rémy geht es zurück nach Nîmes zur Übernachtung.

3. Tag, Donnerstag, 11.08.2022: Nîmes – Camargue – St-Gilles – Saintes-Maries-de-la-Mer
Nach dem Frühstück unternehmen wir eine Stadtführung in Nîmes mit Besuch des Amphi­theaters und des Tour Magne, einem Denkmal aus der gallo-römischen Epoche der Stadt. In seinen ältesten Teilen aus dem 3. Jh. v. Chr. stammend, ist der 32,50 m hoheTurm eines der ältesten Gebäude in Europa. Des Weiteren werden wir im römischen Tempel Maison Carrée einen 3D-Dokumentationsfilm zur Entstehung der römischen Stadt sehen. Anschließend Fahrt zur Besichtigung der ehemaligen Abteikirche Saint-Gilles, inmitten der gleichnamigen Ort­schaft St-Gilles, am nördlichen Rand der Camargue im Département Gard gelegen. Sie trägt auch die Bezeichnung St. Äegidius, wurde in den Jahren 1125 bis 1150 erbaut und gehörte zu einer Klosteranlage der Benediktiner. Seit 1998 ist die Kirche als zum Jakobsweg in Frankreich gehörig ausgezeichnet und damit UNESCO- Welterbe. Die romanische Fassade ist verziert mit unzähligen gemeißelten Details, die Geschichten aus dem Leben Christi erzählen und an sich schon ein wahres Meisterwerk romanischer Kunst sind. Ein weiteres Kunstwerk ist die frei­stehende Wendeltreppe „Schraube von Saint-Gilles“, die in die Nordmauer des einstigen Chors eingelassen wurde. Die besondere Qualität dieser komplizierten Steinmetzarbeit wird noch heute von den Steinmetzgesellen bewundert, die quer durch Frankreich bis nach Toulouse ziehen. In der Krypta, die von Spitzbögen dominiert wird, befindet sich die Grabstätte des Heiligen Ägidius, die zahlreiche Pilger anzieht. Weiterfahrt in die 1975 unter Naturschutz gestellte sumpfig-grüne Landschaft des Rhônedeltas in der Camargue. Die weite Fläche von 560 qkm ist von Tümpeln und Seen überzogen. Auf den Reisfeldern und Weiden erwarten uns Kraniche, rosa Flamingos, weiße Wildpferde und eine ganz besondere Rasse schwarzer Stiere. Abschließend erreichen wir das Mittelmeer beim Zigeuner-Wallfahrtsort Les-Saintes-Maries-de-la-Mer, eines der Lieblingsmotive des Malers van Gogh. Nach einer Leiterwagenfahrt mit Stier- und Pferdezucht­vorführung auf dem Stierhof „La Manade des Baumelles“ in Saintes-Maries-de-la-Mer erwartet uns dort ein typisches Mittagessen: Aperitif „Kir“, „Gardianteller“ mit Stierwurst und -pastete, Stiergulasch mit Reis aus der Camargue, Apfelkuchen – inkl. Wasser, Wein und Kaffee. Die Qualität des Fleisches der relativ kleinen Camargue-Stiere ist einmalig. Seit 1996 verfügt das provenzalische, magere Stierfleisch mit dem wilden, kräftigen Geschmack über eine AOC-Auszeichnung (kontrollierte Herkunftsbezeichnung); diese vergibt der Franzose ansonsten nur für edle Weine. Bon appetit! Über den ehemaligen Kreuzfahrerhafen Aigues-Mortes, einer Stadt, die mit ihren hohen Mauern und Türmen noch heute ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt hat, fahren wir zurück nach Nîmes. Freuen wir uns auf das Abendessen im Restaurant „Wine Bar le Cheval Blanc“, das im Laufe der Jahre zu einer unverzichtbaren Institu­tion der Stadt Nîmes geworden ist. Die berühmte Brasserie am Fuße des römischen Amphi­theaters versteht es, Geselligkeit und Qualität zu verbinden. Im prächtigen Gewölbekeller können wir die Werke lokaler Künstler bewundern. Dieser geschichts­trächtigen Ort wurde einst von Picasso, Cocteau und Coco Chanel besucht. Je nach Wetter genießen wir unser Menü in der Picasso-Lounge, im Innenhof oder auf der Restaurant-Terrasse mit Blick auf die Stierkampfarena. Übernachtung in Nîmes.

4. Tag, Freitag, 12.08.2022: Pont du Gard – Chateauneuf-du-Pape – Orange – Avignon
Heute verlassen wir Nîmes und fahren zunächst zum römischen Aquädukt Pont du Gard. Die hochragende Brücke stellt einen der am besten erhaltenen Wasserkanäle aus der Römerzeit in Frankreich dar. Im Multimediamuseum erhalten wir einen Überblick über die Entstehungs­geschichte dieses Meisterwerks der Antike: Die Brücke, welche im 1. Jh. errichtet und 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, versorgte die Einwohner der Stadt Nîmes durch einen Kanal von einer 50 km entfernten Quelle über 500 Jahre lang mit fließendem Wasser. Dank ihrer Länge von 360 m und ihrer Höhe von 48 m auf drei Ebenen gilt die Pont du Gard als größte antike Brücke, die je gebaut wurde. Weiterfahrt zur Besichtigung des römischen Amphi- theaters von Orange, dem besterhaltenen Mitteleuropas. Unser nächstes Ziel sind die Weinberge von Châteauneuf-du-Pape, die zur Region Cote-du- Rhone gehören und mit 350 Weingütern auf 3.000 Hektar nur einen kleinen Teil dieser Weinregion ausmachen. Das Rhonetal verzeichnet insgesamt rund 70.000 Hektar Anbaugebiet in bester Lage und mit hervorragendem Klima. Rund 5.000 Winzer sind hier beschäftigt. Uns erwartet eine Kellerführung und Wein­probe mit anschließendem Mittagessen vom kalten Buffet inkl. Landwein (rosé und rot) auf dem Weingut „Domaines Mousset, Chateau des Fines Roches“ in Châteauneuf-du-Pape. Gestärkt und weinbeseelt erreichen wir unser Tagesziel: Avignon, Hauptstadt des Départe­ments Vaucluse. Die nur 21 m. ü. M. liegende, von der Sonne verwöhnte Stadt war im 14. Jh. Zentrum des Christentums. Bei unserem Stadtrundgang durch die Papststadt wird Geschichte erlebbar: Spaziergang entlang der mächtigen, insgesamt 4,8 km langen und 8 m hohen intakten mittelalterlichen Stadtmauer, die mit ihren 39 Türmen und 8 Toren zum UNESCO-Weltkultur­erbe gehört. Außenbesichtigung des mächtigen Papstpalastes aus dem 14. Jh., in dem zwischen 1309 und 1377 sieben Päpste residierten und der mit seinen 15.000 qm Fläche beeindruckt, obwohl er seit der französischen Revolution seiner kompletten Inneneinrichtung entbehrt. Zur Gesamtheit des Komplexes gehört zudem die Kathedrale Notre-Dames-des-Domes aus dem 12. Jh., die sich an den Palast anschließt und deren schlichte Kuppel eine Marienstatue aus dem Jahre 1859 krönt. Gotische Bauten, die klassizistische Rathausfassade mit dem namens­geben­den Glockenturm und eine heitere Atmosphäre in den Straßencafés erleben wir auf dem Place de l’Horloge, dem „Salon“ der Stadt. Bei unserem Abstecher zur berühmten Bogenbrücke „Pont d’Avignon“ können wir das französische Volkslied „Sur le Pont d’Avignon“ anstimmen, das diese im 12. Jh. erbaute und 1688 halb zerstörte Brücke, von der nur noch eine Ruine mit 4 der ur­sprüng­lich 22 Arkadenbögen in die Rhone ragt und die ganze Stadt Avignon weltbekannt machte. Abendessen und Übernachtung in unserem Hotel in Avignon.

5. Tag, Samstag, 13.08.2022: Aix-en-Provence – Marseille – Calanques
Unser erster Besuch gilt heute der für die meisten Franzosen schönsten Stadt Frankreichs: Aix-en-Provence, Thermalort seit der Römerzeit, hat eine herrliche historische Altstadt mit ihrem Palais aus dem 17. und 18. Jh. und der Platanen-Promenade Cours Mirabeau mit ihrem Brunnen „Fontaine Mossue“, aus dem 34 Grad warmes Thermalwasser sprudelt, und ist der Heimat-, Geburts- und Sterbeort des berühmten Malers Paul Cézanne. Ein Bummel durch die zahllosen, kleinen, bezaubernden Gassen wird uns begeistern. Anschließend fahren wir nach Marseille, zweitgrößte Stadt Frankeichs mit heute einem der wichtigsten Kreuzfahrthäfen von Europa. Jedoch schon seit mehr als 26 Jahrhunderten legen Schiffe im wunderschön angelegten, farben­frohen „Vieux Port“ von Marseille an, wo Fischerboote und Jachten dümpeln. Die Zufahrt bewachen die imposanten Forts Saint-Nicolas und Saint-Jean. Entlang der Kais reihen sich Bars, Cafés und Restaurants. Mehr als 750 Millionen Euro wurden in die Sanierung von Gebäuden und Straßenzügen sowie in den Bau neuer Museen und Kulturstätten investiert, um die einst ver­rufene und berühmt-berüchtigte Mittelmeer-Metropole herauszuputze, als Marseille 2013 Europäische Kulturhauptstadt wurde. Das Image zwielichtiger Krimineller hat die Stadt über­zeugend gegen das der strahlenden Hafenmetropole mit globalem Anschluss ersetzt. Marseille, seit der Antike ein wichtiger Knotenpunkt des Handels und heute charmanter denn je, will von uns entdeckt werden: Auf der Prachtstraße „La Canabiére“ tummeln sich Besucher, das modische Angebot erstreckt sich auf die Nebenstraßen, und in der Avenue de la Republique finden sich noch Trödelmarkt ähnliche Verkaufsbuden. Nach der Stadtbesichtigung besuchen wir im Stadt­zentrum eine traditionelle provenzalische Seifenherstellung und werden in die Geheimnisse der bereits seit dem 8. Jh. auf Basis von Olivenöl zubereiteten Seife eingeweiht. Das Unternehmen „Savonnerie Marseillaise de la Licorne“ wurde nach dem 2. Weltkrieg von Pierro Bruna gegrün­det und ist bis heute, geführt von dessen Enkel, in Familienbesitz. Die berühmte „Savon de Marseille“ ist seit der Zeit König Ludwigs XIV. ein klassisches und international geschätztes Vorzeigeprodukt der französischen Hafenstadt und ein reines Naturprodukt aus der Provence, dessen Nachfrage in der Pandemie rasant gestiegen ist, denn die Marseiller Seife soll sogar wirksam gegen das Coronavirus sein. Danach Mittagessen im Restaurant „Les Arcenaulx“, eine Marseiller „Institution“ in einem antiken Gebäude aus der Zeit des Königs Louis XIV in der Nähe des Vieux Port. In dem renommierten Lokal wird uns die Spezialität des Hauses serviert: eine typisch französische Bouillabaisse. Dazu genießen wir den berühmten Weißwein der Reigion: Cassis. Gestärkt fahren wir dann mit dem „Minizug“ durch ein ansteigendes Häusermeer in zartrosa Kalkstein hinauf zur Wallfahrtskirche „ Notre Dame de la Garde“. Die sogenannte „Kirche auf dem Hügel“ bietet einen atemberaubenden Blick über die Stadt und die Küste. Nach der Besichtigung der Seefahrerkirche geht es weiter zum zauberhaften Hafenstädtchen Cassis. Die regionalen Weingüter sind für die Produktion des gleichnamigen Weißweins berühmt. Der Ort, über dem ein jahrhundertealtes Château thront, ist neben seinen Kieselstränden vor allem für die schmalen, von steilen Kalksteinklippen umgebenen, fjordähnlichen Meeresarme bekannt, die Calanques genannt werden. Am malerischen Fischereihafen, den wir vom Busparkplatz mit dem kleinen Shuttel-Zug erreichen, gibt es pastellfarbene Gebäude, Straßencafés und Restau­rants mit Panoramablick auf das Meer. Bootsfahrt zwischen den steilen Kreidefelsen des Nationalparks Calanques. In den Fjorden des Südens gibt es eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt zu entdecken. Anschließend Busfahrt vorbei an der 362 m hohen Felslandspitze Cap Canaille, Gipfel der Kreidefelsen auf der „Route des Cretes“, einer atemberaubenden kurven­reichen Panoramastraße mit fantastischen Steilküsten – eine der schönsten Küsten­straßen Frankreichs, zum kleinen Fischerhafen La Ciotat. Auf dem Rückweg stoppen wir in Salon-de-Provence für unser Abendessen im Schloss-Restaurant „Chateau de Richebois“. Freuen wir uns auf ein Menü inkl. Wein mit authentischem Schloss-Ambiente in den schön dekorierten Räum­lichkeiten oder auf der Terrasse im Schlosspark. Übernachtung in Avignon.

6. Tag, Sonntag, 14.08.2022: Lubéron: Gordes – Roussillon – Lacoste – Gargas – Coustellet
Das Lubèron ist der Geheimtipp der Provence. Von der UNESCO als schützenswert zum Bio­sphärenreservat erklärt, finden wir hier Vieles, was man sonst auf einer klassischen Provence-Reise vermisst: alte Bergdörfer und romantische Täler – wir sind im Land der „Bories“, der rätsel­haften Steinbauten. Unsere erste Station am heutigen Ausflugstag ist das Wehrdorf Gordes, das an der Flanke eines Bergrückens im Herzen des Lubéron-Massivs erbaut wurde und ganz oben auf der Liste der schönsten Dörfer Frankreichs steht. Schon bei der Anfahrt passieren wir einige der mörtellos erbauten „Bories“. Nicht weit entfernt liegt inmitten eines lilafarbenen Lavendel­meeres die Zisterzienser-Abtei von Sénanque aus dem Jahre 1148. Nach der Kloster­führung fahren wir die kurze Strecke zurück auf das hohe Felsplateau von Gordes, um dort die Mittags­pause zu verbringen. In den Kopfsteinpflastergassen bieten sich uns viele Möglichkeiten an Cafés und Restaurants, meist mit wunderschöner Aussicht auf den Lubéron. Danach fahren wir nach Roussillon. Der gesamte Ort leuchtet in allen möglichen Ockerfarben. Die Farbe Rot trägt er bereits in seinem Namen. Die Häuserfassaden erscheinen wie ein Fest der Farben. Zitronengelb kontrastiert mit tiefem Rosa. Pittoresker kann ein Ort selbst in der an Idyllen reichen Provence kaum sein. Vom kleinen Marktplatz schaut man direkt auf die goldorange geflammte Wand des benachbarten Ockerfelsen. Hier besichtigen wir die faszinierenden Ocker­steinbrüche und den interessanten Ockerpfad. Nur wenige Kilometer entfernt, am Nordhang des Lubéron, liegt das außergewöhnliche Dorf Lacoste mit seinem einheitlichen Erscheinungsbild der fast sämtlich aus unverputztem hellen Kalkstein gemauerten Häuser. Spaziert man durch die schmalen Gassen, die sich in engen Schleifen den Hang hinauf schlängeln, so fühlt man sich um Jahrhunderte zurück versetzt. Oben angekommen wartet die nächste Besonderheit: eine alte, wieder in Stand gesetzte Burgruine, deren Ursprünge ins 11. Jh. zurück reichen und von der aus man eine tolle Sicht in die Cavalon-Ebene hat. Das sich einst im Besitz des berühmten Marquis de Sade befin­dende Chateau de Lacoste gehört seit 2001 dem Modeschöpfer Pierre Cardin (Außen­besich­tigung). Weiterfahrt nach Gargas. In den „Mines d’Ocres de Bruoux“ begeben wir uns auf eine Entdeckungsreise ins Herz des Ockers des Lubéron! Schwindelerregende Klippen in extra­vaganten Farben und ein gigantisches Labyrinth aus unterirdischen Galerien bilden eine einzig­artige mysteriöse Umgebung, in der sich menschliche Arbeit mit der natürlichen Schönheit der provenzalischen Landschaft vermischt. Beim Besuch dieser alten Steinbrüche, monumentale Überreste der bis ins Jahr 1937 ertrags- und glorreichen Minen der Ockerindustrie, betreten wir ein über 40 km langes und 15 m hohes Labyrinth aus Stollen. Von den einst rund 40 km unter­irdischen Gängen können zwar „nur“ 650 m besichtigt werden, eindrucksvoll ist der Besuch der kühlfeuchten „Kathedrale des Ockers“ mit ihren hohen Gewölben auf alle Fälle. Weiterfahrt zum Örtchen Coustellet, wo wir das in einem alten provenzalischen Steinhaus, inmitten eines Laven­del­feldes untergebrachte Lavendelmuseum besuchen werden. Die Familie Lincelé, die seit Generationen in den Mont du Vaucluse auf sich in einer Höhe von 1.100 m befindenden Feldern Lavendel anbaut und echtes, ätherisches Lavendelöl produziert und destilliert, erklärt uns anhand einer prachtvollen Sammlung von Destillierapparaten, die aus dem 16. Jh. bis in unsere Zeit stammen, die mehr als 400 Jahre alte Geschichte der Destillation dieser jahrtausende alten Pflanze sowie ihre Nutzung in der Heilkunde und in der Kosmetik. Nach der Sonderführung erwartet uns eine Verkostung des saisonalen Produktes. Lassen wir uns überraschen: Lavendel-Macaronen oder -eis, Meringue, Gebäck, Käse, Sirup oder Lavendel-Kräutertee. Rückfahrt vorbei an den Eichenwäldern, Heide- und Lavendelfelder des Lubéron. Es duftet herb und blumig zugleich – und zwar nach echtem Lavendel, der erst ab 800 m Höhe wächst. Den unverwechsel­baren Duft in der Nase kehren wir am Abend zurück nach Avignon. Abendessen im Restaurant „Le Col de Poule“ an der Place de Carmes in Avignon. Im gehobenen Bistro-Ambiente im Stil einer Pariser Brasserie der 1930er Jahre serviert man uns die regionale hausgemachte Küche. Übernachtung in Avignon.

7. Tag, Montag „Mariä Himmelfahrt“, 15.08.2022:
Vaucluse – Lavendelstraße – Lavendelfest in Sault – Nyons

Fahrt nach Sault. Das von violetten Lavendelfeldern umgebene Dorf im Département Vaucluse gilt als Hauptstadt des Lavendels“. Dieser bestimmt das tägliche Leben der Einwohner, die jedes Jahr am 15. August diese symbolträchtige Blume der Region ganz besonders feiern. Das heutige Lavendelfest beginnt mit einem Gottesdienst in der Dorfkirche „Notre Dame de la Tour“. Zusam­men mit den Dorfbewohnern, welche die Messe besucht haben, erleben wir dann die Parade mit folkloristischen Gruppen aus der Provence und aufwändig dekorierten alten Pferdewagen. Wahrzeichen von Sault ist das „Hippodrome du Deffends“ aus dem Gründungsjahr 1894. Es hat sich seitdem zwei Besonderheiten bewahrt, die zu seinem Charme beitragen: Es ist die einzige Pferderennbahn Frankreichs, deren Zentrum von einem Lavendelfeld einge­nommen wird, und außerdem zwischen Lubéron im Süden und Ventoux im Norden mit 810 m über dem Meeres­spiegel die höchste des Landes. Auf der 850 m langen Graspiste findet nur ein Pferderennen pro Jahr statt (das Programm 2022 ist noch nicht veröffentlicht). Voraus­sichtliche Veranstaltungen des Lavendefestes sind u. a. Gemäldeausstellungen, ein provenzalischer Markt mit Kunsthand­werk sowie regionalen Produkten und berauschenden Düften: Lavendelsträuße, -parfüm, -essenz, -duftöl, -seife, -gewürz und köstlicher Lavendelhonig. Sogar eine französische Meister­schaft wird uns geboten: im Lavendelschneiden mit der Sichel! Nach der Verleihung des Laven­delpreises erwartet uns ein rustikales Mittagessen. Danach fahren wir in das schöne Dorf Nyons im Süden des Départements Drome, inmitten von Weinbergen und Olivenhainen gelegen und geschützt von einem Ring aus Bergen, die den sonnenverwöhnten Ort umgeben. Die Geschichte von Nyons ist sehr alt und hat noch heute sichtbare Spuren. Freuen wir uns zum Abschluss auf eine Reise zurück in die Vergangenheit in dieser einladenden Stadt, die zu den „Schönsten Umwegen Frankreichs“ gehört. Eines der symbolträchtigsten Bauten von Nyons ist sicher die Romanbrücke, die sich über den Eygues spannt. Diese Gewölbebrücke aus grauem Stein mit einer Spannweite von 43 m besteht aus einem einzigen Bogen und ist 18 m hoch. Die Aussicht auf den Fluss und dessen Ufer verspricht schöne Fotomotive! Am Fuße der Brücke erinnern ehe­malige Ölmühlen aus dem 18. und 19. Jh. an die Bedeutung der Olivenölproduktion in Nyons seit mehreren hundert Jahren. Die Altstadt bietet viele architektonische Schätze, darunter das Stadttor Saint-Jacques aus dem 14. Jh., das zur mittelalterlichen Wehrmauer gehört, oder die Kirche Saint-Vincent aus dem 17. Jh., in der sich eine schöne Gemäldesammlung befindet. Besuchenswert ist auch der Platz der Arkaden aus dem 14. Jh. und das malerische Viertel der Forts. Die mittelalterliche Atmosphäre ist hier noch allgegenwärtig: typische Kopfstein­pflastergassen und überdachte Gewölbepassagen, das feudale Schloss und einige Überreste von Fachwerkhäusern, die interessante Spuren aus der historischen Vergangenheit der Stadt auf­weisen. Rückfahrt nach Avignon und Abendessen unter uralten Bäumen im Innenhof oder auf der Veranda des in einem ehemaligen Herrenhaus aus dem 16. Jh. untergebrachten Restau­rants „La Cour d’Honneur“ im historischen Zentrum von Avignon. Übernachtung in Avignon.

8. Tag, Dienstag, 16.08.2022: Heimreise
Nach dem Frühstück treten wir unsere Heimreise an.

Vorbehaltlich Änderungen im Programmverlauf – wetterbedingt bzw. aus organisatorischen Gründen – sowie der angegebenen Restaurants.

Veranstalter: TTS Trautner-Touristik GmbH, Württembergstr. 317, 70327 Stuttgart,
Telefon: +49 (0) 171 7463530, E-Mail: petra.meyer@trautner-touristik.de

Unser Reisepreis und Leistungen:
1.995,- EURO

pro Person im Doppelzimmer Einzelzimmer-Zuschlag: 343,- EURO

  • Busfahrt ab Schorndorf, Stuttgart und Böblingen im modernen Fernreisebus mit Schlafsesseln, Kühlschrank, WC, Bordküche und Klimaanlage
  • 7 x Übernachtung mit Frühstücks­buffet in den angegebenen, zentral in der Innenstadt gelegenen 4-Sterne-Hotels (3 Übern. in Nîmes und 4 Übern. in Avignon); Beschreibung unten
  • 1 x 3-Gang-Abendessen im Hotel­restaurant in Nîmes
  • 1 x 3-Gang-Abendessen im Restau­rant „Hostellerie de la Reine Jeanne“ in Les Baux-de-Provence
  • 1 x 3-Gang-Abendessen im Restau­rant „Le Cheval Blanc“ in Nîmes
  • 1 x 3-Gang-Abendessen im Hotel­restau­rant in Avignon
  • 1 x 3-Gang-Abendessen ¼ l Wein, Wasser und Kaffee im Schloss-Restaurant „Chateau de Richebois“ in Salon-de-Provence
  • 1 x 3-Gang-Abendessen im Restau­rant in Avignon
  • 1 x typisches 3-Gang-Mittagessen inkl. Aperitif, ¼ l Wein, Tafelwasser, Kaffee und Leiterwagenfahrt auf dem Stierhof „La Manade des Baumelles“ in Saintes-Maries-de-la-Mer in der Camarque
  • 1 x Mittagessen vom kalten Buffet inkl. Landwein (rosé oder rot) auf dem Weingut „Domaines Mousset, Chateau des Fines Roches“ in Chateauneuf-du-Pape
  • 1 x Mittagessen inkl. Cassis-Wein in Marseille
  • 1 x rustikales Mittagessen in Sault
  • Weinprobe mit Führung in der Wein­kellerei „Domaines Mousset, Chateau des Fines Roches“ in Chateauneuf-du-Pape
  • Töpfern im „Village des Santos“ in Paradou
  • Bootsfahrt in der Calanques
  • Fahrten mit dem „Petit Train“ in Marseille und Cassis
  • Teilnahme am Lavendelfest in Sault
  • Besichtigungen und Führungen inkl. aller Eintritte lt. Programm
  • Durchgehende, örtliche, deutsch­sprachige Reiseleitung
  • TTS-Reisebegleitung durch Petra Meyer

Zahlbar vor Ort: Kurtaxe i. H. v. 14,- EUR p. P. (Stand Februar 2022)

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen

Hier können Sie sich das Reiseprogramm herunterladen

Hotelbeschreibung

1. bis 4. Tag (09. – 11.08.2022):
4-Sterne-Hotel „Novotel Centre“ in Nîmes
Das moderne Hotel in der Innenstadt von Nimes ist nur 5 Gehminuten vom Amphi­theater und jeweils 7 Gehminuten von der Kathedrale von Nîmes und vom Musée des Beaux-Arts de Nîmes entfernt. Es gibt ein gemütliches Restaurant und eine Bar. Die mit 22 qm geräumigen und modern ausgestat- teten Zimmer verfügen über Bad / Dusche / WC, Föhn, Toilettenartikel, TV, kostenloses WLAN, Safe, individuell einstellbare Klimaanlage, Minibar und Kaffee- und Teezubereiter sowie kosten­loses Mineralwasser auf dem Zimmer.

4. bis 8. Tag (11. – 16.08.2022):
4-Sterne-Hotel „Mercure Centre Palais des Papes“ in Avignon
Das moderne, freundlich eingerichtete Hotel am Rande des Place de l‘Horloge ist nur 4 Gehminuten vom Papstpalast und 7 Gehminuten von der Pont Saint-Bénézet entfernt – ein idealer Standort, um Avig­non mit seinem lebendigen, historischen Stadtkern, Restaurants, Cafés und seinen unzähligen Sehenswürdig­keiten zu entdecken. Das Hotel verfügt über eine gemütliche Bar und ein Restaurant mit Terrasse und regionaler Küche. Die modernen und komfortablen Zimmer sind mit Bad / Dusche / WC, Föhn, Safe, Sat-TV, Klimaanlage, kostenlosem WLAN, Minikühlschrank und Kaffee- und Tee­zubereiter ausgestattet.