Umbrien – Kulturlandschaft im grünen Herzen Italiens

Umbrien – Kulturlandschaft im grünen Herzen Italiens
Umbrien – Kulturlandschaft im grünen Herzen Italiens
Bella Italia neu entdecken!
Reisetermin: 10. bis 17. Juni 2020 / 8 Tage

Dass Italien seine Reize hat, muss nicht näher betont werden. Aber haben Sie schon einmal Umbrien besucht – die „Schöne Unbekannte“ und „Grünes Herz Italiens“?! Eine reichhaltige weltberühmte Kulturgeschichte, prächtig grüne Hügellandschaften, der geschichtsträchtige Trasmenische See und der höchste Wasserfall Italiens, viele historische und beschauliche Städtchen auf kleinstem Raum, authentisches Brauchtum und nicht zuletzt eine stolze, aber sehr gastfreundliche Bevölkerung, die den Neuankömmling auch mit wenig lokalen Sprachkenntnissen herzlich willkommen heißt – all dies sind beste Voraus­setzungen für einen perfekten Urlaub in der Mitte Italiens. Dazu gesellen sich die hervorragende unverfälschte regionale Küche und preisgekrönte Weine, welche Ihre Ferientage zum sinnlichen Erlebnis werden lassen! Ausgehend von unserem stilvollen Standorthotel bei Perugia, lernen Sie dieses zauberhafte, für viele noch unbekannte Fleckchen Erde in allen Facetten intensiv kennen. Erleben Sie bei unserer Reise das ursprüngliche und authentische Italien!

Unser Reise-Programm:

1. Tag, Mittwoch, 10.06.2020: Anreise – Corciano
Morgens Abflug von Stuttgart nach Rom. Am Flughafen begrüßt uns unser örtlicher Reiseleiter und erzählt uns die wichtigsten Fakten über unser Reiseziel während des Bustransfers zu unserem Hotel „El Patio“ in Corciano, ruhig im Grünen zwischen Perugia ung dem Lago Trasimeno gelegen. Am Nachmittag können wir uns am Pool entspannen und die großartige Aussicht von dort genießen. Freuen wir uns auf die exzellente Hotelküche bei einem 4-Gang-Menü am Abend.

2. Tag, Donnerstag, 11.06.2020: Perugia – Weingut im Colli del Trasimeno
Mit unserem Bus fahren wir zum Ortsrand der Regionalhauptstadt der Pro­vinz Umbrien, Perugia, und weiter mit der „Minimetro“, einer originellen Straßenbahn, ins Stadtzentrum. Perugia war eine der mächtigen unter den zwölf Stadtstaaten, die im 7. und 6. Jh. v. Chr. Etrurien bildeten, und ist das Juwel unter den etruskischen Städten. Nach vielen Wirren um die Herr­schaft, bei denen sich Kirche und Staat nicht einigen konnten, ist die Stadt seit 1860 in den italienischen Staat eingegliedert worden. In der Altstadt, hoch auf einem Hügel thronend und die umbrische Ebene beherrschend, laden die verwinkelten Gassen und kleinen gepflasterten Sträßchen zum Erkunden ein – Italien wie es leibt und lebt! Das historische Zentrum besteht aus dem römisch-etruskischen Stadtkern und aus dem mittelalterlichen Stadtviertel. Die 165.000-Einwohner-Stadt ist heute international und jugendlich und ein kulturelles Zentrum von beachtlicher Bedeutung. Das liegt daran, dass Peru­gia seit einem Jahrhundert Sitz von zwei bekannten internationalen Universi­täten ist und tausende junge und lebenslustige „Stranieri“, Ausländer aus aller Welt, anlockt. Bei unserer Stadtführung lassen wir uns von diesem Flair sowie Perugias historischen und architektonischen Schönheiten, antiken Bauwerken und Kulturstätten bezaubern: Rocca Palieri, Corso Vannucci, die Galleria Nazionale dell‘ Umbria im Palazzo dei Priori aus dem 13. Jh., Fontana Maggiore, Belvedere und der dem Hl. Laurentius geweihte Dom. Seine Gestaltung ist das Ergebnis einer 700 Jahre andauernden Bau- und Umformungsgeschichte. So entstammt die Innenausstattung zum Großteil der Spätrenaissance und dem Frühbarock, wohingegen die Fenster, die mit liturgischen Bildnissen verziert sind, ein Relikt aus dem 19. Jh. darstellen. Zwi­schendurch versüßen wir unseren Aufenthalt in Perugia mit dem Besuch des Schokolade-Museums inkl. Verkostung. Kulinarisch geht es am Abend weiter: Wir fahren zum Weingut „Pucciarella” in Magione – ein wahrer Geheimtipp im Anbaugebiet des Colli del Trasimeno, welches durch sehr gute Qualität und Authentizität sowie verantwortungs­vollen Anbau immer mehr Bekanntheit erlangt. Bei der Besichtigung des Weinkellers wird uns ein Sommelier professionelle Erklärungen geben und uns durch die Weinprobe führen. Dazu probieren wir typische Spezialitäten der Region: Pecorini, Salami, Käse, Olivenöl und Brot. Anschließend erwartet uns im „Kaminsaal” ein ganz besonderes Abendessen vom Grill mit Wein vom Fass.

3. Tag, Freitag, 12.06.2020: Orvieto – Todi
Am Vormittag besuchen wir Orvieto, ein Schmuckstück Umbriens. Schon von der Ferne beherrscht die majestätisch auf einer 300 m hohen Tuff­steinklippe thronende Stadt das Blickfeld. Orvieto war im ersten Jahrtau­send v. Chr. eine der ehemaligen Hauptstädte des Etruskischen Reiches und kurzzeitig auch Papstsitz im Mittelalter. Für die Etrusker war es eine heilige Stadt, und Zeugnisse dieser Zeit kann man heute noch bewundern. Mindestens ebenso beeindruckend ist das mittelalterliche Orvieto mit seinen Palästen, Türmen und Kirchen. Zentrum des äußerst malerischen Stadtbildes bildet die Piazza del Duomo mit einem der wichtigsten Bauwerke der ita­lienischen Gotik. Bei unserer Stadtführung besichtigen wir dieses gotische Meisterwerk und erstrangige Kulturattraktion, den Dom von Ovieto. Das mächtige, schwarz-weiß gestreifte Bauwerk überstrahlt alles, seine farbigen Mosaiken und Skulpturen sind ein Fest für die Augen. Des Weite­ren sehen wir den Palazzo del Popolo und den Palazzo Soliano sowie den Brunnen San Patrizio, ein architektonische Wunderwerk, das wir uns nicht entgehen lassen. Nicht minder beeindruckend dann unser Mittagessen in der „Pasticceria Adriano“ inmitten der unter­irdischen Gänge eines zufällig vor rund 40 Jahren entdeckten etruskischen Tunnelsystems von 400 m Länge. Die Entstehungsgeschichte ist einfach sagenhaft: Es war einmal eine kleine Konditorei, in der ein kleiner Konditor seinen Keller vergrößern wollte. Nachdem er eine Mauer abgerissen hatte, entdeckte er eine schier unend­liche Aneinanderreihung von Gängen, Räumen, Treppen, die er nach und nach ans Tageslicht brachte. Und so entstand dieser unglaubliche Ort, der jeden Besucher sprachlos macht. 5.000 Jahre Geschichte werden im Licht der Fackel und im Labyrinth aus Tuffstein erleuchtet. Von den etruskischen Tempeln bis zum späten Mittelalter wurde der Untergrund von Orvieto auf zahlreiche Art und Weise genutzt: als Wohnraum, Lager, Keller, Versteck, Treffpunkt. Zur Krönung dieses bewegenden Ortes kommt noch die Tatsache hinzu, dass Maurizio, der Nachfahre des kleinen Konditors, ein internatio­nal anerkannter Koch ist, der in zahlreichen TV-Programmen der nationalen Kanäle seine Künste zum Besten gibt. Zu Tisch also, für ein traditionelles Mittagessen in einem der außergewöhnlichsten Lokale der Welt! Gestärkt geht es dann dem Tiber-Tal entlang, wo sich eine tiefe Schlucht öffnet, die von bewaldeten Bergen umgeben ist. Sandbänke mit kleinen Stränden und mächtige Felsen, die dem Fluss die Stirn bieten, begleiten uns auf dem Weg nach Todi, in die Stadt, deren Einwohner sie in Umfragen schon häufiger zum lebenswertesten Ort weltweit wählten. Einer tausendjährigen Legende nach soll Todi von den umbrischen Veii an dem Ort gegründet worden sein, an dem ein Adler ein Tischtuch abgelegt hatte. Daher auch das Stadtwappen, das einen die Flügel ausbreitenden und ein Tuch in den Klauen haltenden Adler zeigt. Bei unserer Stadtführung werden wir in dem schmucken Städtchen mit mittelalterlichem Charme, auf einem Hügel hoch über dem Tiber ge­legen, die Gassen mit ihren zahlreichen Rundbogentüren der Werkstätten der 23 mittelalterlichen Zünfte und die kleinen Kirchen und Kapellen auf­suchen. Wir besichtigen den Hauptplatz mit Dom, die Palazzi Podestà, del Capitano und dei Priori sowie die Kirche San Fortunato. Abendessen im Hotel.

4. Tag, Samstag, 13.06.2020: Lago Trasimeno
Wir fahren nach Passignano, ein kleiner Ort am Lago Trasimeno mit mittel­alterlichem Ursprung, wie die Ruinen seiner Burg noch zeigen. Vom kleinen Hafen mit schöner Promenade startet unsere Bootsfahrt auf dem Trasi­menischen See, mit einer Fläche von 128 km² der viertgrößte Binnensee in Italien. Hier hatte der gewiefte karthagische Feldherr Hannibal einst den Rö­mern eine der schlimmsten und blutigsten Niederlagen zugefügt. Heute liegt der See friedlich da – umgeben von einer Hügellandschaft mit Spitzen bis zu 600 m sowie reizenden kleinen Ortschaften. Im Trasimeno See befinden sich 3 kleine Inseln, wovon die Insel Minore unbewohnt ist und nicht betreten werden darf. Auf der Isola Polvese befindet ein Institut für wissen­schaftliche Forschung und Umwelt, zudem gehört die Insel zu einem Naturschutzgebiet. Wir besuchen die Isola Maggiore, die größte und einzige bewohnte Insel im See. Dennoch ist auf ihr bis heute das charakteristische Aussehen eines Fischerdorfes des 15. Jh.s erhalten geblieben. Die Insel hat eine magische At­mosphäre und ist ein Ort der Ruhe und Entspannung. Im Jahre 1211 zog der Heilige Franziskus sich als Einsiedler hierher für die Fastenzeit zurück. Eine kleine Kapelle und eine Bronzestatue aus dem Jahr 1982 erinnern an seine Überfahrt während eines Sturms und den Felsen, wo er innehielt und betete. Die früheste Erwähnung von Franziskaner­brüdern auf der Insel stammt aus dem Ende des 13. Jh.s. Nach der Auflösung der religiösen Bruderschaften während der Vereinigung Italiens im Jahr 1861 verließen die Mönche die Insel. Interessant sind auch die Kirche des Heiligen Salvatore mit Fresken des 15. bis 16. Jhs. und das kleine Fischerdorf, in dem noch heute die traditionelle Spitze gehäkelt wird. Nach unserer Bootstour besuchen wir eine Ölmühle, wo wir vieles über die Olivenölherstellung erfahren, das weit über die Lan­desgrenzen hinaus bekannte Olivenöl testen und zu Mittag essen. Bis zum Abendessen im Hotel haben wir Freizeit und Muße.

5. Tag, Sonntag, 14.06.2020: Infiorata di Spello – Assisi
Am Vormittag besuchen wir Spello. Der Ort vereint Spuren verschiedener geschichtlicher Epochen: Aus der Römerzeit findet man die Stadtmauer mit den drei prachtvollen und gut erhaltenen Stadttoren, die Ruine des Theaters, des Amphitheaters und der Thermen, aus dem Mittelalter stammen die alten Steinhäuser und die verwinkelten Gässchen. Einmal im Jahr ist das ansons­ten hinter Stadtmauern versteckte Kleinod Gastgeber des größten Blumenkunst-Festivals in ganz Europa, der Infiorata di Spello. Diese großartige Veranstaltung findet jedes Jahr anlässlich des Corpus Domini-Festes am neunten Sonntag nach Ostern in der Kleinstadt Spello statt. In der Nacht vor dem Festival arbeiten fast tausend Menschen unablässig an Teppichen und Bildern aus Blumen in den engen Gassen der Stadt. Die Blumenkreationen bedecken die Straßen im gesamten historischen Zentrum, um die Passage des Allerheiligsten Sakraments vorzubereiten, die der Bischof am Sonntag­morgen in einer Prozession durchführt. Das Ergebnis ist ein einzigartiger, 1,6 km langer Weg wunderschöner Blumenkreationen – wahrlich magische künstlerische Meisterwerke mit einer Explosion von Farben und Düften. Es genügt zu sagen, dass auf einem einzigen Blumenweg durchschnittlich etwa 70 Blumenteppiche hergestellt werden – jeder von 12 bis 15 m Länge, mit einer Mindestfläche von 15 qm, dabei Blumengemälde von bis zu 90 qm, die in Verbindung mit der großen Tradition der umbrischen Malerei – von der Renaissance bis zum Jahr 700 – stehen. Die Einzigartigkeit dieser au­ßergewöhnlichen Kunstwerke ist nicht zuletzt durch die Ausführungstechnik gegeben, die in der ausschließlichen Verwendung von Pflanzenelementen besteht, welche nicht mit chemischen oder konservierenden Mitteln oder mit künstlichen oder pulverförmigen Farbstoffen behandelt wurden. Verlieren wir uns in den mittelalterlichen Gassen, die von wundervollen bunten, er­blühten Balkonen gesäumt sind und denen sich heute, am Tag des Corpus Domini, die zahlreichen Blütenteppiche, regelrecht aus Blüten gezauberte Kunstwerke, anschließen. Am Nachmittag wartet dann das nächste Reise-Highlight auf uns: Wir „pilgern“ in die Stadt des Heiligen Franz von Assisi, das nach Rom und Padua meist besuchte religiöse Zentrum Italiens. Die Stadt Assisi, auf dem Berghang des Monte Subasio erbaut, steht ganz unter dem Einfluss des Franziskanerordens, der sie gründete. Von Assisi gingen neue Kunstformen aus, die auch einen Wendepunkt in der italienischen Kunstgeschichte markieren. Die Ordensregel der Franziskaner, die Armut fordert, beeinflusste auch die Entwicklung der Kunst in Italien. Bei unserer Stadtführung besuchen wir den mittelalterlichen Stadtteil und besichtigen die auf dem Grab des 1182 in Assisi geborenen und 1226 dort gestorbe­nen frommen Mönches errichtete „Basilica di San Francesco“. Mit dem Bau der Basilika wurde im Juli 1228 begonnen, dem Jahr der Heiligsprechung von Franziskus durch Papst Gregor IX. Ab dem 13. Jh. arbeiteten in Assisi Künstler aus Rom und Florenz an der ehrfurchterregenden Basilika und entwickelten eine spirituell und emotional geprägte Darstellung der Lebewesen und der Natur. Cimabue und allen voran der großartige Giotto waren die herausra­genden Interpreten dieser neuen Kunstrichtung und malten unter anderem den hinreißend schönen weltberühmten Freskenzyklus, der in 28 Bildern das Leben des Franz von Assisi, des Schutzpatrons ganz Italiens, zeigt. Assisi ist auch die Heimat der Heiligen Klara, der ersten und treuesten Gefolgsfrau Franziskus‘ und Gründerin des Klarissenordens. Die ihr gewidmete Grabes­kirche „Santa Chiara“ ist eine weitere herausragende Sehenswürdigkeitder Stadt. Assisi ist bis heute ein ganz besonderer Ort der Besinnung und Spiritualität. Spätestens seit Papst Paul II. im Jahr 2000 Vertreter von Glau­bensgemeinschaften der ganzen Welt zum gemeinsamen Gebet nach Assisi lud, ist das Städtchen zum Synonym für eine „Stadt des Friedens“ geworden. Jedoch nicht nur sakrale Bauten prägen den Ort: Auch das terrassenförmig angelegte Stadtbild sowie Ausgrabungen aus vorrömischer Zeit haben dazu beigetragen, dass Assisi im Jahr 2000 als UNESCO-Weltkulturerbe in die Liste aufgenommen wurde. Abendessen im Hotel.

6. Tag, Montag, 15.06.2020: Gubbio – Citta die Castello
Am Vormittag besuchen wir Gubbio, die älteste Stadt Umbriens. Diese prächtige Stadt des Mittelalters, eine der besterhaltensten Italiens, breitet sich majestätisch auf den Terrassen am Ausläufer des Monte Ingino aus. Reich an Sehenswürdigkeiten und Geschichte bieten sich unvergessliche Ein­blicke in Gubbios Straßengefüge, welches von engen Gässchen und gotischen Bauten jener Zeit geprägt ist. Im Zentrum erhebt sich der mächtige Konsulpa­last, ein atemberaubender Höhepunkt mittelalterlicher Stadtpalastarchitek­tur. Der „Palazzo des Consoli” wurde im 14. Jh. von Angelo da Orvieto nach dem Vorbild des Palastes „Capitani del Popolo” in Arezzo gebaut. Besonders auffällig ist die extreme Hangneigung, an der das Gebäude errichtet wurde. Der Palast war das erste Bauwerk dieser Stadt, das über fließendes Wasser verfügte. Bei unserer Stadtführung sehen wir des Weiteren die Kirche San Francesco, Loggien, die Piazza Grande, den Podestà Palast, die Kathedrale und den Herzogspalast. Am Nachmittag besuchen wir Citta die Castello. Als größtes städtisches Zentrum im Norden Umbriens war diese elegante Stadt im 15. und 16. Jh. Sitz der mächtigen Herrscherfamilie der Vitelli. Diese kon­struierten prächtige Renaissance Paläste und waren Kunstmäzen gefeierter Künstler. Unser Stadtspaziergang zwischen Kirchen und mittelalterlichen Stadtpalästen führt uns zum Dom, dem hochmittelalterlicher Glockenturm, vorbei an der Franziskuskirche und den Vitelli-Palästen. Den Stadtrundgang kann – wer möchte – mit dem Besuch eines der zahlreichen Museen abrun­den, die mit reichem und vielfältigem Kunstbestand überraschen. Als Heimat­stadt von Alberto Burri, einem der wichtigsten zeitgenössischen Künstler von internationaler Bekanntheit, wird hier in zwei monographischen Museen, die vom Künstler selbst eingerichtet worden sind, die umfangreiche Produktion des Meisters verwahrt. Abendessen im Hotel.

7. Tag, Dienstag, 16.06.2020: Cascata delle Marmore – Spoleto
Nach dem Frühstück fahren wir nach Terni und weiter zum höchsten Was­serfall Italiens, Cascata delle Marmore, einem Wunderwerk römischer Ingenieurskunst. Ein gigantischer Wasserfall, bei dem man eigentlich gar nicht weiß, wohin man zuerst hinschauen soll – ein beeindruckendes Naturschauspiel! Aus 165 m Höhe donnern die Wassermassen herunter und hüllen das Grün des dichten Bergwaldes in das Grau der Gischt. Zumindest zeitweise und streng im Takt der Uhr. Denn der Wasserfall wird an- und ab­geschaltet wie eine Waschmaschine. Seit Beginn des 20. Jhs. treibt der Berg­fluss Velino gewöhnlich die Turbinen eines Elektrizitätswerks an und wird nur stundenweise auf den Wasserfall umgeleitet, ansonsten dient er zur Strom­gewinnung. Pünktlich um 11 Uhr ertönt die Sirene: Das Spektakel geht bald los. Wanderer und Waldarbeiter haben dann noch ein paar Minuten Zeit, das Feld zu räumen; d. h. sich vom Wasserspiegel zu entfernen. Auf Knopfdruck bietet der Fluss dann ein romantisches Bild und stürzt eindrucksvoll über hohe Felsen ins Tal – Naturschauspiele nach dem Stundenplan der örtlichen Strombetriebe. Ein wenig Kondition benötigen wir, wenn wir am Nachmittag Spoleto erkunden: Es geht teilweise steil bergauf, bis man zur Festung und dem das Tal überspannende Aquädukt, zum Theater aus römischer Zeit und zum wunderbaren Dom gelangt. Seiner von einer offenen Renaissance-Loggia geschmückten Fassade nähert man sich über eine Freitreppe hinabschreitend: ein begehbares Bühnenbild aus dem 15. Jh. Als eine Stadt sehr alten umbrischen Ursprungs, später als eine lateinische und römische Kolonie, hatte Spoleto ein blühendes Leben, und es entstanden großartige Denkmäler. Innerhalb und außerhalb der Stadtmauern erheben sich die mittelalterlichen und modernen Sehenswürdigkeiten nebeneinander und vereinigen sich mit den römischen. Außer den Hauptsehenswürdigkeiten, dem Dom und Theater, sehen wir bei unserem Stadtrundgang den Drususbogen, die Albarnozburg, die Turmbrücke, die San Pietro Kirche und die Kirche Santa Eufemia. Dass Spoleto einst eine der mächtigsten Städte Mittelitaliens war, kann man heute noch an jeder Ecke erkennen! Rund um den Corso Mazzini laden nach unserer Stadtführung noch schöne Geschäfte ein, um vielleicht ein paar Andenken an unsere Umbrien-Reise zu erstehen. Krönender Abschluss unseres ereignisreichen Tages ist unser Abschiedsabendessen in „La Taverna del Duca“: Bei umbrischen Spezialitäten und Wein vom Fass las­sen wir uns von den Musikern mit ihren schönen alten Kostümen noch­mals ins Mittelalter verführen!

8. Tag, Mittwoch, 17.06.2020: Narni – Heimreise
Nach einem letzten ausgiebigen Frühstück fahren wir nach Narni. Dieses be­zaubernde mittelalterliche Städtchen thront hoch auf einem Hügelgipfel über der Schlucht des Flusses Nera und dem südlichen Eingang der Talmulde von Terni. Diese strategische Lage an der römischen Via Flaminia hat Narni in römischer wie umbrischer Antike eine wichtige Rolle spielen lassen. Im Mittel­alter kam es zu einer zweiten Blütezeit, deren Geist noch immer die monumen­tale Schönheit religiöser sowie temporärer Bauten belebt. Sehr interessant dabei sind die Kathedrale San Giovenale und die frühchristliche Gedächtnis­kapelle sowie die bemerkenswerte Kirche Santa Maria Impensole, ein Juwel umbrischer Romanik. Des Weiteren sehen wir bei unserer Stadtführung die Piazza Garibaldi mit der hochmittelalterlichen Zisterne, den Prioren-und den Kommunalpalast. Danach bleibt uns Zeit für einen individuellen Bummel durch die mittelalterlichen Gässchen oder einen Rundgang durchs unterirdi­sche Narni „Narni sotteranea“, bevor wir uns auf die Fahrt zum Flughafen auf­machen, um am Abend unseren Heimflug von Rom nach Stuttgart anzutreten.

Veranstalter: TTS Trautner-Touristik GmbH, Württembergstr. 317, 70327 Stuttgart,
Telefon: +49 (0) 171 7463530, E-Mail: petra.meyer@trautner-touristik.de

Unser Reisepreis und Leistungen:
1.745,- EURO

pro Person im Doppelzimmer Einzelzimmer-Zuschlag: 178,- EURO

  • Linienflug mit Lufthansa von Stuttgart nach Rom (via Frankfurt) und zurück, inkl. aktueller Steuern und Gebühren sowie 23 kg Freigepäck
  • 7 x Übernachtung im 3-Sterne-Superior-Hotel „El Patio“ in Corciano bei Perugia; Hotelbeschreibung siehe unten
  • 7 x erweitertes „Super“-Frühstücksbuffet
  • 5 x 4-Gang-Abendessen im Hotel
  • Grill-Spezialitäten-Abendessen im Kaminsaal des Weinguts „Pucciarella“ in Magione inkl. Fasswein und Mineralwasser
  • Abschiedsabendessen „Mittelalter-Menü“ mit Live-Musik in der „Taverna del Duca“ inkl. Fasswein und Mineralwasser
  • Mittagessen in der unterirdischen Pasticceria „Adriano“ in Orvieto
  • Mittagessen und Olivenölprobe in einer Ölmühle beim Trasimenischen See
  • Besichtigung der Weinkellerei „Pucciarello“ in Magione mit professioneller Erklärung eines Sommeliers inkl. Weinprobe und Snacks
  • Schokoladen-Museumsbesuch und Schokoladendegustation in Perugia
  • Besuch des Blumenfestivals „Infiorata“ in Spello
  • Sämtliche Transfers und Ausflüge mit modernem Reisebus:
    1. Tag: Transfer Hotel
    2. Tag: Perugia
    3. Tag: Orvieto, Todi
    4. Tag: Lago Trasimeno mit Bootsfahrt zur Isola Maggiore
    5. Tag: Spello, Assisi
    6. Tag: Gubbio, Citta di Castello
    7. Tag: Casacta delle Marmore, Spoleto
    8. Tag: Narni, Transfer Flughafen Rom
  • Audio-Guides (Kopfhörer) während der Ausflüge und Besichtigungen
  • Sämtliche Eintritte laut Programm
  • Professionelle, örtliche, deutschsprachige Reiseleitung während der Ausflüge und Transfers
  • Persönliche und umsichtige TTS-Reisebetreuung
VORAUSSICHTLICHE FLUGZEITEN
(JEWEILS ORTSZEIT):

10.06.2020
08:20 Uhr Abflug Stuttgart,
12:35 UhrAnkunft Rom

17.06.2020
19:15 Uhr Abflug Rom,
22:40 Uhr Ankunft Stuttgart

Mindestteilnehmerzahl: 15 Personen

Flugplan / Zeiten / Programmänderungen vorbehalten

Hier können Sie sich das Reiseprogramm herunterladen

Hotelbeschreibung

Das 2018 renovierte, familiäre 3-Sterne-Superior-Hotel „El Patio“ liegt zwi­schen Perugia und dem Trasimenischen See, ruhig in ländlicher Umgebung der grünen umbrischen Hügel und bietet eine fantastische Aussicht auf den mittel­alterlichen Ort Corciano.

Erfrischung und Entspannung finden Sie am Swimming-Pool mit Panoramablick. Kostenlose Highspeed-WLAN-Verbindung im gesamten Hotel. Im Frühstücksraum oder auf der Panorama­terrasse erwartet Sie ein erweitertes „Super“-Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen lässt. Das zertifizierte traditionsreiche Hotelrestaurant „Cornaletto“ bietet am Abend eine reiche und exzellente Auswahl an regionalen Spezialitäten. Bei schönem Wetter kön­nen Sie im Panoramagarten im Grünen speisen oder auf der romantischen Terrasse im mediterranen Stil. Mit den besten umbrischen und italienischen Tropfen verwöhnt Sie der Weinkeller des Hotels, Cocktails und Erfrischungen bietet die Lounge-Bar.

Die großzügigen, komfortablen Zimmer sind modern eingerichtet und ver­fügen über Bad oder Dusche, WC, Sat-TV mit Sky-Programmen, kostenlosen Internet­zugang, Klimaanlage, Haartrockner, Safe, Minibar, teilweise Balkon.