„Beerenstarkes“ Kastilien mit Weinregion Ribera del Duero

La Reunion – die Perle im Indischen Ozean
„Beerenstarkes“ Kastilien mit Wein­region Ribera del Duero
Weinselige Zeitreise in Spaniens bewegte Vergangenheit
Madrid, Toledo, Avila, Segovia, Penafiel, Tordesillas, Toro, Zamora, Salamanca und El Escorial
Reisetermin: 7. bis 15. Oktober 2020 / 9 Tage

Im Tal des flaschengrünen Duero zeigt sich Kastilien „beerenstark”. An den Ufern dieses bedeutenden Weinflusses liegen bis zur Mündung in den Atlantik renommierte Anbaugebiete wie an einer Perlenschnur aufgereiht. Das erste davon ist Ribera del Duero. Kein anderer Wein machte in den letzten Jahren eine so steile Karriere wie dieser, den einst Mönche anno 1163 mitgebracht hatten, wie im Kloster Sta. Maria de la Vid – übersetzt: Heilige Maria des Weinstocks. Die lange Weingeschichte ist in jahrhundertealten Kellerlabyrinthen mit ihren skurrilen Luftschächten, den „Luceras”, präsent, die auch von renommierten Bodegas, die Sie besuchen werden, noch genutzt werden. Die dickschalige Tinta-del-Pais-Traube, allernächste Verwandte der Tempranillo-Traube, in Verbindung mit dem hohen Alter der Rebstöcke, verleiht dem renommierten Wein Kraft und sein farbintensives dunkles Rot. Heute sind die Roten aus Ribera del Duero die edelsten Weine ganz Spaniens. Viele Edeltropfen kommen gar nicht erst in den Export. Wer ihn vor Ort sucht, findet neben Hochgenuss auch hochkarätige Kultur. Die Hochebenen von Kastilien-La Mancha und Kastilien-Leon bergen wahre Schätze: Römer, Mauren und Spanier haben über Jahrhunderte mächtige Festungen an Städten und Bilderbuchdörfer unter die endlose Weite des Himmels gesetzt.

Während unserer Reise nach Zentralspanien entdecken Sie die Region Kastilien intensiv und mit allen Sinnen und erleben ein Highlight nach dem anderen. Die von uns besuchten reizvollen Städte werden Sie mit Charme und historischen Sehenswürdigkeiten in ihren Bann ziehen. Weltoffen, dynamisch und dennoch stolz auf seine Traditionen: dafür steht Madrid. Die Atmosphäre und Anziehungskraft der spanischen Hauptstadt liegt im Mix aus Alt und Neu. Monumentale Plätze und Gebäude erinnern an den Glanz vergangener Epochen, moderne Bauten symbolisieren den Aufbruch in die Zukunft – eine Weltstadt im ständigen Wandel! Kultur vom Besten erleben Sie in der alten Kapitale Toledo mit ihrem in Stein gemeißelten Glaubens­bekenntnis, der mächtigen Kathedrale, und Wirkungsstätte des Malers El Greco, im mittelalterlichen Segovia mit seinem Aquädukt aus dem 1. und 2. Jh. sowie einer unglaublichen Ansammlung romanischer Kirchen und einem Königspalast, der mit dem Disney-Cinderella-Schloss bis in die USA Nachahmer gefunden hat, in Avila mit seiner zinnenbewehrten Stadtmauer und im monumentalen Königspalast von El Escorial – allesamt UNESCO-Weltkulturerbestätten. Studentenflair schnuppern Sie in einem weiteren Kulturerbe der Menschheit – Salamanca, der Stadt mit der ältesten Universität Spaniens: Salamanca HAT keine Uni, Salamanca IST eine Uni, wobei neben dem weitläufigen Universitätsbau mit seiner Rennaissance-Fassade die ganze Altstadt ein einziges Architekturmuseum ist. In Tordesillas bewundern Sie das königliche Kloster Santa Clara, einst ein Palast aus dem 14. Jh., und in der Altstadt von Zamora das mittelalterliche Kulturerbe sowie bedeutende romanischen Bauwerke, die ein einzigartiges historisches Ensemble bilden. In der Weinregion Ribera del Duero mit ihren alten Bodegas, beim Weinfest zum Erntedank in Toro sowie beim Besuch einer typischen Käserei können Sie die traditionellen Bräuche hautnah erleben und sich von den landestypischen kulinarischen Köstlichkeiten überzeugen. Unsere sehr guten, zentral gelegenen Unterkünfte sowie eine fachkundige, durchgehende, örtliche Reiseleitung runden unser umfassendes Reisepaket ab – eine abwechslungsreiche Reise für alle Sinne!

Unser Reise-Programm:

1. Tag, Mittwoch, 07.10.2020: Anreise – Madrid – Chinchon – Toledo
Am Morgen Linienflug von Stuttgart nach Madrid. Am Flughafen empfängt uns unser deutschsprechender Reiseleiter, welcher uns bei einer Stadtrund­fahrt die spanische Hauptstadt Madrid zeigen wird. Lassen wir uns von den Prachtbauten und Straßen dieser Metropole beeindrucken: Gran Vía, Cibe­les Platz, Puerta de Alcalá, Retiro Park und Paseo de Recoletos, die alle der Zeit der Illustration und des Neoklassismus angehören. Das moderne Ma­drid beginnt beim Kolumbusplatz mit Madrids Finanzallee, der Castellana, flankiert von modernen Hochhäusern, wo sich die wichtigsten Banken und Versicherungen befinden. Die Stadtrundfahrt führt uns auch zur Puerta del Sol, dem Zentrum der Stadt und Kilometer O von Spanien. Von hier aus wer­den alle Entfernungen gemessen. Während der Stadtrundfahrt werden einige Fotostopps und Pausen zum Flanieren eingelegt. Zu Fuß geht es zur Plaza Mayor, einem Prachtstück des strengen spanischen Barocks, bevor wir weiter nach Chinchon fahren, einem kleinen, schönen Dörfchen mit ungefähr 5.000 Einwohnern. Die Menschen dort widmen sich dem Anbau von Knoblauch und Wein, und vor allem der Anislikör aus dieser Region ist im ganzen Land bekannt. Die Plaza Mayor des Ortes zählt zu den schönsten Plätzen Kas­tiliens, ein unregelmäßiges Rund mit Laubengängen und holzgezimmerten Galerien, die als Zuschauerlogen dienen, wenn sich der Platz an Festtagen in eine Stierkampfarena verwandelt. Nach der Stadtbesichtigung besuchen wir die kleine Bodega Las Cuevas del Vino, wo uns eine Weinprobe inkl. Verköstigung von Schinken und Käse erwartet. Weinselig eingestimmt auf unsere Reise, fahren wir dann nach Toledo. Abendessen und Übernachtung im Hotel „Sercotel Pintor el Greco“ in Toledo. Mit einer Mischung aus klas­sischem und modernem Dekor bietet unser elegantes Hotel, eine vollkom­men renovierte Bäckerei aus dem 17. Jh., im jüdischen Viertel, dem Zentrum der Altstadt von Toledo, mit maximalem Komfort ausgestattete Zimmer.

2. Tag, Donnerstag, 08.10.2020: Toledo
Den heutigen Tag widmen wir ausschließlich der mittelalterlichen Stadt Toledo – Brücke zwischen Orient und Okzident und „Stadt der drei Kultu­ren“, wo über Jahrhunderte Muslime, Juden und Christen friedlich zusam­menlebten. Das UNESCO-Weltkulturerbe Toledo ist auch die Stadt El Grecos, der hier ab 1577 seine Wahlheimat fand. Seine Werke sind überall in der Stadt präsent, das berühmteste, „Das Begräbnis des Grafen von Orgaz“, befindet sich in der Kirche Santo Tomé. Nicht weit entfernt liegt die Syna­goge Santa María la Blanca aus dem 12. Jh. Wo einst die Hauptmoschee der Stadt stand, erhebt sich jetzt die mächtige Kathedrale. Die „Catedral de Santa María de la Asunción de Toledo“ ist die zweitgrößte Kathed­rale Spaniens. Sie wurde zwischen 1226 und 1493 in einem gotischen Stil spanischer Prägung errichtet. Höhepunkte der opulenten Ausstattung sind der geschnitzte Hochaltar und die Gemäldesammlung in der Sakristei mit ihren zwölf Aposteln aus dem genialen Pinselstrich El Grecos. Meister­werke von Goya, Velázquez, Zurbarán, Rubens, Tizian und von van Dyck ergänzen die Kollektion. Abendessen und Übernachtung im Hotel in Toledo.

3. Tag, Freitag, 09.10.2020: Avila – Segovia
Am Vormittag besuchen wir Avila. Die „Stadt der Steine und Stadt der Heiligen“ ist innerhalb ihrer Mauern aus dem 12. Jh. ausgesprochen gut erhalten. Sie liegt auf der zentralspanischen Hochebene und ist mit einer Höhenlage von 1.131 m die höchstgelegene Provinzhauptstadt Spaniens. Die Persönlichkeit der in Avila geborenen Heiligen Theresia hat die Stadt geprägt. Wahrzeichen der Stadt sind die zinnenbewehrte Stadtmauer mit ihren 88 vorspringenden Türmen und 9 Toren, eine der besterhaltenen Stadtbefestigungen Europas. Ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe er­wartet uns am Nachmittag: Rund 2.000 Jahre Architektur­geschichte pas­sen in Segovias Altstadt. Der römische Aquädukt, der sich mit 118 Bögen auf einer Länge von 728 m und mit einer Höhe von fast 29 m präsentiert, ist der Ausgangspunkt für unsere Besichtigung von Segovias Prunkstücken mit einem fachkundigen lokalen Reiseführer. An der Plaza Mayor erhebt sich Segovias prächtige Kathedrale, die 1577 vollendet wurde. Auf einem Felsvorsprung über der Gabelung der Flüsse Eresma und Clamores thront der Alcázar. Die Palastfestung erinnert durch Ihre Lage und Form an ein Schiff. Die Lieblingsresidenz der Herrscher der Trastámara-Dynastie ist mit ihrem mächtigen Bergfried, dem Zinnenkranz und den Ziertürmchen das Paradebeispiel eines kastilischen Castillo. Weiterhin hat Segovia rund 20 romanische Kirchen mit wunderschönen Rundbögenverschachtelungen und säulengeschützten Vorbauten sowie zahlreiche Adelspaläste und prachtvolle Patrizierhäuser aufzuweisen. Abendessen und Übernachtung im Hotel „Eu­rostars Plaza Acueducto“ in Segovia. Zu Füßen des Aquäduktes in Segovia, eines der berühmtesten Monumente Spaniens und Europas, gelegen, ist das 2006 gebaute Hotel bis ins Detail mit gepflegtem Luxus ausgestattet, und sein architektonisches Design ist seiner einmaligen Umgebung vollständig angepasst worden. Die Hotelterrasse und die meisten Zimmer haben einen direkten Blick auf dieses großartige Werk der römischen Baukunst und auf einen großen Teil der Altstadt Segovias.

4. Tag, Samstag, 10.10.2020: Weinregion Ribera del Duero – Peñafiel – Valladolid
Heute fahren wir in die Weinregion Ribera del Duero, das „Ufer des Flusses Duero“. Die schönen kalkigen Hochebenen erstrecken sich den ganzen Weg hinunter zum Fluss Duero – eine Region, perfekt für den Anbau der Welt­klasse-Rebsorten der Tempranillo, und somit Heimat einiger der besten Weinproduzenten der Welt. Bevor wir uns dem Weingenuss hingeben, besichtigen wir den kleinen, windschiefen und äußerst geschichtsträchtigen Ort Peñafiel. Das einstige Handelszentrum ersten Rangs erhielt bereits im 11. Jh. Stadtrecht. Darüber, auf einem Hügel über dem Duero-Tal, thront seit dem Jahr 1307 die berühmte Königsburg, die 1917 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Schmal ist der Berggrat, auf dem die Burg gebaut wurde. Das heutige Bild der Burg geht auf verschiedene Bauphasen bis Mitte des 15. Jhs. zurück. Die über 200 m lange Festung in Schiffsform ist sehr gut erhalten, ein großartiger Bau mit 31 Türmen und einem wuchtigen 30 m hohen Bergfried zwischen zwei Innenhöfen, in denen sich die Zisternen und Speicher befin­den. Wie in einem Schiffsbauch lagert der Wein im Burgbau, aus dem überall Luceras ragen. Der ganze Ort Penafiel war von Mauern umgeben, die von der Burg hinabführten. Davon sind noch einige Abschnitte und vier Rundtürme erhalten. Neben der Burg ist die Kirche San Pablo das bedeutendste Gebäude von Peñafiel. So fühlt sich eine der bekanntesten Weinkellereien der Region Ribera del Duero, die Bodegas Protos, privilegiert, ihren Sitz innerhalb einer der wichtigsten Festungen der Gegend, in der Burg von Peña­fiel, zu haben, einem Referenzort für die gesamte Region Kastilien und León und Sitz des Weinmuseums. Wir besichtigen die beiden Protos-Bodegas, die alte, die sich durch das Innere des Bergs zieht, und die neue, entworfen von dem Architekten Richard Rogers. Nach unserem Rundgang werden wir die edlen Tropfen bei einer Weinprobe kennenlernen. Danach fahren wir in die Hauptstadt der autonomen Region Kastilien-Leon. Valladolid liegt auf 700 m Höhe am Fluss Pisuerga mitten in der nordwestlichen Hochebene Meseta. Die ansonsten moderne 300.000 Einwohner zählende Großstadt bietet eine reizvolle Altstadt, deren gute Stube die zentrale Plaza Mayor ist. Hohe Arkaden aus Granitstein begleiten die vom Hauptplatz abgehen­den Straßen und spenden Schatten für die zahlreichen Geschäfte, Bars und Restaurants. Die Calle de la Platería gilt als ein herausragendes Beispiel für den Baustil der Renaissance in Valladolid. Abendessen und Übernachtung im Hotel „Olid“, zentral an der Plaza de San Miguel im Stadtzentrum von Valla­dolid gelegen. Der Hauptplatz Plaza Mayor ist nur wenige Schritte entfernt.

5. Tag, Sonntag, 11.10.2020: Aranda del Duero – Tordesillas – Valladolid
Am Vormittag fahren wir nach Aranda del Duero, eine schöne kastilische Kleinstadt, die komplett untertunnelt ist. Hier besichtigen wir eine alte Bodega unter der Erde mit anschließender Weinprobe. Weiterfahrt nach Tordesillas. Das repräsentativste Gebäude dieses alten Bollwerks gegen die Angriffe der Mauren ist das königliche Kloster Santa Clara, ein Palast, der 1350 von König Alfons XI. nach seinem Triumph über die Mauren im Stil einer Fürsten­residenz der Araber errichtet und von seinem Sohn Peter I., dem Grausamen, in ein Kloster verwandelt wurde. 1931 wurde das Klos­ter, dessen Innenhof noch immer die Anmut eines Sultanspalasts besitzt, zum Kulturgut erklärt. Außerdem sehenswert ist die ursprünglich gotische Kirche Santa María, die im 16. Jh. im Escorial-Stil umgebaut wurde, ferner die Tratado-Häuser, die ebenfalls zum Kulturgut erklärt wurden. Diese beiden vereinigten Paläste haben ihren Namen erhalten, weil hier 1494 der Vertrag (spanisch: tratado) von Tordesillas unter­zeichnet wurde, in dem Spanien und Portugal die Gebiete der Neuen Welt aufteilten, um sie zu kolonialisie­ren. Auf der Plaza Mayor, können wir eine mittelalterliche Brücke mit zehn Bögen, auf der heute die Weinbauern statt der Weltherrscher fahren, und Reste der Stadtmauer sehen, die den ganzen Ort umgab. Zum Abendessen und Übernachtung sind wir wieder zurück in unserem Hotel in Valladolid.

6. Tag, Montag, 12.10.2020: Toro mit Wein- und Erntedankfest
Heute ist Festtag in Toro in der Provinz Zamora. Und wir sind mitten drin, wenn die Bewohner das Wein- und Erntedankfest „Virgen del Pilar“ in der historischen Kulisse feiern. Der bedeutende Ort Toro wurde zum Histori­schen Ensemble erklärt. Seine strategisch günstige Lage machte ihn zum Streitpunkt zwischen Christen und Mauren sowie zum königlichen Hof und im 19. Jh. zur Provinzhauptstadt. Toro ist fächerförmig angelegt, im Stadtzen­trum befindet sich die Stiftskirche Santa María la Mayor aus dem 12. Jh.. Das als „Majestätstor“ bezeichnete Westportal verfügt über einen ungewöhnli­chen polychromierten Portikus und ein reiches Dekor. Die Umgebung der auf einem Plateau über dem Fluss Duero liegenden Kleinstadt ist in hohem Maße landwirtschaftlich und vor allem vom Weinanbau geprägt. In Toros Weinan­baugebiet mit einer Rebfläche von 6.000 Hektar produzieren 48 Weingüter, die Bodegas, Jahr für Jahr ca. 11 Millionen Liter Wein, darunter den berühm­ten opulenten Tinta del Toro, eine Spielart des Tempranillo, sowie der im Fass gereifte weiße Malvasia. Beste Voraussetzungen für ein traditionelles Wein- und Erntedankfest, auf dem wir Wein, Musik und Lebensfreude teilen können. Beim traditionellen Kutschenumzug werden alte Kostüme und Erntekörbe getragen. Theater- und Musikveranstaltungen, Mal- und Sportwettbewerbe, Weinproben, Kulinarik der Region und ein Mittelaltermarkt sind weitere Höhepunkte dieses authentischen Festes. Freuen wir uns anschließend auf Erholung und Entspannung im Wellness-Bereich unseres Hotels „Sercotel Horus Zamora“ mit Sauna und Whirlpool und auf das Abendessen im herr­lichen Restaurant „La Boveda“ unseres Jugendstil-Hotels im Herzen des historischen Zentrums von Zamora. Das exklusive Hotel ist nur wenige Meter von den emblematischen Orten der Stadt, wie dem Mercado de Abas­tos, der Plaza Major und der Kathedrale, entfernt. Übernachtung in Zamora.

7. Tag, Dienstag, 13.10.2020: Zamora
Heute entdecken wir das mittelalterliche Kulturerbe in der Altstadt von Zamora mit ihren bedeutenden romanischen Bauwerken, die zum Historischen Ensemble erklärt wurden. Die Stadt liegt am Ufer des Duero an der Route der Römerstraße Vía de la Plata. Ihre Bedeutung während des Mittelalters lässt sich noch heute an Stadtmauern, Palästen und Kirchen ab­lesen. Die Steinbrücke Puente de Piedra über den Duero verschafft Zugang zu dieser stark mittel­alterlich geprägten Stadt, die als „Stadt der Romanik“ bekannt ist. Ihre Bauten versetzen uns zurück ins Mittelalter, als die Stadt Belagerungen und Angriffe erlitt. Wegen ihres dreifachen Befestigungsrings, von dem der erste fast vollständig erhalten ist, wird die Stadt auch „La bien Cercada“, „die gut Eingefriedete“, genannt. Bedeutende Tore sind der Por­tillo de la Traición, die Puerta de Doña Urraca sowie die Puerta del Obispo. Dominiert wird dieser Abschnitt von der Burg und der Kathedrale. Um die Geschichte und die Kulinarik der Provinz etwas besser kennen zu lernen, werden wir Abstecher in die Dörfer unternehmen, die an der Duero-Route und an der Vía de la Plata liegen, und zu einer kleinen Käserei fahren. Die Region Zamora ist nicht nur wegen ihrer außergewöhnlichen romanischen Bauten bekannt, sondern hat auch einen hervorragenden Käse zu bieten, welcher in typischen Käsereien hergestellt wird. Nach einer Kostprobe fahren wir auf dem Silberweg, der „Ruta de la Plata“, nach Salamanca. Abendessen und Übernachtung im Hotel „Eurostars las Claras“ in Sala­manca, in ausgezeichneter Lage direkt gegenüber dem Kloster St. Stefan und an der Stelle, an der sich einst der Garten des Nonnen-Klosters der Kla­rissen befand – von daher der Name des Hotels. Das authentisch mit Stei­nen aus Villamayor errichtete Hotelgebäude weist den rosaroten Farbton auf, der die wichtigsten symbolischen Gebäude Salamancas kennzeichnet.

8. Tag, Mittwoch, 14.10.2020: Salamanca
Salamanca ist universell, großartig, weise, dynamisch und goldfarben – ein Besuch in dieser Stadt im Landesinneren der Iberischen Halbinsel lohnt sich aus vielerlei Gründen. Die alte Universi­täts­stadt ist ein wahres Schmuck­kästchen plateresker- und der Renaissance-Architektur. Mit einem fach­kundigen Stadtführer erkunden wir dieses Juwel in der zentral­spanischen Hochebene. Salamanca, 2002 Kulturhauptstadt Europas, wurde 1988 zum Kultur­erbe der Menschheit erklärt. Kein Wunder: Die Stadt wirkt wie ein Architekturmuseum. 1218 wurde hier die älteste Universität der Iberischen Halbinsel gegründet, und die Studenten prägen die Stadt noch heute: 18.000 sind an der Universität mit ihrem plateresken Prachtportal, in dem ein legen­därer kleiner Frosch aus Stein versteckt ist, heutzutage eingeschrieben, zu deren Blütezeit im 16. und 17. Jh. lernten mehr als doppelt so viele hier fürs Leben. Berühmte Gelehrte gingen aus der nach Bologna, Paris und Oxford viertältesten Universität Europas hervor, in der wir heute noch das Inventar ur­alter Vorlesungssäle bestaunen können. Die härtesten und schmalsten Bänke waren übrigens den Theologen zugedacht. Zu den wichtigsten Sehenswür­digkeiten der Stadt zählen weiterhin die beiden Kathedralen, die sich ge­genüber der Uni aneinander lehnen, als bräuchten sie Trost und Halt. Aber selbst die Kirchen scheinen hier vor Schabernack nicht sicher: Wie sonst kann es sein, dass in der Fassade der „neuen“ Kathedrale aus dem 16. Jh. – und „nur“ 400 Jahre jünger als ihre Nachbarin – zwischen Heiligen und Blumenran­ken auch ein in Stein gehauener Astronaut zu sehen ist? Salamanca ist eine Stadt der kurzen Wege, die ihre Schätze dem Flaneur quasi im Vorbeigehen anbietet. Und alle Wege führen unweigerlich zur Plaza Mayor. 1755 wurde dieser öffentliche Salon der Stadt vollendet. Das trapezförmige Barocken­semble ist ganz aus goldgelbem Sandstein gefügt. Unter den Arkaden residieren kleine Läden und Cafes, in denen wir uns vom „Pflastertreten“ er­holen können. Auf der landauf und landab als „schönster Platz Spaniens“ bezeichneten Plaza wird das Stück „Sehen und gesehen werden“ rund um die Uhr aufgeführt. Von hier gelangen wir zur Casa de las Conchas, dem „Haus der Muscheln“, einer ehemaligen Pilgerherberge, deren Außenmauern mit Muscheln, dem Symbol der Pilgerschaft, geschmückt sind sowie zum legen­denreichen Spukhaus, dem „Haus der Toten“, wo wir die steinernen Schädel an der Fassade bewundern können – eine gruselige Erinnerung an all die mys­teriösen Todesfälle im Haus! Für unser Abschlussabendessen besuchen wir ein Restaurant im Herzen der Altstadt Salamancas und freuen uns auf ein typisch spanisches Tapas-Essen inkl. Wein. Übernachtung in Salamanca.

9. Tag, Donnerstag, 15.10.2020: El Escorial – Heimreise
Zum Ende unserer Reise erwartet uns noch ein weiteres Highlight, die Besich­tigung des Klosters El Escorial, das sich auf der südlichen Seite des Guadar­rama-Gebirges auf einer Höhe von 1.030 m erhebt. Der Bau des Monasterio de El Escorial, Denkmal und Symbol der Zeit Philipp II., wurde zum Andenken des Sieges von Sankt Quentin angeordnet. Der Grundstein wurde 1563 gelegt. Schon von außen beeindruckt die Klosteranlage durch ihre schiere Größe. Die 1984 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Klosterresidenz ist ein gewaltiges Viereck von 207 m Länge und 161 m Breite. Acht Türme und eine große Kreuzschiffkuppel bilden die Silhouette. Der Gesamtbau weist 16 Höfe, 15 Kreuzgänge, 86 Treppen, 88 Brunnen, 2.700 Fenster und 1.259 Türen auf. Doch wenn wir erst einmal das Innere des riesigen Bauwerks betreten haben, kommen wir kaum mehr aus dem Staunen heraus. So lohnt allein die Bibliothek mit ihren mehr als 40.000 Büchern und den pracht­vollen Deckenfresken die Besichtigung. Doch auch die nicht immer einfache spanische Geschichte wird im El Escorial direkt erlebbar: Im tief liegenden Pantheon fanden zahllose iberische Könige und Königinnen ihre letzte Ruhe­stätte – darunter auch Mitglieder der Königshäuser Habsburg und Sachsen, die einst auf dem spanischen Thron saßen. Auch Kunstliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten: Gemälde von El Greco, Velaquez, Tizian und an­derer berühmter Maler sind in vielen der rund 2.000 Gemächer zu finden. Des Weiteren beherbergt der prachtvolle Bau auch eine Reihe antiker Karten, die das Weltbild des Mittelalters anschaulich darstellen. Am Spätnachmit­tag erreichen wir den Flughafen Madrid. Abends Heimflug nach Stuttgart.

Veranstalter: TTS Trautner-Touristik GmbH, Württembergstr. 317, 70327 Stuttgart,
Telefon: +49 (0) 171 7463530, E-Mail: petra.meyer@trautner-touristik.de

Unser Reisepreis und Leistungen:
1.895,- EURO

pro Person im Doppelzimmer Einzelzimmer-Zuschlag: 288,- EURO

  • Linienflug mit Lufthansa von Stuttgart nach Madrid und zurück (jeweils via München); inkl. aktueller Steuern und Gebühren sowie 23 kg Freigepäck
  • 8 x Übernachtung mit Frühstücksbuffet in den angegebenen (oder gleichwertigen) 4-Sterne-Hotels
  • 7 x Abendessen (3-Gang-Menü oder Buffet) in den Hotels
  • 1 x Tapas-Abendessen inkl. ½ l Wein und ½ l Wasser in einem typischen Restaurant in der Altstadt von Salamanca
  • Besichtigung der Bodega „Las Cuevas del Vino“ in Chinchon mit Weinprobe und Verköstigung von Schinken und Käse
  • Besichtigung der Weinkellereien „Protos“ in Peñafiel. Weinprobe
  • Besichtigung einer alten Bodega unter der Erde in Aranda de Duero mit Weinprobe
  • Besichtigung einer Käserei mit Verköstigung in der Region Zamora
  • Rundreise im modernen Reisebus laut Programm
  • Sämtliche Besichtigungen und Führungen inkl. Eintrittsgelder lt. Programm:
    • Toledo: Santo Tomé, Santa María la Blanca und Kathedrale
    • Ávila: Stadtmauer
    • Segovia: Alcázar
    • Zamora: Kathedrale
    • Salamanca: Universität und Kathedralen
    • El Escorial: Monasterio de El Escorial
  • Audioguides bei den Besichtigungen und Führungen während der gesamten Reise
  • Durchgehende, örtliche, qualifizierte, deutschsprachige Reiseleitung ab / bis Flughafen Madrid
  • Lokale deutschsprachige Stadtführer in Toledo und Salamanca
  • Persönliche und umsichtige TTS-Reisebetreuung
VORAUSSICHTLICHE FLUGZEITEN
(JEWEILS ORTSZEIT):

07.10.2020
06:25 Uhr Abflug Stuttgart, 
11:05 Uhr Ankunft Madrid

15.10.2020
18:30 Uhr Abflug Madrid,
23:30 Uhr Ankunft Stuttgart

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen

Flugplan / Zeiten / Programmänderungen vorbehalten

Hier können Sie sich das Reiseprogramm herunterladen