Baskenland & Galicien

Reiseprogramm Baskenland & Galicien über den Jakobsweg
Baskenland & Galicien
Kulturhöhepunkte entlang des Jakobswegs von Bilbao nach Santiago de Compostela
Reisetermin: 15. bis 23. September 2022 / 9 Tage

Natur, Mystik, Geschichte und Kultur vereinen sich entlang einer einzigartigen Route. Der Jakobsweg ist für Christen, was die Pilgerreise nach Mekka für Moslems ist: ein Weg, den man mindestens einmal im Leben beschritten haben muss. Aber der Jakobsweg ist nicht nur für Pilger unabdingbar, sondern bietet allen Interessierten die Möglichkeit, seinem Verlauf zu folgen und dabei einen für viele noch unbekannten Teil Spaniens kennen zu lernen, der reich an historischen, künstlerischen und kulturellen Schätzen ist und dazu noch einzigartige Landschaften und wohl die beste Küche Spaniens zu bieten hat.

Unsere Reise startet in der Hauptstadt des Designs, in Bilbao, mit einem der weltweit schönsten Gebäude, dem 1997 erbauten Guggenheim Museum, und endet im Sehnsuchtsort aller Pilger, in Santiago de Compostela, eine der vier Heiligen Städte der Welt, in der die sterblichen Überreste des Apostel Paulus ruhen. Der berühmte Wallfahrtsort und Ziel des Jakobswegs gehört seit 1985 zum UNESCO-Welterbe, der Pilgerweg erst seit 1993. Und zwischen diesen beiden großartigen Städten erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm voller Kontraste, das kulturell und kulinarisch keine Wünsche offen lässt. Begleiten Sie uns auf eine Reise für alle Sinne!

Unser Reise-Programm:

1. Tag, Donnerstag, 15.09.2022: Bilbao
Morgens Flug von Stuttgart nach Bilbao. Nach der Ankunft und Begrüßung durch unsere örtliche Reiseleitung in der größten Stadt des Baskenlandes fahren wir zunächst mit der Standseilbahn auf den Hausberg von Bilbao, den Artxanda. Dieses unterhaltsame Transportmittel bringt uns in weni­gen Minuten zu einem Aussichtspunkt auf über 800 m Höhe. Hier haben wir einen atem­be­raubenden Blick auf die Stadt und die Flussmündung. Mit der schönen Sicht auf die Hauptstadt der Biskaya in unseren Gedanken fahren wir mit der Standseilbahn zurück und weiter mit dem Bus durch das geschäftsreiche Stadtviertel Ensanche. Über die stolze und großzügig ange­legte Gran Vía Don Diego López de Haro, wo die Geschäfte der international bekannten Designer zu finden sind, gelangen wir zu unserem 4-Sterne-Hotel „Silken Indautxu“ in allerbester Lage im Zentrum von Bilbao. In nur 10 Mi­nuten erreichen wir zu Fuß das Vorzeigestück der Stadt: das strahlende welt­berühmte Guggenheim-Museum – ein „Raumschiff für die Kunst“, direkt in der Innenstadt gelegen. 2017 feierte das Museum seinen 20. Geburtstag. Das bedeutet auch: Seit über 20 Jahren ist Bilbao cool! Der renommierte Architekt Frank O. Gehry ließ ein Riesenschiff aus Titanium am Ufer des Río Nervión landen, ein architektonisches Statement, das die Welt noch nicht gesehen hatte. Das „futuristische Schiff“ ist längst Wahrzeichen der Stadt geworden. Die Riesenspinne, die uns vor dem Museum begrüßt, oder die tausend Farben, die sich in den Titanplatten des Museums widerspiegeln, versetzen uns augenblicklich in eine Zauberwelt. Dieser Eindruck hält beim Anblick der Sammlungen im Inneren weiter an. Der spektakuläre Bau beher­bergt auf 11.000 qm Ausstellungsfläche meist abstrakte und moderne Kunst­werke der Spitzenklasse sowie Videokunst zeitgenössischer Künstler. So viel Kunst macht hungrig und durstig. Also auf zur abendlichen Tour durch die Innenstadt. Es ist Essenszeit, und bald sind auch wir bei unserem Lokal ange­langt, in dem wir uns an den traditionellen „Pintxos“ – kleine Köst­lichkeiten, meist aus landestypischen Produkten – zusammen mit den Weinen der Re­gion, u. a. dem Txacolí, ein prickelnder dynamischer Weißwein, erfreuen kön­nen. Die appetitlichen Häpp­chen werden von den Einheimischen stilgerecht stehend direkt am Tresen genossen. Nach einem anstrengenden Tag gönnen wir uns jedoch den Luxus, diese bequem an reservierten Plätzen am Tisch zu genießen. Die typischen Pintxos-Lokale bieten eine tolle Gelegenheit, die Basken und ihre Liebe zu gutem Essen kennen zu lernen. Auf dem Rückweg zu unserem Hotel können wir noch einen ganz besonderen Ort besuchen: die Plaza Nueva. Der schöne Platz bietet zahlreiche Bars und Tavernen sowie zahlreiche reizende Straßencafés und typische Konditoreien. Bilbao hat eine bunte Café-Kultur. Also warum nicht zum Tagesabschluss einen Kaffee und die süßen Spezialitäten Bibaos, Sanutillos a la crema (gefüllte Blätterteigröll­chen) und Pastel de arroz (Reiskuchen), probieren? Übernachtung in Bilbao.

2. Tag, Freitag, 16.09.2022: Bilbao – San Sebastian – Pamplona
Nach dem Frühstück erkunden wir den ältesten Teil der Stadt Bilbao. Hier schlendert man am besten über das Kopfsteinpflaster und lässt den tradi­tionellen Charakter der Stadt auf sich wirken. So lassen sich auf einem gemütlichen Spaziergang schöne Monumente, lauschige Plätze, Kunsthand­werksstätten und allerlei Geschäfte entdecken. Zu den beliebtesten Gegen­den gehören die „Las 7 Calles“, sieben parallel verlaufende Straßen. Auf ihnen und ihrer Umgebung befindet sich u. a. die größte Markthalle Europas, der Mercado de la Ribera, die durch ihre bunten Glasfenster besticht und in der man nicht nur essen, sondern sich auch seine eigenen Einkäufe zubereiten lassen kann. Dazu kommen die Kirche San Antón, die Santiago-Kathedrale – schönste und gleichzeitig älteste Kirche der Stadt – oder die Börse. Zum Abschluss kommen wir an den augenfälligen U-Bahn-Eingängen vorbei, die nach ihrem Bauherrn liebevoll „Fosteritos“ genannt werden. Die Metro von Bilbao ist ein Werk des berühmten Architekten Norman Foster. In der Stadt findet man zahlreiche Bauwerke weiterer berühmter Architekten, wie z. B. die Zubi-Zuri-Brücke des Spaniers Santiago Calatrava, den Kongresspalast von Federico Soriano oder die „Glastürme“ von Isozaki. Am späten Vormittag fah­ren wir nach San Sebastian, Kulturhauptstadt Europas 2016 und – nach Vi­toria – drittgrößte Stadt des Baskenlandes. Wir besuchen zuerst die Altstadt und sehen u. a. die Kirche Santa Maria del Coro und die Plaza de la Consti­tución – das Herz der Stadt. In seinen herrlichen Belle-Epoque-Gebäuden be­heimatete San Sebastian im 19. und 20. Jh. einst die europäische Bourgeoisie. Heute ist die Stadt der Starköche ein beliebter Erholungsort. Berühmt ist das mondäne Seebad auch für den schönsten Stadtstrand Spaniens, die muschel­förmige Concha-Bucht am Golf von Biskaya. Zwei Berge mit Turm flankie­ren die Bucht – der Monte Urgull im Osten und der Monte Igueldo im Westen, auf den wir mit der Zahnradbahn hochfahren, um den Traumausblick über die Stadt und die Bucht Bahia de la Concha zu genießen. Wieder auf Mee­reshöhe angekommen besichtigen wir den „Kamm der Winde“, eine Statue des berühmten Künstlers Eduardo Chillida, direkt am Meer auf den Fel­sen errichtet. Anschließend Fahrt nach Pamplona, Hauptstadt der Region Navarra. Hier treffen wir sie wieder – die Wallfahrer. Mitten durch Pamp­lona führt nämlich seit dem Mittel­alter ein Zweig des Jakobswegs. Wir wer­den uns diese herrlich in den Bergen gelegene Stadt mit ihrem hervorragend erhaltenen Altstadtkern genauer ansehen und feststellen, warum der ame­rikanische Autor Ernest Hemingway Pamplona so sehr geliebt hat. Abend­essen und Übernach­tung im 4-Sterne-Hotel „Maisonnave“ im Herzen von Pamplona, nur 50 m vom Rathaus entfernt, gelegen.

3. Tag, Samstag, 17.09.2022: Ronvesvalles – Leyre – Sangüesa – Pamplona
Unser erstes Ziel heute ist Roncesvalles, wo wir die Kirche Iglesia Colegial besuchen. Danach fahren wir zum Kloster Leyre, von wo wir einen weiten Blick über den gewaltigen Yesa Stausee haben. Es liegt einsam, inmitten von Kalksteinklippen, in einer großartigen Landschaft. Im 11. Jh. war die Abtei ein bedeutendes geistliches Zentrum, im 12. Jh. begann der Niedergang, und im 19. Jh. wurde das Kloster aufgegeben, bis Benediktiner es 1954 restaurier­ten. Die Krypta hat unge­wöhnlich kurze Säulen mit stämmigen Kapitellen. Wundervoll ist der gregorianische Gesang der Mönche. Weiterfahrt nach Sangüesa, einem mittelalterlichen Städtchen, gegründet im 12. Jh. Die Stadt ist berühmt für ihre romanische Kirche Santa Maria la Real, deren figuren­reiches Südportal nicht nur Kunstinteressierte fasziniert. Sehenswert sind auch die Kirchen Santiago und San Francisco. Rückfahrt nach Pamplona. Abendessen im Hotel. Anschließend noch Lust auf einen Altstadtbummel? Zahllose stimmungsvolle Kneipen laden dazu ein, und die besten Tapasbars der Stadt warten gleich um die Ecke unseres Hotels.

4. Tag, Sonntag, 18.09.2022: Pamplona – Rioja – Haro – Santo Domingo de la Calzada – Burgos
Nach dem Frühstück verlassen wir Pamplona, dominiert von seiner großarti­gen Zitadelle, und fahren nach Haro, einem der bekanntesten Weinorte in der Region Rioja. Hier kommen Weinkenner voll auf ihre Kosten. Wir besu­chen die Weinkellerei Bodegas Bilbaínas. 1859 wurde der Grundstein für die Bodega gelegt, und im Jahre 1901 wurde die Kellerei zur Gesellschaft Bode­gas Bilbaínas. Die bekannte Marke Codorniu kaufte die Kellerei 1997 auf und renovierte und erweiterte diese im gleichen Jahr. Heute besitzt die Bodega 250 ha Weinberge in den Gemeinden Haro und Villalba de Rioja. In ihren Weinkellern ruhen 25.000 Barriquefässer, die insgesamt eine Kapazität von 7,5 Mio Liter Wein haben. Die Bodegas Bilbainas produzieren jährlich 2,4 Mio Flaschen, von denen 45% Rotwein Reserva, 3% Rotwein Gran Reserva, 42% Rotwein Crianza und 10% Sekt darstellen. Wir besichtigen die alten und mo­dernen Einrich­tungen, wobei uns die verschiedenen Verarbeitungsprozesse erklärt werden. Abschließend folgt eine Kostprobe der kostbaren Tropfen. Weiterfahrt nach Santo Domingo de la Calzada, eine der wichtigsten Sta­tionen auf dem alten Pilgerpfad. Und kaum ein Ort am Jakobsweg ist so berühmt wie Santo Domingo. Der Grund: In der Kathedrale gibt es neben Altar und Kreuzgang auch einen Hühnerstall. Darin leben, scharren und gackern eine lebendige weiße Henne und ein ebenso weißer Hahn – warum? Wir werden es ganz sicher bei unserem Besuch der Kirche erfahren! An­schließend Fahrt nach Burgos. Abendessen und Übernachtung im 4-Sterne-Hotel „Sercotel Corona de Castilla“, ideal im Zentrum von Burgos gelegen.

5. Tag, Montag, 19.09.2022: Burgos – Fromista – Leon
Der heutige Tag ist der Besichtigung von Burgos gewidmet. Der 884 gegrün­dete Ort liegt auf 900 m Höhe und glänzt mit prachtvollen Bauten, mittelal­terlicher Romantik sowie platanen­gesäumten Promenaden. Der Pilgerweg führt direkt an den schönsten Baudenkmälern vorbei. Unbestrittener Hö­hepunkt und unübersehbar ist die Kathedrale, nach Sevilla und Toledo die drittgrößte Spaniens und seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe. Mit ihren zahlreichen Türmchen, hohen Strebepfeilern, dem skulpturengeschmück­ten Kreuzgang und Figuren an den Fassaden gehört sie zum Besten, was gotische Architektur in Spanien zu bieten hat. Seit 1221 arbeiteten auch deutsche Baumeister, wie Hans von Köln aus dem Rheinland, an dem Lang­zeitprojekt. Er war verantwortlich für die 84 m hohen Zwillingstürme an der Hauptfassade. Zu den Besonder­heiten der Kathedrale gehören die Kapellen, vier davon in der Größenordnung kleinerer Landkirchen. Weitere Sehenswür­digkeiten der Stadt sind der Arco de Santa Maria, ein mit imposanten Statuen geschmückter Torbogen, die Casa del Cordón aus dem 15. Jh. und die Kirche San Nicolás oberhalb der Kathedrale. Am späten Nachmittag machen wir uns auf nach Fromista mit der Kirche San Martin, ein Meisterwerk roma­nischer Architektur und Symbol des Jakobswegs. Unsere nächste Station auf dem Pilgerweg ist León. Übernachtung im 4-Sterne-Hotel „Santiago León“, am Stadtrand von León gelegen. Vor dem Abendessen im Hotel können wir noch im Garten entspannen und im Innen- oder Außenpool des Hotels schwimmen gehen.

6. Tag, Dienstag, 20.09.2022: Leon – Astorga – Cruz de Ferro – Ponferrada
Vormittags Stadtrundgang durch die frühere Königs- und heutige Univer­sitätsstadt León. Zentraler Platz und Drehscheibe zwischen Neu-und Alt­stadt ist die Plaza de San Marcelo. Gegenüber dem Rathausplatz hat der katalanische Architekt Gaudí den neogotischen Palast Casa de Botines bauen lassen. Gleich daneben liegt der Palacio de los Guzmanes, ein aus dem 16. Jh. stammender Renaissance-Bau mit schönem Innenhof. Von hier aus sieht man das berühm­teste Bauwerk von León, die gotische Kathedrale Sta. Maria de la Regla aus dem 13. Jh. mit ihren wunderschönen, leuchten­den Bleiglasfenstern. Das neben der Kathedrale bedeutendste Bau­werk der Stadt ist die in den römischen Wall hineingebaute Basílica de San Isidoro. In ihr ist ein romanisches Mausoleum mit einem einzigartigen Freskenzyklus beherbergt, in dem mehr als 20 Monarche ruhen. Nach unserer Besichtigung der beiden beeindruckenden Gotteshäuser fahren wir nach Astorga, wo die Silberstraße in den Jakobsweg mündet und der pompöse Bischofs­palast von Antoni Gaudi steht, und weiter zum Bergdorf Foncebadón. Ca. halbstün­diger Aufstieg auf den Pass von Rabanal zum Cruz de Ferro auf 1.500 m Höhe, dem berühmten auf einem Baumstamm montierten Eisenkreuz, an dem die Pilger traditionsgemäß einen mitgebrachten Stein ablegen. Das Kreuz in den Montes de León steht in einem Steinhaufen, der von den Pilgern dadurch stetig vergrößert wird, und markiert den höchsten Punkt des Ja­kobswegs Camino Francés am Monte Irago. Das Ablegen des Steins symbo­lisiert die Sünden, die man hier hinter­lässt. Nachdem wir uns unserer „Laster“ entledigt haben, unternehmen wir den ca. einstündigen Abstieg von Riego de Ambrós durch das Bergland zur Gemeinde Molinaseca, durch die der Rio Meruelo, überspannt von einer alten romanischen Brücke, fließt. Von dort Weiterfahrt zu unserem heutigen Etappenziel am Jakobsweg, Ponferrada. Die Hauptstadt der historischen Landschaft El Bierzo wird dominiert von der beindruckenden Burg „Castillo de Ponferrada“, die der Templerorden im 12. Jh. zum Schutz der Jakobspilger errichtete. Übernachtung im 4-Sterne-Hotel „Temple Ponferrada“, direkt neben dem Park Temple im Zentrum der kleinen Altstadt Ponferradas gelegen. Das Hotelrestaurant „Comendado­res“ bietet uns zum Abendessen typische Gerichte aus der Region Bierzo an.

7. Tag, Mittwoch, 21.09.2022:
Las Medulas – O Cebreiro – Kloster San Julian – Santiago de Compostela
Unweit von Ponferrada befindet sich das Naturdenkmal Las Medulas, seit 1997 UNESCO-Welterbe. In dieser Mine wurden im 1. und 2. Jh. die damals größten Goldvorkommen abgebaut – ein eindrucksvolles Beispiel für techno­logische Innovation in der Römerzeit. Die außergewöhn­liche Landschaft der Region zeugt von römischer Bergbautechnik, und die Berge aus roter Erde bilden ein weltweit einzigartiges Landschaftsbild. Fahrt nach O Cebreiro und Rundgang durch die Keltensiedlung mit strohgedeckten Rundhütten, den Pallozas, und der vorromanischen Kirche Sta. Maria. In Samos sehen wir das Benediktinerkloster San Julian. Die mächtige barock-klassizisti­sche Anlage hat im 18. Jh. ein Mönch des Klosters entworfen. Es besitzt den größten Kreuzgang am Jakobsweg. Anschließend Fahrt nach Santiago de Compostela. Übernachtung im 4-Sterne-Hotel „Congreso“ in ruhiger Lage der Gemeinde Teo, ca. 6 km vom Ortszentrum Santiago de Compostelas entfernt. Entspannen wir uns im Innenpool des Hotel-Spas, bevor wir beim Abendessen im Hotelrestaurant die galizische Küche serviert bekommen.

8. Tag, Donnerstag, 22.09.2022: Santiago de Compostela
Den heutigen Tag verbringen wir in Santiago de Compostela, der Haupt­stadt Galiciens und meistbesuchter Wallfahrtsort Spaniens. Hauptanzie­hungspunkt und Ziel aller Jakobspilger ist die mächtige Kathedrale aus dem 11. – 13. Jh., in der das Grab des Apostels Jakobus liegt. Vom Obrado­iro-Platz, der von prächtigen Gebäuden eingerahmt ist, erreicht man über die barocke Freitreppe die “Portico de la Gloria”, eine absolute Spitzenleistung romanischer Bildhauerkunst: Christusszene, Propheten, Engel, die 24 Ältes­ten der Apokalypse mit verschiedensten Musik­instrumenten, das Fegefeuer und das Weltgericht. In der Mitte thront der Hl. Jakobus auf einer Säule, an die die Pilger ihre Hände legen, um ihn um die Erfüllung ihrer geheimsten Wünsche zu bitten. Sein Grabmal ist in der Krypta unter dem Hauptaltar. Hin­ter dem Altar führt eine Treppe zu der Statue des Heiligen, die von den Pilgern umarmt werden kann. Zum Abschluss unserer Reise wartet dann noch ein ganz besonderes Highlight auf uns, die Pilgermesse im Hauptaltar der Ka­thedrale. Als Willkommensgruß wird zu Beginn der Messe um 12 Uhr die Liste mit den Pilgern, die in Santiago angekommen sind und in den letzten 24 Stun­den ihre Compostela beantragt haben, vorgelesen. Nebst dem Namen wird die Nationalität und den Ausgangspunkt ihrer Wallfahrt angegeben. Tradi­tionsgemäß verbrachten die Pilger die Gebetszeit der Pilger­messe, indem sie Gott für die erlebten Erfahrungen während des Abenteuers und für das Erreichen des Zieles dankten. Bei manchen Pilgermessen (Termine werden kurzfristig fest­gelegt!) kommt eines der bedeutendsten Symbole der Kathed­rale von Santiago als Hommage der Stadt Santiago an die Pilger zum Einsatz: der Botafumeiro, ein riesiges Weihrauchfass aus ver­silbertem Messing (53 kg schwer und 1,5 m hoch), das von acht Spezialisten, den „Tiraboleiros“, in­nerhalb der Kathedrale geschwungen wird. Es hängt von der ca. 20 m hohen Kuppel an einem Flaschenzug und erreicht im schwunghaften Flug eine Ge­schwindigkeit von 68 km/h. Es ist eines der größten Wahrzeichen der Kathe­drale und vielleicht der größte Weihrauchkessel der Welt. Sein Duft besitzt symbolische Bedeutung für das Gebet und die spirituelle Reinigung: „Wie ein Rauchopfer steige mein Gebet vor dir auf!“ (Psalm 141, 2). Von der Kathedrale aus führt die Rua do Franco geradewegs auf Santiagos Stadtpark Carballeira de Santa Susana zu und mündet zunächst in den terrassengesäumten Platz Porta de Faxeiras. An der Alameda stehen still und gusseisern die zwei Ma­rias. Über das Pilgertor Porta do Camiño führt der Weg zum Kloster Santo Domingo de Bonaval aus dem 18. Jh. Von hier gehen wir zur Praza de San Miguel dos Agros, um das kleine Pilgermuseum der Stadt zu besuchen. Das gotische Haus gibt einen Über­blick über die Geschichte der Wallfahrt nach Santiago. Die Stadt mit ihren unzähligen Kirchen, Palästen, prächtigen wie lauschigen Plätzen und Arkadengassen gewinnt ihr besonderes Flair durch die kontrastreiche Mischung von Pilgertouristen, Studenten und den Bauern der Umge­bung, die zu den Markttagen die Stadt überschwemmen. So besu­chen auch wir den Mercado de Abastos, den wichtigsten und traditions­reichsten Markt der Stadt und nach der Kathedrale auch der meistbesuchte Ort in Santiago. Er ist ein überaus authentischer Markt, der von der Gastro­nomie – es gibt eine Unmenge an frischem Fisch und Meeresfrüchten, aber auch Obst, Gemüse, Blumen, Käse, u. v. m. – und von den Sitten und Bräuchen der Region zu erzählen weiß. Er befindet sich in einem Gebäude-Komplex, der schon für sich alleine genommen ein sehens­wertes Baudenkmal ist. Wir werden einige Kostproben der auf dem Markt angebotenen landestypi­schen Produkte nehmen. Freuen wir uns schließlich am Abend auf unser Abschieds­essen mit regionalen Spezialitäten inkl. Wein in einem typi­schen Galizischen Restaurant. Übernachtung in Santiago de Compostela.

9. Tag, Freitag, 23.09.2022: Santiago de Compostela – Abreise
Nach dem Frühstück kurze Busfahrt in die Innenstadt von Santiago de Com­postela und Freizeit. Gegen Mittag Transfer zum Flughafen von Santiago de Compostela und Rückflug nach Stuttgart.

Veranstalter: TTS Trautner-Touristik GmbH, Württembergstr. 317, 70327 Stuttgart,
Telefon: +49 (0) 171 7463530, E-Mail: petra.meyer@trautner-touristik.de

Unser Reisepreis und Leistungen:
2.195,- EURO

pro Person im Doppelzimmer Einzelzimmer-Zuschlag: 298,- EURO

  • Linienflug mit Lufthansa von Stuttgart nach Bilbao und zurück von Santiago de Compostela nach Stuttgart (jeweils via Frankfurt) inkl. aktueller Steuern und Gebühren sowie 23 kg Freigepäck
  • 8 x Übernachtung mit Frühstück in den angegebenen (oder gleich­wer­tigen) 4-Sterne-Hotels der gehobenen Mittelklasse
  • 6 x Abendessen in den Hotels
  • Pintxos-Abendessen (lokale Delika­tessen-Häppchen inkl. Wein) in einem typischen Restaurant in Bilbao
  • Typisch Galizisches Abschiedsabend­essen inkl. Wein in einem Restaurant in Santiago de Compostela
  • Führung mit Weinprobe in der Weinkellerei Bodegas Bilbainas in Haro
  • Diverse kulinarische Kostproben auf dem Abastos Markt in Santiago de Compostela
  • Standseilbahn-Fahrt Artxanda in Bilbao
  • Zahnradbahn-Fahrt Monte Igueldo in San Sebastian
  • Besuch der Pilgermesse in der Kathedrale von Santiago
  • Transfers, Ausflüge und Rundreise im modernen Reisebus lt. Programm
  • Sämtliche Eintrittsgelder lt. Pro­gramm: Guggenheim Museum, Kathedrale Burgos, Kathedrale Santo Domingo de la Calzada, Basilica de San Isidoro, Kathedrale St. Maria de la Regla in León Bischofspalast Astorga, Museo de los Caminos Astorga, Benedik­tinerkloster San Julian, Kathedrale Santiago de Compostela, Pilgermuseum Santiago de Compostela
  • Audioguides
  • Lokale Stadtführer in Bilbao, Burgos und Santiago de Compostela
  • Örtliche deutschsprachige Reiseleitung während der Rundreise
  • Persönliche und umsichtige TTS-Reisebetreuung
Voraussichtliche Flugzeiten
(jeweils Ortszeit):

15.09.2022
08:30 Uhr Abflug Stuttgart,
13:30 Uhr Ankunft Bilbao

23.09.2022
14:05 Uhr Abflug Santiago de C.,
19:30 Uhr Ankunft Stuttgart

Mindestteilnehmerzahl:  15 Personen

Flugplan / Zeiten / Programmänderungen vorbehalten

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