Menorca

Ursprüngliches Inselerlebnis Menorca
Ursprüngliches Inselerlebnis Menorca
Die unbekannte Schöne: klein, fein, geheim
Reisetermin: 15. bis 22. September 2022 / 8 Tage

Während auf Mallorca „der Bär steppt“, ist die kleinere Schwesterinsel Menorca ein Natur­paradies und das Meer nie weit entfernt. Die zweitgrößte der Balearen-Insel und Iberiens östlichster Vorposten im Mittelmeer besticht durch unbebaute, weiße, feinsandige Strände – fast so viele wie Mallorca und Ibiza zusammen – mit versteckten Sandbuchten und smaragdgrünem glasklarem Wasser. Daher nennt man Menorca auch die „schönste Karibikinsel im Mittelmeer“. Landschaftlich einmalig ist der „Camí de Cavalls“, ein historischer Pfad von 185 km Länge, der sich entlang der Küste rund um Menorca schlängelt. Die ersten „Pferdewege“ gab es hier bereits im 13. Jh. Sie waren für Patrouillenreiter angelegt worden, die dadurch auch entlegene und ver­steckte Buchten kontrollieren konnten. Auf einer Karte von 1781 ist der Verlauf des Küstenwegs wiedergegeben. Auf zwei kleinen, sehr moderaten Teil­strecken werden wir bei gemächlichen Genusswanderungen ein paar Kilometer dieses Weges zurücklegen – eine perfekte Möglichkeit, die Schönheit der Insel, die die UNESCO 1993 zum Biosphärenreservat erklärt hat, kennenzulernen. Zwei Drittel der rund 700 qkm großen Insel stehen unter Naturschutz.

Zerklüftete Steilküsten, rauschende, zart duftende Pinien- und wilde Olivenhaine, dichte Stein­eichen- und Kiefernwälder und hügeliges, saft-grünes Wei­deland mit Kühen, von unzähligen Generationen aufgestapelte, sich über Kilometer ziehende Naturtrockensteinmauern, roman­tische weiße Dörfer mit verwinkelten, malerischen Gassen, ein verträumtes Fischerdorf oder lebhafte Inselstädte mit quirligen Märkten, aber auch steinerne Kultstätten einer unterge­gangenen Kultur – megalithische Bauwerke aus der talayotischen Zeit, großartige Kirchen und Adelspaläste – Menorca hat viele Gesichter!

Unser Reise-Programm:

1. Tag, Donnerstag, 15.09.2022: Mahón – Cala‘n Bosch – Pferdeshow „Somni“
Früh morgens Nonstop-Flug von Stuttgart nach Menorca. Empfang am Flug­hafen Mahón durch Ihren örtlichen Reiseleiter und Fahrt in die Innenstadt von Mahón. In der Altstadt haben wir Freizeit, uns in der Fußgängerzone die Füße zu vertreten. Nicht verpassen sollten wir, den mediterran-tempe­ramentvollen Markt zu besuchen, der täglich im Kreuzgang eines ehe­maligen Karmeliter-Klosters, abgehalten wird. Der „Mercat des Claustre del Carme“, kurz „Sa Placa“ genannt, bietet neben den Verkaufsständen für den täglichen Bedarf an Lebensmitteln, Haushaltswaren, Textil-und Schuhläden, auch Bistros und Tapas-Bars, wo wir uns stärken können. Nur ein paar Schritte weiter präsentiert der Fischmarkt den frischen Fang des Tages. Aber im Seafood-Markt in Mahón gibt es weit mehr als nur frischen Fisch. Der bekannteste Fischmarkt der Insel hat sein kulinarisches Angebots­spektrum ausgeweitet und ist mittlerweile ein pulsierender Ort zum Genie­ßen von kleinen Häppchen. Er bietet nicht nur die umfang­reichste Palette an fangfrischem Fisch und Meeresfrüchten von Menorca, sondern es gibt auch zahlreiche kulinarische Genüsse wie Tapas und sogenannte Pinchos (kleine Köstlichkeiten). Außerdem können wir die lokalen Produkte, wie den ausgezeichneten Käse, den einzigartigen Wein oder das Bier aus Menorca probieren. Auch sonst ist es ein idealer Ort, um einen ersten Eindruck von unserem Urlaubsziel und den dort lebenden Insulanern zu bekommen. Die Menorquiner sind sehr offene Menschen und lieben es, am sozialen Leben teilzuhaben. Falls noch Zeit bleibt, ist ein Spaziergang im nahegelegenen Hafen nach dem Besuch dieses besonderen Marktplatzes durchaus empfeh­lenswert. Am Mittag Transfer zu unserem Hotel in Cala’n Bosch. Nach dem Zimmerbezug haben wir Freizeit bis zum Transfer nach Son Martorellet am Spät­nach­mittag. Auf eine ganz besondere Art lernen wir gleich zu Beginn unserer Reise die jahrhunderte­alte Reitkultur Menorcas kennen. Wir erleben eine Nacht voller Fantasie, Geschichten und menorquinischen Traditio­nen – eine einzigartige, märchenhafte Show mit den typisch menorqui­nischen Pferden, den schwarzen Hengsten, und ihren anmutigen Reitern. Die unter dem Motto „Somni“ (= Traum) stehende Show begeistert sowohl Menorquiner als auch Besucher der Baleareninsel. Zum ersten Mal in Me­norca vereinen sich Reitkunst mit Magie und Fantasie zu einer neuartigen Pferdeshow, die ein Spektakel nicht nur für Pferdeliebhaber bietet. Gegen 20.30 Uhr sind wir zurück in unserem Hotel und freuen uns auf unser erstes gemeinsames Abendessen.

2. Tag, Freitag, 16.09.2022: Mahón mit Hafenrundfahrt – Punta Prima – Binibeca Vell – Binidali
Fahrt zum Hafen der Inselhauptstadt Mahón. Der „Port Mahón“ ist Eu­ropas größter Natur­hafen. Die fjordartige Bucht von Mahón ist 5 km lang und sehr tief. Im westlichen Mittelmeer­raum wurde der Hafen über die Jahrhunderte zu einem militärisch und wirtschaftlich strate­gischen Punkt. Griechen, Phönizier und Römer gingen hier bereits vor Anker, gründeten Sied­lungen und Handelsniederlassungen. Vandalen, Osmanen und Ara­ber folgten, im Jahr 1708 eroberten dann die Briten Menorca. Von kurzen Unterbrechnungen abgesehen, bleiben sie fast hundert Jahre die Herren der Insel, machen Mahón mit seinen heute rund 29.000 Einwohnern zur Hauptstadt und prägen das Gesicht der Insel. Der riesige Naturhafen von Mahón – nach Pearl Harbour auf Hawaii der zweitgrößte der Welt – mit seinen drei vorgelagerten Inselchen lässt sich am besten bei einer Bootstour entdecken. Unsere Rundfahrt mit einem Glasboden-Katamaran führt uns zuerst entlang der Nordseite (S’Altra Banda), vorbei an der Spanischen See­basis, dem Anglo-Amerikanischen Friedhof, der Isla Plana, Isla del Lazareto (ehemaliges Quaran­täne­krankenhaus), durch den Kanal von Alfons XII bis zur Festung von La Mola, das Juwel des historisch-militärischen Inselerbes. Diese beeindruckende Festung von Isabel II wurde zwischen 1850 und 1875 gebaut, um den Hafen und die Insel vor den Briten zu schützen. Später wurde der obere Teil als Militärgefängnis genutzt. Außerhalb des Hafens können wir dann die Unterwasser­sicht in den sauberen Gewässern genießen. Zurück in den Hafen führt die Fahrt vorbei an den Resten der Festung von San Felipe, der Ortschaft Es Castell mit dem malerischen Fischerhafen Cales Fonts, der Isla del Rey, den Kolonialhäusern des Admirals Collingwood und von Lord Nelson (Golden Farm). Zurück im inneren Hafen genießen wir einen herrli­chen Panoramablick auf die Steilküste und die Altstadt von Mahón. Viele Aussichtspunkte blicken auf den Hafen. In der Xoruguer-Destillerie aus dem 18. Jh., in der Nähe der Hafentreppe gelegen, machen wir uns dann vertraut mit dem hier noch nach alter Art durchgeführten Herstellungsprozess von Gin – einem Vermächtnis der fast 100-jährigen britischen Herrschaft auf der Insel. Bei der Verkostung des menorquinischen Gins werden wir jedoch feststellen, dass der „Ginebre de Mahón“ ganz anders als der britische Gin schmeckt: Dieser wird nicht auf Korn-, sondern auf Weingeistbasis mit Wa­cholder destilliert und ist deshalb besonders weich und aromatisch. Unser anschließender Rundgang durch das kulturelle Zentrum von Mahón mit seinen verwinkelten, dunklen Gassen sowie kleinen Plätzen bietet viele historische Gebäude: Das Rathaus wurde 1613 erbaut und 1789 nach neo­klassizistischer Architektur reformiert. Die im gotischen Stil erbaute Kirche Santa Maria ist die größte der Insel und hat einen beeindruckenden Glo­ckenturm. Ihre gewaltige Rokoko-Orgel aus dem Jahre 1810 überrascht mit über 3.000 Pfeifen. Sie wurde in der Schweiz gebaut. Optisch besonders reizvoll sind die vielen Goldelemente. Die Iglesia del Carmen ist eines der in­teressantesten religiösen Gebäude des neoklassischen Stils. Das Portal von Sant Roc aus dem 14. Jh. ist das einzige Überbleibsel der mittelalterlichen Stadtmauer. Das Teatre Principal wurde 1829 eingeweiht und war das erste Opernkolosseum Spaniens. Das pompöse, 1.200 Sitzplätze fassende Haus im Stil der Mailänder Scala kann sich einer glanzvollen Vergangenheit rüh­men: Traditionell erlebten hier die Opern des italienischen Komponisten Verdi ihre Spanien­premieren. Unsere Mittagspause verbringen wir am feinsandi­gen Strand von Punta Prima, geschützt von der vorgelagerten Isla Del Aire. Nutzen wir die Gelegenheit zu einem Bad im klaren Meereswasser. Hinter dem Strand gibt es eine gute Auswahl an Restaurants, Cafés und Bars. Im Anschluss Fahrt an die Südküste nach Binibeca Vell. Das wunderschöne und auffallend weiße Dörfchen im Südosten Menorcas wurde 1963 erbaut, als Menorca zum ersten Mal touristisch entdeckt wurde. Der Ort ähnelt einem Fischerdorf mit schmalen Fußwegen und weißen Häusern und wurde mit mehreren Preisen prämiert. Bevor wir zum Abendessen zurück in unser Hotel fahren, genießen wir vom Aussichtspunkt in Binidali den fantastischen Blick auf die „Cala“, eine geschützte Felsbucht mit idyllischem kleinen Sandstrand.

3. Tag, Samstag, 17.09.2022:
Küsten-Wanderung auf dem „Cami de Cavalls“ zu den schönsten Stränden Menorcas

Das Dichterwort „Der Weg findet sich beim Gehen“ ist heute unser Motto, un­sere Urlaubsinsel Menorca kennen zu lernen. Wir unternehmen eine herrliche Küstenwanderung auf einem besonders schönen Abschnitt des histori­schen „Cami de Cavalls“ mit den emblematischsten Stränden der Südküste. Der Weg ist vielseitig und abwechslungsreich. Atemberaubende Ausbli­cke auf steile Küsten und traumhafte Buchten lassen evt. kleine Anstren­gungen schnell in den Hintergrund treten. Eine besondere Kondition ist für diese Wanderung nicht notwendig. Unsere ca. 6 bis 7 km lange Tour startet an der Cala Turqueta. Dieser Strand ist ein wahrer natürlicher Schatz. Sein Name bezieht sich auf sein türkisfarbenes, kristallklares Wasser. Es handelt sich zweifellos um einen der schönsten unberührten Strände der Insel. Sein Sand ist fein und weiß und manchmal mit Seegrasblättern bedeckt – eine Meerespflanze, die den guten Erhaltungszustand des Strandes anzeigt. Von hier führt unser Weg zur zauberhaften Cala Macarella und Macarelleta. Diese beiden beliebten Buchten der Südküste gehören aufgrund ihrer na­türlichen Gegebenheiten zu den am meisten geschätzen Stränden der Insel. Der Strand von Macarella öffnet sich am Ende einer Schlucht und wird von dichten Kiefernwäldern um­geben. Die benachbarte Bucht Macarellata ist kleiner, aber ebenso schön. Ziel unserer Küsten­wanderung ist die Cala Galdana, die Perle des Mittelmeers. Sie gilt als eine der schönsten Buchten im gesamten westlichen Mittelmeerraum. In der einzigartigen Kulisse vor der Steilküste und inmitten eines üppigen Waldes wartet die von Wind und Wellen weitestgehend geschützte Bucht auf sonnenhungrige Gäste, die sich in der Bilderbuchlandschaft erholen möchten. Viele Bars und Restaurants befinden sich an der Bucht, doch nach nur wenigen Schritten wird es ruhiger, und die ganze Traumbucht kann in Ruhe erkundet und genossen werden. Ein idealer Platz für uns zum Baden, Sonnen und Erholen: klares türkisblaues Wasser, weißer feinsandiger Strand, und am Ende der 460 m langen und 28 m breiten muschelförmigen Bucht schaukeln vor Anker liegende Yachten. Und wer noch fit ist, sollte einen kurzen Spazier­gang zum Mirador de Sa Punta unternehmen. Der Anstieg zu dieser Aussichtsplattform ist allerdings ziem­lich steil, doch die fantastische Sicht auf Bucht und Umgebung entschädigt für die Anstrengung. Nach einem Tag voller Bewegung, Sonne und Strand werden wir unser gemein­sames Abendessen im Hotel besonders genießen.

4. Tag, Sonntag, 18.09.2022: S’Albufera d’es Grao NP – Monte Toro
Nach dem Frühstück fahren wir in den Nordosten Menorcas und besu­chen den wichtigsten und bekanntesten Naturschutzpark der Insel, den „S’Albufera d‘es Grau“. Er wurde 1995 zum Naturpark erklärt, nachdem sich Bürgerinitiativen über Jahre hinweg für den Schutz der Natur­landschaft ein­gesetzt hatten. Im Jahr 2003 wurden die Grenzen des Naturparks erweitert. Heute umfasst das Gelände insgesamt 5.006,7 ha Land und Meeresboden. Zum Park gehören fünf spezielle Naturschutzgebiete, sog. Reserven: die Inseln Addaia, S’Estany, Bassa de Morella, Es Prat und Menorcas größte Nebeninsel, die Illa d‘en Colom. Das gesamte Gebiet wurde von der Balearen­regierung zum ANEI-Schutzgebiet erklärt, gehört zum europäischen Netz­werk Natura 2000 und ist Kern des 1993 von der UNESCO ausgezeichneten Biosphärenreservats. Im Park sehen wir verschiedene Naturlandschaften: Feuchtzonen, in denen sich etwa 100 Vogelarten wohlfühlen – heimische wie u. a. Zwergtaucher oder Stelzenläufer, aber auch Zugvögel wie Grau­reiher und Kormorane. Auch Eidechsen und Schildkröten werden wir in der reizvollen, unbe­rühr­ten Natur entdecken. Die Küstenzone beeindruckt mit Steilküsten, kleinen Buchten, Stränden und Felseninseln. Eine paradiesische Lagune, die von drei Sturzbächen mit Süßwasser gespeist wird und durch eine Sanddüne vom Meer getrennt ist, See- und Sumpfgebiete sowie schattige Kie­fernwälder verleihen der Szenerie in S‘Albufera etwas ganz Besonderes und warten nur darauf, von uns erkundet zu werden. Weiterer Höhepunkt unseres heutigen Ausflugs ist der Besuch des MonteToro, mit 357 m höchster Berg der Insel. 3 km von Es Mercadal entfernt, ist der Gipfel des Monte Toro auch spirituelles Zentrum der Insel. Das Heiligtum des Mare de Deu del Toro, der „Jungfrau des Stieres“, wird von den Menorquinern hochverehrt. Der Legende nach wurde das Bild der Jungfrau auf dem Berggipfel von einer Gruppe Mönche gefunden, die von einem Stier geführt wurde. Die heutige Kirche mit dem in Holz gehauenen Bildnis der Jungfrau wurde 1670 erbaut. Neben ihr befindet sich ein Verteidigungsturm und eine Statue zum Gedenken an die im Krieg Gefallenen. Genießen wir den wunderschönen Panoramablick über fast die gesamte Insel von diesem außergewöhnlichen Ort, bevor wir zurück zum Hotel fahren. Am Nachmittag können wir uns am Hotelpool oder am Strand entspannen. Abendessen im Hotel.

5. Tag, Montag, 19.09.2022:
Naveta des Tudons – Son Bou – Torre d‘en Gaumès – Es Mercadal – Cova d‘en Xoroi
Inseltour – ein abwechslungsreiches Erlebnis, das sicher nicht nur Inselneu­lingen bislang noch unbekannte Inselimpressionen bietet. Archäologische Siedlungen sind ein Muss bei einem Besuch auf Menorca. Es gibt über 1.500 katalogisierte Orte auf der Insel – ein einzigartiges Freilichtmuseum. Als erstes besichtigen wir ein beispielhaftes Denkmal der talayotischen Kultur: Die Naveta des Tudons ist eine prähistorische Grabanlage bei Ciutadella. Die in der späten Bronzezeit in Megalithbauweise errichtete Naveta gilt als das bedeutendste Bauwerk der menorquinischen Vorgeschichte. Sie diente als kollektives Grabmal und konnte ca. hundert Körper aufnehmen. Ihr Volumen war ein unwiderlegbarer Beweis für die Wichtigkeit, die ihre Erbauer den Ritualen im Zusammenhang mit Leben und Tod gaben. Das Gemein­schaftsgrab in Form eines umgedrehten Bootes ist 13 m lang und 6 m breit und besteht aus 2 Stockwerken. Aus den großen aufeinandergeschichteten Steinblöcken entstand eine lokale Legende, die von den Werken von Riesen erzählt. Als Archäologen dieses Grab entdeckten, umfasste es menschliche Überreste, Schmuck und andere Gegenstände. Dieser Schatz ist mehr als 4.000 Jahre alt und noch hervorragend erhalten. Nach der Besichtigung fahren wir zum Son Bou, mit fast 3 km längster Strand der Insel. Im Westen befindet sich das unberührte Naturgebiet mit einer Feucht­zone hinter den Dünen. Am östlichen Ende können wir die Ruinen einer frühchristliche Basi­lika besuchen. Der andere Teil bietet Strandbars, um uns mit einem kühlen Getränk zu erfrischen. Anschließend besuchen wir Torre d’en Gaumès, die größte und umfangreichste der vortalayo­tischen Balearen-Siedlungen. Sie besteht aus drei Talayots, den typischen Türmen der Epoche, eindrucks­vollen Taulas, einem Säulensaal, einer Hypogea und mehreren (Wohn-) Häusern. Einige der Funde gehen bis auf 2.000 v. Chr. zurück. Für unsere Mittagspause fahren wir nach Es Mercadal. Die 5.000 Einwohner zählende Stadt liegt nicht nur ziemlich zentral in der Inselmitte, sondern ist auch ein Zentrum für Gourmets. In den Lokalen, Cafés und Konditoreien der Altstadt wird die gesamte Bandbreite der Inselküche angeboten. Zu den lukullischen Highlights gehört auch die Zuckerbäckerei Ca´s Sucrer. Für die dort angebo­tenen Naschereien – allen voran die Mandelmakronen „Amargos“ – lohnt es sich, eine Weile auf das Kalorienzählen zu verzichten. Weiterfahrt zum Feri­enort Cala’n Porter. Größte Attraktion der Stadt ist die Cova d’en Xoroi. Wir besichtigen die riesige Höhle mit ihren unzähligen Gängen und Kammern in einer steilen Felswand. Von der sich über der Höhle befindenden Klippe genießen wir bei einer „Pomada“, dem menoquinischen Nationalgetränk, gemixt aus Gin und Zitronenlimonade, den spekta­ku­lären Ausblick bei Son­nenuntergang. Beschwingt fahren wir zu unserem Hotel und freuen uns auf das gemeinsame Abendessen.

6. Tag, Dienstag, 20.09.2022: Salinen von Mongofra und Addaia – Fornells
Fahrt in den Nordosten Menorcas nach Mongofre Nou. Auf einem ca. 4 km langen Strecken­abschnitt des „Cami de Cavalls“ unternehmen wir einen Spaziergang durch ein öko­lo­gisches Naturschutzgebiet, in dem Salz gewonnen wurde. Die Strukturen sind noch sichtbar, und die Flora sowie Fauna ist einmalig. Die Salinen von Mongofra und Addaia aus dem 19. Jh. sind Feuchtgebiete von großem naturwissenschaftlichem Interesse, die sich innerhalb des Bio­sphären­parks befinden und jetzt stillgelegt sind. Auf der Meeresseite liegen die Salinen von Addaia, die mit einer Fläche von 16.000 qm die größeren und auch die älteren der beiden sind. Dahinter befin­den sich die Salinen von Mongofra mit einer Gesamtfläche von 2.800 qm, die von zahlreichen Zugvögeln aufgesucht werden. Das Wasser dieser Feuchtge­biete, insbesondere in den Salinen von Addaia, hat einen hohen Salzgehalt, weil es sich um Meerwasser handelt, das durch eine Sandbank gefiltert wird, die sie vom Hafen von Addaia trennt. Trotz ihrer Ausdehnung haben die Sa­linen nur eine Wassertiefe von ein paar Dutzend Zentimetern und trocknen fast jeden Sommer vollständig aus, wenn es längere Zeit nicht geregnet hat und die Verdunstung höher ist als der Zufluss vom Meer. Unsere Tour endet am Naturhafen von Puerto de Addaia. Hier bietet sich uns ein herrliches Panorama mit vielen kleinen Inselchen sowie einem britischen Wehrturm aus dem 18. Jh. in der Cala Molí. Danach besuchen wir das pittoreske Fischer­dorf Fornells, mit seinem malerischen Fischerhafen, in einer beeindrucken­den Bucht gelegen. Fornells gilt als gastronomische Hauptstadt der Insel, international bekannt für seine Hummersuppe „Caldereta de langosta“. Ein idyllischer Ort, in dem man einen lauschigen Spaziergang am Hafen unter­nehmen und die hier Planke an Planke liegenden Fischerboote und Yachten bewundern oder in der Meeresbrise auf einer der Restaurant-Terrassen sitzen kann, während man den fangfrischen Fisch oder Meeresfrüchte probiert. Ein Genuss für die Sinne. Auch König Juan Carlos geht oft dort essen. Beim Ver­lassen des Dorfes biegen wir nach Playas de Fornells ab, von wo wir einen Teil der Nordküste der Insel mit dem Cap de Cavalleria im Hintergrund bewundern können. Das Kap ist der nördlichste Punkt Menorcas und des gesamten Balearen-Archipels. Am Nachmittag können wir uns entspannen bis zum gemeinsamen Abendessen im Hotel.

7. Tag, Mittwoch, 21.09.2022: Lithica – Ciutadella – Cala Morell – „Torre den Quart“
Zunächst fahren wir zum alten Steinbruch Lithica, 1 km von Ciutadella ent­fernt. Heute finden wir in dem Kulturdenkmal schön angelegt Gärten und ein kunstvoll gestaltetes Labyrinth. Aufgrund der hervor­ragenden Akustik zwischen den steilen Wänden finden hier des öfteren Konzerte statt – viel­leicht haben wir ja Glück und können noch etwas Musik genießen vor un­serem anschließenden Abstecher zur Ciutadella-Pferderennstrecke. DieBesichtigung der wichtigsten Stadt Menorcas haben wir uns bis zum Ende unserer Reise vorbehalten: Ciutadella, die ehemalige Inselhauptstadt und Bischofssitz. Hier residierten arabische Kalifen und katalani­sche Eroberer. Das Herz der mittelalterlichen Altstadt ist ein Labyrinth aus engen Kopf­stein­pflasterstraßen und barocken sowie gotischen Gebäuden. Herrschaftli­che Stadthäuser, die sich Adlige und Landbesitzer zwischen Ende des 17. und Anfang des 18. Jhs. errichten ließen, Kirchen, Denkmäler, Paläste, schattige Innenhöfe, Laubengänge, Arkaden und schöne Brunnen prägen das Gesicht der Stadt. Wir starten unsere Besichtigungstour an der Placa Pins, einem der größten und lebhaftesten Plätze der Stadt mit zahlreichen Bars und Cafés unter schattigen Pinien. Hauptplatz ist die Placa d’es Born mit ihrem Obelisken, der an die Bürger erinnert, die beim türkischen Angriff von 1558 getötet oder gefangen genommen wurden. Den Platz säumen historische Ge­bäude wie das kürzlich renovierte Theater aus dem 19. Jh. und das maurisch anmutende Rathaus. Gegenüber liegt der imposante Adelspalast Palau de Torre-Saura mit seiner Fassade im italienischen Stil. Der benachbarte Palau Salort ist Ciutadellas einzige Aristokraten­residenz, die man besichtigen kann: Sehenswert sind die Originaldekorationen, antike Möbel, bedeutende Gemälde und Stiche aus dem 19. Jh., der opulenter Spiegel- und der mit einem majestätischen Deckenfresko geschmückte Ballsaal. Der lokale Markt, wo sich die Einheimi­schen zum Kaffee und Plaudern treffen, findet auf der be­lebten Placa de la Libertat statt. In den Verkaufsständen der Arkadenzeile werden Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse, Käse und Honig angeboten. Besonders im quadratischen Pavillion des Fischmarktes ist das Angebot enorm. In den Restaurants ringsum gibt es Fisch und Meeresfrüchte frisch auf den Tisch. Dahinter befindet sich das historische Augustinerkloster und Diözesan­museum mit vielen interessanten Expo­naten und Kunstsammlungen. Die eindrucksvolle Kathedrale Santa Maria de Ciutadella wurde auf einem Gelände, auf dem früher eine Moschee stand, erbaut. Nur wenige Schritte weiter sehen wir die ehemalige Roserkapelle. Sie ist im Stil des spanischen Barock gestaltet und beeindruckt mit ihrem reich verzierten Portal. Heute dient sie als Ausstellungshalle. Zu den besten Einkaufsmöglichkeiten in der Altstadt gehören Ses Voltes, Placa Nova, Placa Palmeras und Ave. Contra­murada. Die Damenschuhe aus den Fabriken der Insel sind von höchster Qua­lität und ansprechendem Design. Auch die landestypischen Avarca-Schuhe gibt es überall zu kaufen und sind ein beliebtes Souvenir. Ein Spaziergang zur Hafenmündung führt uns vorbei an den Ruinen der Stadtmauer zum St. Nicolaus-Kastell, das die Hafeneinfahrt überwacht und von dem sich uns ein schöner Blick auf die Küste, den Fähr-und Kreuzfahrthafen bietet. Sowohl in der Altstdt als auch am Hafen, dessen Mole zu den romantischs­ten des gesamten Mittelmeerraums zählt, locken Restaurants und Bars sowie dutzende Fischkneipen die Gäste zum Open-Air-Mahl und bieten Genuss für jeden Geschmack und Geldbeutel. Nicht verpassen sollten wir die süßen und herzhaften Angebote in den Bäckereien – ein guter Mittagssnack. Gestärkt fahren wir dann nach Cala Morell, an der wilden Nordwestküste Menorcas gelegen und bekannt für seine prähistorischen Höhlen. Die Siedlung wurde 900 v. Chr. zwischen den Felsen in den weichen Kalkstein gebaut, und die weißen Häuser schmiegen sich perfekt an den felsigen Steilhang. 20 der Höhlen sind zugänglich und sollen bereits 1.500 v. Chr als Wohnhöhlen bzw. Grabstätten gedient haben. Die größeren Höhlen verfügen über Stützpfei­ler und sind teilweise mit den kleineren verbunden. Nach der Besichtigung dieses Höhlen- und Nekropolensystems besuchen wir die Finca „Torre den Quart“. Der dem Anwesen namensgebende quadratische Turm stammt aus dem 14. Jh. und ist eines der charakteristischsten Verteidigungsgebäude und schönsten Beispiele spätmittelalterlicher Architektur Menorcas. Von der großen Vielfalt der ländlichen Inselarchitektur stellen die Gebäude mit einem Turm eine seltene Variante in der Insellandschaft dar. Der Turm war die unmittelbare Verteidigungseinrichtung, die den Bewohnern der Regionen zur Verfügung stand, die den damals häufigen Piratenüberfällen am stärksten ausgesetzt waren. Auf dem sich hier befindenden typisch menorquinischen Bauernhof wird Käse nach zerti­fi­zier­ten handwerklichen Methoden und in jahrhundetealter Tradition hergestellt. Auf Menorca leben etwa 15.000 Kühe – kein Wunder also, dass der „Queso Mahón-Menorca“ ein echter Renner ist. Der würzige Käse aus roher Kuhmilch gilt als Delikatesse und wird nach ganz Spanien – und neuerdings bis in die USA – geliefert. Direkt vom Milchbauern schmeckt der Queso natürlich am besten! Nach unserer Besichtigung der Farm, wo auf den Feldern die Kühe und die typisch menor­quinischen Pferde frei herumlaufen, stärken wir uns nach dem Motto „Tas­ting of Culture“ bei einer Verkostung der verschiedenen Käsesorten und typisch menorqui­nischer Wurst, bevor wir zurück zu unserem Hotel fahren. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

8. Tag, Donnerstag, 22.09.2022: Heimreise
Am Morgen Transfer zum Flughafen Mahón und Flug nach Stuttgart, wo wir am Mittag landen werden.

Veranstalter: TTS Trautner-Touristik GmbH, Württembergstr. 317, 70327 Stuttgart,
Telefon: +49 (0) 171 7463530, E-Mail: petra.meyer@trautner-touristik.de

Unser Reisepreis und Leistungen:
1.575,- EURO

pro Person im Doppelzimmer Einzelzimmer-Zuschlag: 495,- EURO

  • Nonstop-Flug mit TUIfly Stuttgart – Mahón – Stuttgart; inkl. aktueller Flughafensteuern, Gebühren sowie 20 kg Freigepäck
  • 7 x Übernachtung mit Frühstücks­buffet im 4-Sterne-Hotel „Valentin Star“ in Cala‘n Bosch; Hotelbeschreibung siehe unten
  • Touristen- / Hotelsteuer
  • 7 x Abendessen vom Buffet im Hotel
  • Gin-Probe in der Distillerie „Xoriguer“ in Mahón
  • Verkostung von lokalem Käse und Wurstwaren auf dem Bauernhof „Torre den Quart“ bei Cala Morell
  • Pferdeshow „Somni“ in Son Martorellet
  • Hafenrundfahrt mit einem Glas­boden­boot in Mahón
  • 4 Ganztagesausflüge inkl. Eintritte:
    • Mahón – Punta Prima – Binibeca Vell
    • Küstenwanderung auf dem „Cami de Cavalls“ mit Badeaufenthalt
    • Naveta des Tudons – Son Bou – Torre d’en Gaumés – Es Mercadal – Cova d’en Xoroi
    • Lithica – Ciutadella – Cala Morell
  • 2 Halbtagesausflüge inkl. Eintritte:
    • S’Albufera d’es Grao Nationalpark – Monte Toro
    • Salinen von Mongofra und Addaia – Fornells
  • Durchgehend örtliche, deutsch­sprachige Reiseleitung (Tag 1 bis 7)
  • Persönliche und umsichtige TTS-Reisebetreuung
VORAUSSICHTLICHE FLUGZEITEN 
(JEWEILS ORTSZEIT):

15.09.2022
07:15 Uhr Abflug Stuttgart,
09:10 Uhr Ankunft Mahón

22.09.2022
10:10 Uhr Abflug Mahón,
12:05 Uhr Ankunft Stuttgart

Mindestteilnehmerzahl:
20 Personen

Zeiten / Programmänderungen vorbehalten

Hier können Sie sich das Reiseprogramm herunterladen

Hotelbeschreibung

4-Sterne-Hotel „Valentin Star“ in Cala’n Bosch: Sehr gutes Adults Only-Hotel (ab 18 Jahren). Im Südwesten der Insel gelegen, gegenüber des kleinen Yacht­hafens von Cala’n Bosch mit Restaurants, Bars und Geschäften. Der öffentliche Strand von Cala´n Bosch ist ca. 250 m entfernt, zum Naturstrand Son Xoriguer sind es ca. 500 m. 60 km vom Flughafen und 8 km von Ciutadella entfernt. Die komfortablen Zimmer sind geräumig und modern ausgestattet mit individuell regulierbarer Klimaanlage oder Decken­ventilator, Fliesenboden, Safe (gegen Gebühr), Kaffee-/Teezubereiter, Minibar bzw. Kühlschrank, Telefon, WLAN, Sat-TV, Musikkanal, Badewanne oder Dusche, WC, Haartrockner, Balkon oder Terrasse. Einzelzimmer = Doppelzimmer zur Einzel­nutzung. Das 2-stöckige Gebäude verfügt über 3 Aufzüge, Restaurant (Früh­stück- und Abendbuffet mit Live-Cooking und abwechslungsreichen Themen­aben­den), „Sa Terrassa“-Bar am Yachthafen, Pool-/ Snackbar, Garten, Sonnen­terrasse, Außen­poolanlage mit Whirlpool, Sonnen­schirmen, Liegestühlen und Balinesischen Betten, WLAN in der gesamten Hotel­anlage ohne Gebühr, Animation (Yoga, Aquafitness, Pilates), Abendunterhaltung.