Armenien und Georgien

Armenien und Georgien
Armenien und Georgien – Vom Ararat zum Kaukasus
Uralte und faszinierende Kultur- und Naturschätze
Reisetermin: 16. bis 27. September 2021 / 12 Tage

Wir führen Sie zu den Kulturschätzen zwischen Ararat und Kaukasus, auf eine Reise durch die Geschichte des Christentums, von den frühchristlichen Klöstern Armeniens bis zum imposanten religiösen Zentrum Georgiens. Erleben Sie bei dieser Studienreise die beeindruckende Architek­tur, die atem­beraubenden Landschaften und die reiche Kultur dieser beiden ehemaligen Sowjetrepubliken.

Der kleine, geschichtsträchtige Staat Armenien am Südrand des Kaukasus ist nur etwa so groß wie Brandenburg und zählt nur knapp über 3 Millionen Einwohner – und ist dabei so vielfältig wie kaum ein anderes Land. Der Kaukasus-Staat ist seit 1991 unabhängig und bietet Neuland für alle Kultur- und Naturinteressierte, eine Entdeckungsreise zu faszinierenden Klöstern und Kirchen – davon zahlreiche UNESCO-Weltkulturerbestätten, in die weltberühm­ten Kognak-Destillerien, zu alten Weingütern und durch einzigartige Naturlandschaften des Kaukasus. Hier kamen die Völker – hier gingen sie – und hinterließen eine beeindruckende Ansammlung von griechischen Tempeln, Palästen und vorchristlichen Höhlenstädten. Mit über 1.700 Jahren Geschichte ist Armenien eine der ältesten christlichen Bastionen und die Armenische Apostolische Kirche die älteste Staatskirche der Welt. Armenien bezaubert auch – und nicht zuletzt – mit seiner Lage, von hohen Bergen des Kaukasus umschlossen. Im Ararat-Gebirge soll nach der Sintflut die Arche Noah gestran­det sein. Der heilige Berg Ararat liegt heute zwar geographisch in der Türkei, aber er ist im Herzen der Armenier und von fast jeder Stelle des Landes zu sehen. Die 2.800 Jahre alte Hauptstadt Jerewan, eine der ältesten Städte der Welt, liegt auf 1.000 m Seehöhe, die „Blaue Perle“, der Sewan-See, auf 2.000 m. Ein Land, das Sie in Staunen versetzen wird!

Auch Georgien ist für die meisten noch ein „weißer Fleck“ auf der touristischen Landkarte. Das „Italien des Ostens“, wie das Land seit seiner Unabhängig­keit 1991 genannt wird, hält unzählige verborgene Reize für seine Besucher bereit: Hinter restaurierten Stuckfasaden, wieder auf­lebender Orthodoxie und üppigen Weinfeldern wartet manch überraschende Begegnung. Wer durch das „wilde Georgien“ reist, erlebt grandiose Landschaften und eine beeindru­ckende Kultur. Wir besuchen die quirlige Hauptstadt Tiflis, welche Geschichte und Moderne stilvoll verbindet, majestätische Berge rund um Stephants­minda, uralte Siedlungen und Höhlenstädte sowie Klöster und Kirchen – jede für sich faszinierend und daher nie langweilig, weil man sich an dem Gesamtkunstwerk und seiner Umgebung nie satt sehen kann. In Georgien erwartet uns eine Gastfreundschaft, wie man sie kaum noch anderswo erlebt. Die Georgier werden uns das Gefühl geben, willkommen zu sein.

Man sagt, die Armenier und Georgier drücken ihre Liebe in der Küche aus, und jeder, der hier einmal so richtig getafelt hat, wird dem zustimmen! Während unserer Reise lassen wir uns in ausgewählten, ganz besonderen Restaurants von der authentischen armenischen und geor­gi­schen Küche verzaubern und lernen bei unseren Weinverkostungen die uralte Weinbautradition kennen und schätzen.

Noch sind die beiden Kaukasus-Staaten ein Geheimtipp – kommen Sie mit uns und erleben eine Region, welche auf kleinem Raum so abwechslungsreich ist und so viel Faszinierendes, Einzig­artiges, Reizvolles und Neues bietet!

Unser Reise-Programm:

1. Tag, Donnerstag, 16.09.2021: Anreise
Abends Linienflug von Stuttgart nach Jerewan.

2. Tag, Freitag, 17.09.2021: Jerewan
Ankunft am Flughafen von Zvartnots in Jerewan am sehr frühen Morgen. Empfang durch unsere örtliche Reiseleitung und Transfer zum Hotel „Tu­fenkian Historic“ in Jerewan. Zimmerbezug und Übernachtung. Gemeinsa­mes Frühstück im Hotel. Am späten Vormittag Stadtrundfahrt in Jerewan. Während der Tour sehen wir das Regierunghaus, das Auswärtige Amt, das zentrale Postamt, die Nationale Gemäldegalerie und den Republik-Platz mit seiner traditio­nell armeni­schen Architektur. Hier besuchen wir das Histori­sche Museum, wo wichtige archäologische Sammlungen aus der Steinzeit bis zum Mittelalter ausgestellt sind. Vor dem Museum wird der Platz durch einen großen Springbrunnen belebt, die so genannten „Singenden Fontänen“. Be­such der bunkerähnlichen Genozid Gedenkstätte mit dem Museum, welche den Opfern des Genozids im Jahre 1915 gewidmet sind. Anschließend bewun­dern wir die einzigartige Handschriften-Sammlung im „Mantenadaran“. Mesrop Maschtoz entwickelte für die armenische Sprache ein eigenes Al­phabet, wodurch schon bald in den Klöstern des Landes tausende wertvolle Hand­schriften entstanden. Ein Willkommen-Abendessen im armenischen Spezialitäten-Restaurant „Yerevan Pandok“ in Jerewan rundet den heuti­gen Tag ab. Übernachtung in Jerewan.

3. Tag, Samstag, 18.09.2021: Chor-Virap – Areni – Noravank
Fahrt zum Kloster Chor-Virap, dessen Ursprung auf das 4. Jh. zurück geht. Das Kloster hat eine sehr lebhafte und ereignisreiche Geschichte, sowohl eine religiöse, als auch eine weltliche. Es befindet sich im Ararat-Tal, wie gemalt auf einem Hügel gelegen, direkt gegenüber des sich heute auf tür­kischem Gebiet befindenden biblischen Berges Ararat, wo nach der Sintflut die Arche Noah gestrandet sein soll. Magisch ist der Blick vom Kloster auf die Firnkuppe des 5.165 m hohen Ararat. Nirgendwo in Armenien ist man dem Berg so nah wie hier. Die Bedeutung des Klosters ist auf Gregor den Erleuchter zurückzuführen, der hier 13 Jahre lang in einem heute noch zu be­sichtigenden, unterirdischen Verlies eingekerkert war, bevor er im Jahre 301 den armenischen König Tiridat III. taufte und das Christentum in Armenien einführte. Er gilt als der erste armenische Katholikos. Nach der Klosterbe­sichtigung kommen wir bei einer Weinprobe im Weingut Tuschpa in den Genuss einer der ältesten Weinsorten der Welt. Weiterfahrt nach Vajots Dzor zum Mittagessen bei einer armenischen Bauernfamilie mit Erklä­rung sowie Verkostung der heimischen Kräuter und des lokal hergestell­ten Hausweins. Anschließend besichtigen wir in Areni eine Wohnhöhle, die bereits vor 6.000 Jahren bewohnt war und wo Weinkrüge und der älteste Lederschuh der Welt gefunden wurden. Gemäß archäologischer Untersu­chungen weisen die Krüge und Traubenkerne darauf hin, dass hier schon vor sechs Jahrtausenden Wein hergestellt wurde. Dann geht es zum bedeu­tenden Kloster Noravank, ein großes religiöses und kulturelles Zentrum Südarmeniens im 13. Jh. Seine Lage an einem unzugänglichen Ort am Ende der Amaghu-Schlucht, inmitten der roten Felsen und beeindrucken­der Natur, fasziniert jeden Besucher. Abendessen im Restaurant „Vostan by Tsirani“ in authentischer Atmosphäre eines Gebäudes aus der Zarenzeit mit schö­nem Innenhof und kulinarischen Spezialitäten. Übernachtung in Jerewan.

4. Tag, Sonntag, 19.09.2021: Jerewan – St. Hripsime – Etschmiatsin – Zvartnots – Brandy-Fabrik
Am Morgen besuchen wir die eindrucksvolle quirlige Markthalle von Jere­wan. Danach Besuch der Kirche St. Hripsime, die als wahres Juwel Arme­niens gilt. Die Kirche wurde von 301 bis 303 n. Chr. unter der Herrschaft des armenischen Königs Tiridat III. und des ersten armenischen Katholikos, St. Gregor dem Erleuchter, gebaut und gilt als die charakteristischste aller arme­nischen Kirchen. Anschließend Fahrt in das ca. 20 km von Jerewan entfernte Etschmiatsin. Die Kathedrale von Etschmiatsin ist ein wichtiger Pilgerort für alle Armenier in der ganzen Welt. Der Bau wurde im 4. Jh. begon­nen. Sie wurde über den Fundamenten einer heidnischen Kultstätte gebaut, aber inzwischen – besonders im 17. Jh. – bestens restauriert. Etschmiatsin war der Sitz des Katholikos im 4. und 5. Jh. und dient seit 1441 wieder als Katho­likosresidenz sowie als Aufbewahrungsort vieler unschätzbar wertvoller Reliquien der armenischen Kirche, zu denen auch ein Stück der Arche Noah gehört. Wir hoffen, hier – in der ältesten Kirche des Landes – die Gelegenheit zu haben, an einem liturgischen armenischen Gottesdienst teilnehmen zu können (vorbehaltlich Veranstaltungsplan). Das heutige Mittagessen neh­men wir in der Kunstschule „Miasnutyan Chatsch“ ein. Hier sehen wir auch, wie Gata (Kuchen) gebacken wird. Einen weiteren Stopp legen wir bei den teil­weise restaurierten Ruinen des Tempels Zvartnots ein, einer Perle der Ar­chitektur des 7. Jhs. und UNESCO-Weltkulturerbe. Nach der Besichtigung des wohl prächtigsten Sakralbaus von Armenien Besuch einer armenischen Brandy-Fabrik, in der wir uns die Herstellung, die auf das Jahr 1887 zurück geht, erklären lassen und natürlich auch den viel gelobten armenischen Weinbrand verkosten werden. Abendessen im familiären Restaurant „At Gayane‘s“, dessen einzigartige heimelige Atmosphäre und typisch arme­nische Gerichte, zubereitet von Frau Gayane, mehrfach ausgezeichnet wurden. Danach noch Lust, sich unter die Einheimischen zu mischen? Bes­ter Ort hierfür ist der belebte Platz der Republik mit dem allabendlichen Schauspiel der „tanzenden Wasserfontänen“, untermalt von klassischer Musik. Nach dieser fantastischen Lichtshow Übernachtung in Jerewan.

5. Tag, Montag, 20.09.2021: Garni – Geghard – Sevan-See – Dilijan
Heute fahren wir zum heidnischen Sonnentempel Garni, einem malerischen Denkmal aus der hellenistischen Zeit und ein beeindruckendes Meisterwerk der alten armenischen Architektur. Der Tempel ist dem Sonnengott geweiht und ragt beinahe unwirklich aus der Landschaft hervor. Das in die UNESCO-Weltkulturerbeliste eingetragene Felsenkloster Geghard oberhalb der Schlucht des Flusses Azat werden wir anschließend besuchen. Es ist ein unglaublich altes und prächtiges Kloster und liegt teilweise im Fels verbor­gen. Das Kloster wurde vermutlich mit fortschreitender Christianisierung zu Beginn des 4. Jh.s gegründet und zählt zu den bedeutend­sten Bauten der Armenischen Apostolischen Kirche. Ebenfalls charakteristisch sind die in das weiche Vulkangestein gehauenen Räume und Höhlen sowie die arme­nischen kunstvoll be­hau­enen Gedächtnissteine, genannt Chatschkar. Die Atmosphäre im Kloster ist mystisch-düster, die Einrichtung bis auf Reliefs mit Ochsen und Leoparden karg. Nichts sollte die Mönche von der inneren Spiritualität ablenken. In dieser einzigartigen Atmosphäre genießen wir ein Chor­konzert. Beim Mittagessen auf einem Bauernhof erleben wir das traditionelle Lavasch-Backen. Wir bewundern die Brotbackkünste unserer Gastgeber, wenn sie im Tonofen das köstliche armenische Fladenbrot für uns zubereiten. Dann geht es weiter zum Sevan-See, inmitten alpiner Wiesen und Wälder gelegen. Dieser riesige See, der bis zu 5 % der Fläche Armeniens einnimmt und etwa zweieinhalbmal so groß wie der Bodensee ist, liegt etwa 2.000 m über dem Meeres­spiegel und ist der zweithöchste Süßwasser­see der Welt und der größte des Kaukasus. Rost­gänse, Schwarzhalstaucher und Armenienmöwen sind hier zu Hause. Nach dem Besuch des malerisch auf einer Halbinsel gelegenen Klosters Sewanavank Weiterfahrt zum Nor­dende des Sewan-Sees nach Dilijan, einem der berühmten Kurorte Armeni­ens. Man sagt: „Hätte das Paradies Berge, Wälder und Mineralquellen, wäre es wie Dilijan“. Wegen seiner herrlichen und unberührten Natur wird Dilijan auch „Die kleine armenische Schweiz“ genannt. Abendessen und Über­nachtung im schön gelegenen Hotel „Best Western Paradise“ in Dilijan.

6. Tag, Dienstag, 21.09.2021: Dilijan – Fioletovo – Goschavank – Sanahin – Hagphat
Stadtrundgang in Dilijan im Altstadtviertel mit seinen eindrucksvoll res­taurierten Straßen und Besuch eines Kunststudios, in welchem wir die tradi­tionelle armenische Holzhandwerkskunst bewundern können. Anschließend Fahrt zunächst in das Dorf Fioletovo, in dem die Urchristen angesiedelt sind. „Molokanen“ nennen sich die Einwohner des Dorfes, die während der Fasten­zeit nur Milch trinken und deren Männer lange Bärte haben. Hier werden wir von einer Molokanen-Familie zum traditionellen Teetisch eingeladen. Bei Tee aus dem Samovar erfahren wir viel Spannendes über diese ethnische Minderheit, die an ihren alte Sitten und Bräuchen bis heute festhält. Danach besichtigen wir das Kloster Goschavank, malerisch gelegen und umgeben von waldreichen Bergen. Diese Perle der armenischen Baukunst war eine der berühmtesten mittelalterlichen Universitäten. Hier studierte man Musik und Sprachen und kopierte Hand­schriften. Zu Ehren des berühmten Autors des ersten armenischen Gesetzbuches Mchitar Gosch wurde der Klosterkomplex Goschavank benannt. Weiterfahrt in den Norden des Landes und Besichti­gung des UNESCO-Welterbe-Klosters Sanahin auf 1.057 m Höhe, das in der ersten Hälfte des 10. Jh.s gegründet wurde. Die dazugehörende Erlöser­kirche wurde im Auftrag der Königin Chosrovanusch, der Gattin des „barm­herzigen“ Aschot, errichtet. Die harmonische Abstimmung der nacheinander errichteten Gebäude des Bergklosters ist eine architektonische Meisterleis­tung. Abendessen und Übernachtung im Hotel „Qefilyan“ in Haghpat.

7. Tag, Mittwoch, 22.09.2021: Haghpat – Akhtala – Sadachlo – Tiflis
Besichtigung einer der mächtigsten Klosteranlagen, die in die UNESCO-Weltkultur­erbeliste eingetragen ist: Haghpat. Über das komplette Ge­lände des Klosters, das heute zur armenisch-apostolischen Kirche gehört, sind zahlreiche Chatschkare (kunstvoll gravierte Steine mit dem Aussehen von Kreuzen) und bischöfliche Grabstätten verteilt. Weithin sichtbar ist der mächtige freistehende Glockenturm. Der ganze Klosterkomplex bei Haghpat ist ein eindrucksvolles und sehr gut erhaltenes Beispiel der einzigartigen mit­telalterlichen armenischen Kunst und Architek­tur. Danach Fahrt zum Kloster Akhtala aus dem 10. Jh. Nach der Besichtigung des Klosters folgt ein Treffen mit Vertreterinnen der Frauenorganisation in Akhtala mit gemeinsamem Mittag­essen. Weiterfahrt zur armenisch-georgischen Grenze bei Sadachlo. Reiseleiter- und Bus­wechsel und Fahrt nach Tiflis. Mit einem Abendessen im traditionellen georgischen Restaurant „Breadhouse“ beschließen wir den Tag. Übernachtung im Hotel „Wyndham Grand Tblissi“ in Tiflis.

8. Tag, Donnerstag, 23.09.2021: Tiflis
Nach dem Frühstück Stadtbesichtigung der Alt-und Neustadt von Tiflis mit zahlreichen interessanten Sehenswürdigkeiten. Auf dem Rustaveli-Boulevard reihen sich Prachtbauten des 19. Jhs., die Besucher von Georgiens Hauptstadt einst vom „Paris des Ostens“ schwärmen ließen. In der Altstadt liegen alle Baudenkmäler nahe zusammen, so dass diese leicht durch einen kurzen Spaziergang erreichbar sind. Wir folgen den Spuren, die Osmanen und Christen hier hinterlassen haben. Zunächst Besichtigung der Metechi Kirche aus dem 12. / 13. Jh. und des Reiterstandbilds des Stadtgründers Wachtang Gorgassali. Von hier aus hat man einen wunder­baren Blick auf den Fluss Mtkwari, die Altstadt und die Umgebung von Tiflis. Weiter geht es vor­bei an den Schwefelbädern – die abends fakultativ besucht werden können – zur Nariqala Festung aus dem 4. Jh., zur Synagoge und zur Hauptkirche, der Sioni-Kathedrale, in der das Weinrebenkreuz der heiligen Nino – sie christi­anisierte Georgien – aufbewahrt wird. Die Antschischati-Kirche aus dem 6. Jh. ist die älteste Kirche der Stadt. (Bitte beachten, dass weib­liche Touristen in georgischen Kirchen ein Kopftuch anlegen müssen). Zum Abschluss unserer Stadtbesichtigung Besuch der Schatzkammer im Historischen Museum; hier können wir die glänzenden Zeugnisse der Geschichte, die Goldschmie­dekunst aus der Zeit des Goldenen Vlies, bewundern. Die kunstfertigen Ar­beiten sind in Vani gefunden worden, einer Tempelstadt im Westen Georgiens, die aus dem 7. bis 1. vorchristlichen Jahrhundert stammt. Anschließend Be­such bei einer NGO (Nicht-Regierungs-Organisation) und Gespräch über die Frauenrechte in Georgien oder Besuch der Caritas in Tiflis mit Projekt­vorstellung. Abendessen im urigen Brauerei-Restaurant „Golden Mug“. In dem populären Künstlerlokal erwartet uns georgisch-europäische Küche, frisch gebrautes tschechisches Bier und Live-Musik. Übernachtung in Tiflis.

9. Tag, Freitag, 24.09.2021: Mzcheta – Ananuri – Gergedi Dreifaltigkeitskirche – Stephantsminda
Morgens Abfahrt von Tiflis nach Mzcheta und Besichtigung der alten Haupt­stadt sowie des religiösen Zentrums Georgiens, das mit der Dschwari Kirche aus dem 6. Jh., die sich stolz an einen Felshang krallt, und der mächtigen Swetizchoveli Kathedrale aus dem 11. Jh., die das Gewand Christi beher­bergen soll, zum UNESCO-Welterbe zählt. Weiterfahrt entlang der Georgi­schen Heerstraße. Unterwegs Besuch der Wehrkirche Ananuri aus dem 17. Jh., einem der beliebtesten Fotomotive des Landes. Der Komplex umfasst religiöse, weltliche und militärische Gebäude. In der Burg befinden sich ein georgisches orthodoxes Kloster und zwei große Kirchen: die ältere kleinere Erlöserkirche und die 1689 erbaute große Entschlafung-der-Gottesgebärerin-Kirche, die sich durch einen reichen Reliefschmuck an den Außenwänden und Fresken im Innern auszeichnet. Die mächtige zinnenbewehrte Ringmauer ist durch einen quadratischen Bergfried (Scheupowari genannt) in der Mauer und mehrere Ecktürme verstärkt und noch in gutem Zustand. Von hier haben wir einen herrlichen Blick auf den Jinvali-Stausee. Dann geht es in unzähli­gen Serpentinen steil bergauf zu den Gipfeln des Kaukasus, entlang des Tergi-Flusses, mit Blick auf hochalpine Landschaften und über den 2.395 m hohen Kreuzpass zum Bergdorf Stephantsminda (Kasbegi) auf 1.700 m Höhe. Von hier werden wir mit Allrad­fahrzeugen zu der auf 2.170 m Höhe und inmitten einer unglaublich pittoresken Bergwelt gelegenen Gergeti Dreifaltigkeitskirche aus dem 14. Jh. gebracht. Wir nehmen uns ausreichend Zeit, um zu spazieren und die Eindrücke aufzusaugen. Wenn das Wetter mitspielt, kann man einen atemberaubenden Blick auf einen der höchsten Gletscher im Kaukasus und mit 5.047 m höchsten Berg Georgiens – den Kas­beg – erhaschen. Der hohe Bergkegel ist so auffällig, dass die Griechen einst den armen Prometheus an seine Hänge geschmiedet glaubten. Die Dreifal­tigkeitskirche vor dem schneebedeckten Kasbeg ist das bekannteste Fo­tomotiv Georgiens. Anschließend Besuch bei einer georgischen Künstlerin, die uns traditionelle Filzarbeiten zeigt und zum Tee mit Gebäck und Konfi­türe einlädt. Abendessen und Übernachtung im Hotel „Porta Caucasia“ in Kazbegi / Stephantsminda.

10. Tag, Samstag, 25.09.2021: Chardachi – Gori – Uplisziche – Tiflis
Heute verlassen wir den Großen Kaukasus und fahren zum namhaften Familienweingut „Iagos Weinkeller“ im Dorf Chardachi. Der Winzer baut seit vielen Jahren alte heimische Trauben­sorten wieder an und stellt Bio-Weine, die u. a. vom Wirtschaftsmagazin „Forbes“ ausgezeichnet wurden, nach georgischer Methode in Quvevris (eiförmige Tongefäße) her. Nach der Weinver­kostung Weiterfahrt entlang der alten Seidenstraße in die Kartli-Region nach Gori, der Geburtstadt Stalins. Außenbesichtigung seines Geburtshauses und gemeinsames Mittagessen im Restaurant „Nacharm­agavi“. Danach Fahrt zur uralten Höhlenstadt Uplisziche aus dem 1. Jahr­tausend v. Chr., durch die ein Zweig der legendären Seidenstraße führte. Die Stadt­struktur mit mehreren Straßen, einem Theater und verschiedenen Palästen ist auch heute noch gut nachvollziehbar. Wir erkunden die riesige Anlage mit ihren bizarren Gesteinsformationen, begehbaren Grotten und ge­nießen die Ausblicke ins Tal. Fahrt nach Tiflis. Abendessen im Restaurant „Metekki“ mit grandioser Aussicht auf das nächtliche Tiflis. Übernachtung im Hotel „Wyndham Grand Tbilisi“ in Tiflis.

11. Tag, Sonntag, 26.09.2021: Bodbe – Signagi – Rustavi – Tiflis
Zunächst Fahrt zum Nonnenkloster Bodbe aus dem 4.-8. Jh., in dem die Apostelin Nino – sie christianisierte Georgien – begraben liegt. Wir be­sichtigen die Kirche und sind tief beeindruckt von der mystischen und sehr besonderen Atmosphäre an diesem heiligen Ort. Danach geführter Spazier­gang durch die malerische Weinstadt Signagi, die mit einer Doppelmauer und 28 Türmen umgeben ist. Die Mauer war einst das Symbol der Freistadt. Die Häuser sind im klassischen süd­italienischen Stil mit typisch georgischen Elementen gebaut, eine sehr interessante und an­sprechen­de Kombination. Am Nachmittag Fahrt in die Stadt Rustavi und Besuch der Schule von Tamar Buadze. Sie gründete 2004 den Frauen- und Mädchen-Chor „Tutarchela“, der bereits weltweit erfolgreiche Auftritte hatte. Wir lernen das Ensemble von Frau Buadze kennen, das uns auch ein kurzes Konzert darbieten wird. Der Chor besteht aus 13 Sängerinnen und Sängern, von denen die meisten am Staatlichen Konservatorium Tbilisi studiert haben. Die Gruppe spielt europäi­sche und klassische Lieder, Volkslieder aus verschiedenen Ländern und allen Regionen Georgiens sowie alte Lieder aus Lazeti, das einst zu Georgien ge­hörte, heute zum Territorium der Türkei. Neben der Seltenheit eines Frauen­chors, der traditionelle Männermusik aufführt, hebt sich „Tutarchela“ in seiner Originalität hervor. Ihre tiefen Stimmen sind gewaltig, immer wieder über­raschend und aufregend für den Hörer: Wir würden uns niemals vorstellen, dass diese Musik, die sehr viel Energie und Emotionen erfordert, von Frauen aufgeführt werden könnte! Am Abend Rückfahrt nach Tiflis. Zum Ausklang unserer Reise genießen wir ein Abschieds-Abend­essen im traditionellen Restaurant „Sirajkana“ in Tiflis. Bei exzellenter Küche und hervorragen­der Weinauswahl lassen wir unsere Reise ausklingen. Übernachtung in Tiflis.

12. Tag, Montag, 27.09.2021: Rückreise
Früh morgens Transfer zum Flughafen von Tiflis und Heimflug nach Stuttgart.

Veranstalter: TTS Trautner-Touristik-GmbH, Stuttgart, Service-Tel. 0171 7463530

Unser Reisepreis und Leistungen:
2.695,- EURO

pro Person im Doppelzimmer Einzelzimmer-Zuschlag: 495,- EURO

  • Linienflug mit Austrian Airlines von Stuttgart nach Jerewan (via Wien) und mit Lufthansa von Tiflis nach Stuttgart (via München); inkl. sämt­licher aktueller Steuern, Gebühren und 23 kg Freigepäck
  • 11 x Übernachtung in den angege­benen (oder gleichwertigen) 4- bis 5-Sterne- bzw. Boutique-Hotels der gehobenen Mittelklasse(1 Übern. im 3-Sterne-Hotel in Haghpat); Hotels siehe unten
  • 10 x Frühstücksbuffet
  • 3 x Abendessen im Hotel
  • 7 x Abendessen in ausgewählten Restaurants
  • 1 x Mittagessen inkl. lokalem Hauswein bei einer armenischen Bauernfamilie in Vajots Dzor
  • 1 x Mittagessen mit Kuchen-Backvorführung einer Kunstschule
  • 1 x Mittagessen mit Lavasch-Backen auf einem Bauernhof
  • 1 x Mittagessen mit einer Frauenorganisation in Akhtala
  • 1 x Mittagessen in Gori
  • Weinprobe im Weingut Tuschpa
  • Weinverkostung im Dorf Chardachi bei einem Bio-Winzer
  • Besichtigung einer Brandy-Fabrik mit Verkostung
  • Stadtrundfahrt Jerewan mit Historischem Museum
  • Genozid Gedenkstätte und Museum in Jerewan
  • Handschriften-Sammlung im „Matenadaran“ in Jerewan
  • Kloster Chor Virap
  • Kloster Noravank
  • Kirche St. Hripsime
  • Gottesdienstbesuch in der Kathedrale in Etschmiatsin
  • Tempel von Zvartnots
  • Tempel von Garni
  • Kloster Geghard mit Chorkonzert
  • Kloster Sevanavank am Sevan-See
  • Besuch einer Kunstschule in Dilijan
  • Kloster Goschavank in Dilijan
  • Besuch mit Teepause bei den Molokanen
  • Sanahin
  • Haghpat
  • Treffen mit einer Frauenorganisation in Akhtala
  • Stadtführung Tiflis mit Schatzkammer des Historischen Museums
  • Besuch einer Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) oder der Caritas in Tiflis (vorbehaltlich Genehmigung)
  • Dschwari-Kirche Swetizchoveli-Kathedrale in Mzcheta
  • Wehrkirche Ananuri auf der Georgischen Heerstraße
  • Auffahrt mit Allradfahrzeugen zur Gergeti Dreifaltigkeitskirche
  • Höhlenstadt Uplisziche
  • Nonnenkloster Bodbe
  • Stadtführung Freistadt Signagi
  • Besuch der Musikschule von Tamar Buadze in Rustavi mit Konzert
  • Transfers und Rundreise in komfortablen Reisebussen
  • Sämtliche Eintrittsgelder für die Besichtigungen lt. Programm
  • Qualifizierte örtliche deutschsprachige Reiseleitung während der gesamten Rundreise
  • Persönliche und umsichtige TTS-Reiseleitung
Voraussichtliche Flugzeiten
(jeweils Ortszeit):

16.09.2021
19:25 Uhr Abflug Stuttgart,
03:55 Uhr Ankunft Jerewan (17.09.)

27.09.2021
05:10 Uhr Abflug Tiflis,
13:05 Uhr Ankunft Stuttgart

Mindestteilnehmerzahl:
16 Personen

Flugplan / Zeiten / Programmänderungen vorbehalten

Hier können Sie sich das Reiseprogramm herunterladen

Unsere Hotels:

16.09. – 20.09.2021:
4-Sterne-Plus-Boutique-Hotel „Tufenkian Historic Yerevan“ im Herzen der armenischen Hauptstadt Jerewan.

20.09. – 21.09.2021:
Luxuriöses 4-Sterne-Komfort-Hotel „Best Western Paradise“ in bester Lage im Kurort Dilijan am Sewan-See.

21.09. – 22.09.2021:
Individuelles 3-Sterne-Hotel „Qefilyan“ in Haghpat in der nordarmenischen Provinz Lori.

22.09. – 24.09. / 25.09. – 27.09.2021:
Luxuriöses 5-Sterne-Hotel „Wynd­ham Grand Tbilisi“ mit Innenpool in zentraler Innenstadtlage der georgi­schen Hauptstadt Tiflis.

24.09. – 25.09.2021:
4-Sterne-Hotel „Porta Caucasia“ im schönen Bergdorf Kazbegi / Stephantsminda im Großen Kaukasus von Georgien.

Die angegebenen Hotelklassifizierungen beruhen auf der jeweiligen Landes­kate­gorie. Die Unterbringung erfolgt in diesen oder gleichwertigen Hotels.

Einreisebestimmungen
(Stand Dezember 2020):

Für die Einreise nach Armenien und Georgien benötigen deutscher Staats­bürger einen Reisepass. Dieser muss noch mindestens 6 Monate über das Ausreise­datum hinaus gültig sein. Reisende mit anderen Staatsbürger­schaften bitten wir, sich bei den jeweiligen Konsulaten zu informieren.