Japan

Japan im Rausch der Kirschblüten
Japan im Rausch der Kirschblüten – mit allen Sinnen genießen
Osaka, Hiroshima, Insel Miyajima, Kyoto, Arashiyama, Nara, Fuji, Tokio und Nikko

Wir laden Sie herzlich zu unserer Informationsveranstaltung zur Japan-Reise 2020 ein.

Informationsveranstaltung
Reisetermin: 27. März bis 7. April 2020 / 12 Tage

Japan im Ausnahmezustand! Das ganze Land feiert den Frühling und befindet sich im Rausch der Kirschblüten! Grund genug für einen Besuch! Hanami, was eigentlich „Blüten betrachten“ heißt, ist Volkssport in Japan. Die japanische Kirschblüte ist die inoffizielle Landesblume, und die Blütezeit gefühlt eine eigene Jahreszeit. Wenn die Kirsche „Sakura“ blüht, gibt es für viele Japaner kein Halten mehr. Mit Kamera bewaffnet widmet man sich mit Freunden und Familie der Naturschönheit in Parks und der freien Natur. Und auch wenn man sich jetzt fragt, was denn so Besonderes daran sein soll, wenn ein Kirsch­baum blüht – wer die volle Pracht der japanischen Kirschblüte erlebt hat, wenn hunderte von Bäumen in sanftem Rosarot erstrahlen, wird begeistert sein. Es ist alleine schon ein Schauspiel, den Japanern bei diesem Spektakel zuzusehen. Japan ist ein glückliches Land zur Zeit der Kirschblüte!

„Konnichi wa“ und „Yokoso“ – herzlich willkommen zu einer erlebnisreichen Reise durch Japan, bei der wir Ihnen intensive Einblicke in eines der aufregendsten Reiseziele der Welt geben. Japan ist eine Welt für sich, in der eine einzigartige Kultur erblühen konnte. In keinem anderen Land der Erde geht der Kontrast zwischen Tradition und Moderne so wunderbar harmonisch einher. Wir haben für Sie ein ganz besonderes Reiseprogramm zusammengestellt, bei dem Sie die unvergleichliche Vielfalt und Gegensätzlichkeit dieser kulturellen Hochburg erleben können. Es erwarten Sie kunstvoll verzierte Lampions, in den Himmel ragende gläserne Häuserfassadenschluchten, aufwärts geschwungene Tempeldächer, in seidene Kimonos gehüllte und weiß geschminkte Schönheiten – japanische Geishas, fantastische Parks und Zen-Gärten voller Kirschblüten und eine Landschaft aus Vulkanen – wie dem sagenumwobenen Mount Fuji, dem heiligen und höchsten Berg Japans. Wem sich der schüchterne „Fuji-san“ zeigt, der vergisst ihn nie wieder!

Sie entdecken magische Orte, wahre Kulturschätze und Naturwunder, werden in Hiroshima aber auch mit dem schrecklichen Atombombenabwurf der Amerikaner konfrontiert, der 1945 ca. 90.000 Menschen das Leben kostete und die Stadt fast vollkommen zerstörte. Aus Hiroshima geht heute eine Friedensbotschaft in die ganze Welt; der Besuch ist ein Muss und eine tief emotionale Begegnung mit dem Schrecken und der Hoffnung zugleich.

Um in Japan authentisch zu reisen und es bequemer als in jedem Flugzeug zu haben, haben wir gleich mehrere Fahrten mit den weltberühmten und hochmo­dernen Hochgeschwindigkeitszügen des Shinkansen-Express vorgesehen. Sie haben eine Geschwindigkeit von bis zu 320 km/h und gelten weltweit als die sichersten Züge, deren Pünktlichkeit international konkurrenzlos ist. Aber auch die japanische Küche mit ihrer großen Vielfalt will von Ihnen probiert werden. Ob Sushi, Tempura, Okonomiyaki, Ramen, Shabu Shabu oder ein traditionelles „Kaiseki“ oder „Enkai“ – jetzt noch unbekannte Namen, nach einer Japanreise traumhafte Erinnerungen. Sie werden begeistert sein! Bei einer traditionellen Teezeremonie und einer Abendveranstaltung mit Musik und Tanz der anmu­tigen und geheimnisvollen Geishas mit ihren hinreißend kunstvollen Kimonos im Kyoto-Stadtviertel Gion, einer Nacht in einem traditionell japanischen Ryokan-Hotel mit einem Bad im Onsen inklusive Fuji-Blick werden Sie das traditionelle Japan hautnah erleben – und es wird Ihnen unvergesslich bleiben.

Japan muss man mit allen Sinnen genießen, der zarte Duft der Kirschblüte im Frühling, die Geschmacksexplosionen, die die japanische Küche bietet, der unglaubliche Anblick des Fuji vor einem strahlend blauen Himmel, das entspannende Gefühl beim Eintauchen in die heißen Thermalquellen … nur einige der ewig anhaltenden Impressionen, die Sie von einer Japanreise mitbringen werden. Solche Momente sind für die Ewigkeit!

Japan gleicht einem faszinierenden Gesamtkunstwerk, das getragen wird vom warmen, starken und willkommen heißenden Geist seiner Menschen. Lassen Sie sich von diesem einzigartigen Land verzaubern und kehren Sie voller neuer und bleibende Eindrücke aus dem „Land der aufgehenden Sonne“ wieder in den Westen zurück!

Unser Reise-Programm:

1. Tag, Freitag, 27.03.2020: Anreise
Morgens Abflug mit Lufthansa von Stuttgart via München nach Osaka.

2. Tag, Samstag, 28.03.2020: Osaka – Hiroshima
Morgens Ankunft in Osaka. Der hochmoderne Flughafen Kansai wurde auf einer künstlichen Insel gebaut, und die Architektur von Renzo Piano ist auch nach 20 Jahren noch ein Highlight. Zugfahrt vom Flughafen Osaka zum Bahnhof Shin Osaka, von wo wir den berühmten Shinkansen-Express nach Hiroshima nehmen. Nach Ankunft besuchen wir die Gedenkstätte mit dem Friedensmuseum und spazieren durch den eindrucksvollen Friedenspark, der an die vernichtenden Auswirkungen des Atombombenabwurfs von 1945 erinnert, bis zum Atombomben-Dom, einem Überbleibsel eines Gebäudes, das nicht vollkommen durch die Atombombe zerstört wurde. Die schaurige Ruine steht heute als Mahnmal auf dem Gelände des Parks. Heutzutage ist die Strahlenbelastung hier zum Glück nicht höher als in anderen Teilen der Erde. Nach der Besichtigung Check-In in unserem nur 10 Gehminuten vom Friedenspark entfernten Hotel und Zeit, sich etwas auszuruhen oder die Stadt noch ein wenig auf eigene Faust zu erkunden. Hiroshima ist nach dem Wiederaufbau eine moderne und lebendige Stadt mit tollen Bars und Res­taurants. Zum Abendessen wird uns in einem dieser authentischen Restau­rants das für Hiroshima typische Gericht „Okonomiyaki“ serviert, eine Art Pfannkuchen, der mit den unterschiedlichsten Füllungen direkt vor unseren Augen auf einer Stahlplatte zubereitet wird. Eine Kommunikation mit dem Koch ist nicht nur möglich, sondern auch gewünscht, selbst wenn es nur mit Gesten möglich ist. Die Atmosphäre dort ist anders, als alles, was wir von zu Hause kennen. Das Herz des Kochs werden wir vollends gewinnen, wenn wir ihm für die Mühe der Zubereitung danken: „Itadakimasu“! Übernachtung in Superior-Zimmern des 2019 im Stadtzentrum von Hiroshima eröffneten Hotels „Daiwa Roynet Hiroshima Ekimae“.

3. Tag, Sonntag, 29.03.2020: Insel Miyajima
Heute geht es mit Zug und Fähre zur Insel Miyahima, UNESCO-Weltkultur­erbe. Bereits während der Überfahrt erahnt man, welch ein Panorama uns auf der wunderbaren kleinen Insel in der Bucht von Hiroshima erwartet. Man sieht schon von Weitem die Hauptattraktion, das bekannte und riesige rote Torii, das den Eingang zum Tempelbezirk des Itsukushima-Schreins symbo­lisiert. Der „floating shrine“ sticht hellrot aus dem Wasser. Bei Flut steht er komplett im Wasser und sieht aus, als würde er über der Wasseroberfläche schweben. Bei Ebbe zieht sich das Wasser auf Miyahima so weit zurück, dass man bis zum Schreintor laufen kann. Auf der Insel besichtigen wir den Tempel und bummeln durch die Gassen der kleinen Stadt. Wir steigen die Stufen zur fünfstöckigen Pagode und der Halle Senjo-Kaku empor. Von hier haben wir einen wunderbaren Blick auf den Schrein und hunderte Kirschbäume, die das Tempelgelände zieren. Zurück in Hiroshima erwartet uns heute ein kulinarisches Highlight – „Kaiseki“. Das Abendessen wird uns im luxuriö­sen Restaurant Hanbe mit Blick auf den wunderschön angelegten japa­nischen Garten serviert. Kaiseki ist eine Speisenfolge mit unzähligen kleinen Gerichten, die wie ein Gemälde auf dem Teller arrangiert sind. Man möchte das Bild kaum zerstören, wird aber dem verlockenden Duft nicht widerstehen können. Genießen wir die vielen kleinen saisonalen Gerichte! Übernachtung in Hiroshima.

4. Tag, Montag, 30.03.2020: Kyoto – Teezeremonie
Genussvolle Fahrt im Shinkansen-Superexpresszug von Hiroshima nach Kyoto. Die Bahnfahrten werden wir lieben, besonders auch, weil man uns den Gepäcktransport immer abnimmt. Wir reisen mit ganz leichtem Gepäck bzw. nur mit unserer Kamera und der freudigen Erwartung auf die nächste Station. Mehr als tausend Jahre, vom 8. bis ins 19. Jh. wurde Japan von hier regiert. Heute hat Kyoto 1,5 Mio. Einwohner und über 2.000 Tempel, Pagoden und Schreine. In der ehemaligen Kaiserstadt, in der die UNESCO gleich 17 Stätten zum Weltkulturerbe ernannte, feiert man die Kirschblüte sehr ausgiebig. In der Hotellobby werden auf einer Tafel immer die aktuellen Standorte angegeben, an denen die Kirschen gerade blühen. Ganz Kyoto scheint von einem rosa Schleier überzogen. Es fällt schwer, in der Stadt der tausend Tempel eine Auswahl zu treffen. Von prachtvollen großen Anlagen, über schlichte Zen-Tempel bis hin zu kleinen, fast unsichtbaren Tempeln in einer Häusernische finden man hier alles. Nach der Ankunft besuchen wir den Goldenen Pavillon; der prachtvolle Kinkakuji-Tempel ist ein Muss für jeden Kyoto-Besucher. Das gesamte Gebäude ist mit Blattgold überzogen und bildet einen schönen Kontrast zu dem liebevoll angelegten Garten, der es umgibt. Wir sollten nicht erschrecken über die vielen Besucher, die den berühmtesten Tempel japanischer Architektur sehen möchten. Wir werden ein Foto machen, auf dem nur der Tempel zu sehen ist – oder eines von uns vor der einsamen Kulisse des Tempels. Lassen wie uns überraschen, auch das funktioniert in Japan! Viel ruhiger und schlichter ist der Kenninji-Tempel. Beim Eintritt in diesen Tempel lassen wir das geschäftige Gion-Viertel hinter uns und tauchen ein in die ruhige Welt dieses ältesten Tempels der Stadt. Der Blick auf den besonders schönen Steingarten wird uns zur Ruhe kommen lassen. In Gion scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Der Stadtteil ist berühmt für seine Ochaya-Häuser, in denen Geishas ihre Künste ausüben. Ab und an wandeln hier noch immer prächtig geschmückte Geishas durch die schmalen Gassen mit ihren alten, winzigen Holzhäusern. Nach den Tempel-Besuchen erwartet uns eine traditionelle Teezeremonie. Die sogenannte „Chanoyu“ ist eine ästhetische Kulthandlung und in gehobenen Kreisen Ja­pans auch heute noch sehr beliebt. Für die Japaner ist die Teezeremonie eine „Religion der Kunst des Lebens“ und zugleich eine aufwändige stilisierte Art, pulverisierten Tee zu servieren. Auch wird uns hierbei gezeigt, wie man einen Kimono trägt und den komplizierten Gürtel bindet, und die Damen haben Gelegenheit, einen Kimono anzuprobieren. Lassen wir bei einem typischen Abendessen mit Sushi und Tempura den ereignisreichen Tag in Kyoto Revue passieren. Unser Restaurant liegt in Pontocho, einer bekannten Geisha-Straße in Kyoto. Die geheimnisumwitterte Geisha-Kultur ist uns im Westen sehr fremd. Auch heute noch sind die Geishas scheue Wesen, auf die wir mit etwas Glück einen Blick erhaschen können, wenn wir nach dem Abendessen die stimmungsvolle Atmosphäre in Pontocho genießen. Unser Reiseleiter wird einige Geheimnisse lüften, aber den Zauber, der diese Kultur umgibt, wird nie zerstört. Uns bleiben diese Damen rätselhaft und unberührbar schön. Über­nachtung im Hotel „Daiwa Roynet Hachijoguchi“ in Kyoto.

5. Tag, Dienstag, 31.03.2020: Kyoto
Nach dem Frühstück besuchen wir den Fushimi Inari-Schrein, der den für westliche Besucher nicht sichtbaren Fuchsgeistern geweiht ist. Hier ist der Weg das Ziel. Tausende rote Torii säumen den Weg zum eigentlichen Schrein, ein unglaublicher Anblick – ein Bild, das wir noch bei keinem Tempel gese­hen haben. Der berühmte Künstler Christo ließ sich hier für seine Installation „Gates“ im New Yorker Central Park inspirieren. Er brauchte Jahrzehnte, den New Yorker Bürgermeister von der Wirkung zu überzeugen, bevor er sein Projekt verwirklichen konnte. Wir werden bereits nach einem kurzen Spa­ziergang verstehen, was Christo hier so fasziniert hat. Wenn wir nicht genug vom Anblick der roten Torii bekommen können und immer wissen wollen, wie es nach der nächsten Kurve aussieht, erklimmen wir den Berg dieses Torwun­ders bis zum Gipfel. Für alle, die die Anstrengung auf sich genommen haben, aber auch für diejenigen, die es ruhiger angehen lassen, bieten Händler am Fuße und vor den Toren des Tempels warme und kalte Snacks, typisch japa­nische Spezialitäten, an, die wir unbedingt probieren sollten. Alles wird frisch zubereitet und ist bedenkenlos zu genießen. Zurück in Kyoto unternehmen wir einen Spaziergang über den sogenannten Philosophenweg, der zur Kirschblüte besonders eindrucksvoll ist. Hier werden wir die Kirschblüte in ihrer vollen Pracht erleben. Der gesamte Weg entlang eines kleinen Flusses ist mit blütenschweren Kirschbäumen gesäumt. Zwischendurch öffnen sich die Eingänge zu den Tempeln und Gärten, die am Weg liegen. Dem japa­nischen Philosophen Kitaro dienten die Spaziergänge entlang des Flusses zur Meditation. Bevor wir später die nächtlich illuminierten Tempelgärten besuchen, stärken wir uns mit einer Ramen-Suppe, ein für Kyoto typisches Gericht, das bei unserem kulinarischen Streifzug durch die japanische Küche nicht fehlen darf. Inzwischen wird auch in Deutschland schon Ramen-Suppe angeboten, die sich zum neuen Soul-Food entwickelt. Es ist eine kräftige Suppe mit Ramen-Nudeln und verschiedenen Zutaten, auf Wunsch auch scharf gewürzt. Ramen-Restaurants sind meist klein und einfach, aber jeder Koch reklamiert für sich, die besten Ramen der Stadt anzubieten. Anschlie­ßend erwartet uns ein Highlight, das man nur im Frühling erleben kann. Zur Kirschblüte öffnen einige ausgewählte Tempel auch abends ihre Tore und lassen die Gärten mit phantasievollen Illuminationen in einem anderen Licht erstrahlen. Übernachtung in Kyoto.

6. Tag, Mittwoch, 01.04.2020: Arashiyama
Ein Tag in der wundervollen Natur wird unsere Akkus aufladen. In Arashiyama, östlich von Kyoto, empfängt uns unberührte Natur, wilde Strom­schnellen, dicht bewaldete Berghänge mit dem ersten Frühlingsgrün und dazwischen immer wieder blühende Kirschbäume, die sich uns in zartem Rosa zeigen. Wir bestaunen nicht nur den Anblick, sondern werden Teil des wilden Flusses bei einer Fahrt mit dem Holzboot durch die Stromschnellen des Hozu. Lassen wir uns anschließend von den starken jungen Männern Arashiyamas in einer Rikscha durch den Bambuswald kutschieren und den Blick in die Wipfel schweifen, die den Himmel zu berühren scheinen. Dieser aufregende Tag verlangt nach einer Stärkung. Das Abendessen und die damit verbundene Zeremonie werden uns gefallen. Shabu Shabu ist auch für Japaner ein Highlight. In dem von uns besuchten Restaurant in Kyoto ist man darauf spezialisiert. Hauchdünn geschnittene Rindfleischstreifen und verschiedene Gemüsearten werden, ähnlich wie beim Fondue, von uns selbst am Tisch zubereitet. Übernachtung in Kyoto.

7. Tag, Donnerstag, 02.04.2020: Nara
Heute besuchen wir den uralten Kaiserort Nara. Nara war von 710 bis 794 die erste feste Hauptstadt Japans, bevor der Kaiser, dem die Mönche in Nara zu viel Macht gewonnen hatten, die Hauptstadt nach Kyoto verlegte. Nara gilt als Wiege der Kultur Japans. Hier haben sich die prachtvollen Tempel erhalten, die von der einstigen Macht der Stadt zeugen. Allen voran der Todai-Ji, ein buddhistischer Tempel, der die größte Buddha-Statue Japans beherbergt. Mit 15 Meter Höhe und einem Gewicht von 250 Ton­nen ist der „Sakyamuni“ die größte bronzene Buddhastatue der Welt. Der Haupttempel, in welchem der Buddha und weitere imposante Figuren unter­gebracht sind, ist das größte Holzgebäude der Welt. Auf dem weitläufigen Gelände befinden sich noch weitere Tempel und Schreine, die alle eine beson­dere Bedeutung haben. Hier sehen wir auch, mit welcher Leichtigkeit Japaner ihre Religionen betrachten: Buddhismus und Shintoismus existieren friedlich nebeneinander, ergänzen sich sogar. Japaner huldigen meistens den Göttern beider Religionen. Für jedes Problem oder jedes Ereignis, freudig oder traurig, ist ein anderer Gott verantwortlich. Wir werden in Japan keine religiösen Fa­natiker antreffen. Das schönste Beispiel eines Shinto-Schreins in Nara ist der im Jahre 768 errichtete Kasuga-Schrein. Hier finden wir tausende Stein­laternen auf dem Weg zum Tempel, und im Tempel selbst erleuchten etwa tausend weitere Messinglaternen die Tempelhalle. Nachdem wir inzwischen schon Einiges über die Geisha-Tradition erfahren haben, erleben wir heute beim Abendessen in einem besonderen Restaurant in Gion den Auftritt einer Geisha. Der prachtvolle Kimono der Geisha ist viel aufwändiger als ein Kimono, den die japanischen Damen auch heute noch zu besonderen Anläs­sen tragen. Trotz des schweren Gewandes bewegen sich die Geishas leicht und anmutig und unterhalten die Gäste mit Musik und Tanz. Lassen wir uns von der Schönheit und Eleganz der Meiko und Geiko bezaubern! Übernach­tung in Kyoto.

8. Tag, Freitag, 03.04.2020: Fuji – Übernachtung im Ryokan in Kawaguchiko
Heute folgen wir dem Motto der Japaner: Man muss einmal im Leben den heiligen Berg Fuji sehen. Und damit wir diesen Ausflug auch genauso er­leben, wie es die Japaner lieben, werden wir in einem traditionellen Ryo­kan, übernachten. Das ist ein ursprüngliches japanisches Hotel mit vielen Ritualen, die wir so mit Sicherheit noch nie erlebt haben. Hier reist man mit kleinem Gepäck an, unser Hauptgepäck wird bereits nach Tokio gebracht. Wir fahren mit dem Shinkansen-Express nach Shizuoka. Von dort bringt uns ein Bus in die Region um den berühmten Berg Fuji. Damit wir in den Genuss kommen, den Berg in seiner vollen Schönheit zu bewundern, haben wir das sogenannte „Fünf-Seen-Gebiet“ auf der Nordseite des Berges gewählt. Hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die „scheue Diva“, wie die Japa­ner den Berg auch liebevoll nennen, in Wolken hüllt, wesentlich geringer als auf der häufiger besuchten Südseite. Bester Ort in der Fuji-Region, die Kirschblüte zu sehen, ist das Nordufer des Sees bei Kawaguchiko. Gibt es ein „japanischeres“ Andenken als ein Foto des Mt. Fuji mit der Kirsch­blüte? Genau dort, in Kawaguchiko, beziehen wir unsere Zimmer im Ryokan „Mifujin“. Einen Aufenthalt im Ryokan, den die Japaner schon seit Jahrhunder­ten genießen, würde man heute am ehesten mit Wellness umschreiben. Alle Ryokans verfügen über natürliche Heißquellen-Bäder, die aus vulkanischen Quellen gespeist werden. Je nach Region spricht man dem Wasser verschie­dene Heilkräfte zu. Man fühlt sich im Ryokan wie zu Hause, und deshalb trägt man auch während des Aufenthaltes den Yukata, den Hauskimono, der in jedem Zimmer für uns bereit liegt. Die Zimmer mit Schiebetüren aus Reispa­pier dienen tagsüber als Wohnraum, für die Nacht werden Futons auf den Tatami-Matten ausgelegt. Am Nachmittag können wir in den natürlichen heißen Quellen entspannen. Vom sogenannten Onsen unseres Ryokan ge­nießen wir dabei den direkten Blick auf den See und den Mount Fuji – ein einzigartiges Erlebnis! Am Abend wird zum Enkai geladen, einer Feier, die mit einer traditionellen japanischen Speisefolge und auch dem einen oder anderen Glas Sake begangen wird. Wer möchte, bedient zum Abschluss noch ein letztes Klischee und lässt den Abend, wie es die Japaner üblicherweise tun, in der Karaoke-Bar des Ryokan ausklingen.

9. Tag, Samstag, 04.04.2020: Fuji – Kamakura – Tokio
Nach einem typisch japanischen Frühstück im Ryokan verlassen wir die ruhige Bergwelt und tauchen später ein in die Megametropole Tokio. Zum Abschied vom Fuji unternehmen wir zuvor eine Seilbahnfahrt auf den Berg Tenjosan, um noch einmal von oben das gesamte Panorama mit den Seen und dem alles beherrschenden Berg Fuji zu genießen. Im Anschluss geht es mit dem Bus nach Kamakura, wo gegen Ende es 12. Jh.s neben Kyoto 140 Jahre lang ein weiteres politisches Machtzentrum entstand, als der Warlord Minamoto Yoritomo hier eine Militärregierung etablierte. Es gibt zahlreiche Tempel, Museen und historische Monumente, allen voran der „Daibutsu“, der größte freistehende Buddha Japans. Die Bronzestatue ist über 13 Meter hoch und wiegt 121 Tonnen. Errichtet wurde sie um 1252. Es ist auch möglich, das Innere der Statue zu betreten. Dieser Tempel hat einen sehr schönen Garten mit vielen Kirschbäumen. Aber nun auf nach Tokio, der Megacity mit ihren Superlativen! Tokio empfängt uns als typische Großstadt mit vielen markanten Gebäuden, unter anderem dem neuen Rathaus in Shinjuku. Die Wolkenkratzer in diesem Stadtteil stehen Manhattan in nichts nach. In Tokio tobt das Leben. Lassen wir einfach einmal das Treiben an der größten Kreuzung in Shibuya, eine der bekanntesten Straßenkreuzungen der Welt, auf uns wirken: Wie Ameisen wimmeln pro Ampelphase tausende Menschen über die Straße, und wenn die Ampel rot ist, ist der Spuk in Sekundenschnelle vorbei. So funktioniert Tokyo. Selbst die größte Menschenmenge ist zu bändi­gen. Am Abend erwartet uns das authentische Restaurant Sushizanmai im lebhaften Stadtteil Shinbashi. Wir erkunden die engen Straßen von Tokios Shinbashi-Viertel, das für seine typischen Restaurants und rustikalen Pubs, den Izakayas, bekannt ist. Wir erleben das pulsierende Viertel nach Einbruch der Dunkelheit und genießen einige der leckersten Gerichte der japanischen Küche. Unser Sushi-Lokal bietet hervorragende Qualität und ist daher auch bei Tokios Einwohnern sehr beliebt. Noch Lust auf einen Schlum­mertrunk in einer „hochklassigen Location“? Von der Bar im 39. Stockwerk unseres Hotels „Shingawa Prince“ haben wir eine einzigartige Aussicht auf das nächtliche Tokio. Übernachtung in Tokio.

10. Tag, Sonntag, 05.04.2020: Nikko
Fast am Ende unserer Reise haben wir noch ein ganz besonderes Highlight im Programm, einen Ausflug nach Nikko. „Sag niemals SCHÖN, wenn du nicht Nikko gesehen hast!“, so lautet ein japanisches Sprichwort. Zunächst fahren wir mit dem Shinkansen-Express ca. 50 Minuten bis Utsunomiya, von dort geht es mit dem Bus durch schöne Gebirgslandschaften zu den Kegon-Wasserfällen. Stärken wir uns hier vor dem Tempel-Besuch mit einer Spe­zialität aus den Bergen. Ayu, eine Forellenart aus den klaren Bergseen, schmecken am besten über offenem Feuer gegrillt. Dass sich Tokio zu der Stadt entwickeln konnte, die es heute ist, verdankt es wesentlich dem Shogun Tokugawa Ieyasu, der die Stadt, die damals noch Edo hieß, zur Hauptstadt machte und damit Kyoto hinter sich ließ. Statten wir heute dem Grab dieses Stadtgründers einen Besuch ab. Sein Enkel, der seinen Großvater verehrte, ließ ihn in den Bergen bei Nikko nördlich von Tokio bestatten, einer Gegend, die der Shogun liebte. Um die Bedeutung zu unterstreichen, erbaute er um das eher schlichte Grabmal die herrlichste Tempelanlage, die es in Japan zu bewundern gibt. So ist der Toshogu-Schrein die Hauptattraktion in Nikko – neben vielen weiteren UNESCO-Weltkulturerbestätten. Der Be­such des Schreins wird uns in sprachloses Staunen versetzen. Besonders jetzt, nachdem alles komplett renoviert wurde und wieder im alten Glanz erstrahlt, bietet sich uns ein prachtvolles Bild. Über Jahre hinweg waren die Gebäude eingerüstet und verhüllt. Wir gehören zu den ersten Besuchern, die wieder die komplette Schönheit bewundern können. Das prunkvolle Mausoleum des großen Shogun Tokugawa Ieyasu ist bekannt für das Bildnis der „3 Affen“, aber weitaus prächtiger sind die Brunnen, Tempel und Pagoden auf dem Gelände, die um das Grabmal angelegt wurden. Japans geheimnisvollster Schrein mit Asiens schönster Holzschnitzorgie ist ein Fest für die Sinne, ein überbordender Raum der Kunst und der Harmonie. Kein Ausruhen ist dem Auge gestattet, immer Neues ist zu entdecken. Ein Tag in Nikko, das ist ganz große Kulisse! Die Region um Nikko mit klaren Gebirgsbächen und kalten Wintern ist ideal für die Herstellung des Sake, dem sogenannten Reiswein. Obwohl der Sake gebraut wird, bezeichnet man das Getränk als Wein. Wir besuchen eine kleine private Sake-Brauerei und erfahren alles über die Sake-Herstellung, während wir die verschiedenen Qualitäten des berühmten japanischen Reisweins probieren. Wir stellen uns dabei vor, wie köstlich ein Glas Sake zu den kulinarischen Genüssen harmoniert, die uns noch erwarten. Anschließend geht es mit dem Zug zurück nach Tokio. Nach diesem langen Tag entspannen wir uns beim reichhaltigen Buffet-Abendessen im Hotelres­taurant. Übernachtung in Tokio.

11. Tag, Montag, 06.04.2020: Tokio
Gleich zu Beginn des Tages wird uns unser Reiseleiter den Kontrast zwischen dem traditionellen und dem hypermodernen Tokio zeigen. Zunächst besu­chen wir im „alten“ Tokio den Asakusa Kannon Tempel mit den Nakamise Arkaden, einen der ältesten Tempel der Stadt. Gleich nebenan liegt das modernste Stadtviertel Tokios.Hier besuchen wir das weltweit zweithöchste Bauwerk und mit seinen 634 Metern gleichzeitig höchsten Fernsehturm der Welt, den Tokyo Skytree. Binnen weniger Sekunden geht es auf die 350 m hohe Aussichtplattform des Turms. Von hier hat man einen gewaltigen Rundumblick über die größte Metropole Ostasiens. Anschließend werden wir auf eine spannende Stadtrundfahrt entführt. Wir besuchen den Yanaka-Friedhof, einen der ältesten in Tokio und am Kaiserpalast gelegen. Erst seit kurzer Zeit sind die kaiserlichen Gärten für die Öffentlichkeit geöffnet. Der Palast selber ist nicht zu besichtigen, aber die wundervollen Gärten will die Kaiserfamilie zur Kirschblüten-Zeit seinem Volk nicht vorenthalten. Weiter geht es zu den Hamarikyu-Gärten. Gemeinsam mit der Kirschblüte kündigt auch die Rapsblüte den Frühling an. Hunderttausende von ihnen blühen hier von Ende Februar bis in den April. Die Umgebung ist erfüllt von Blütenduft, und den Anblick eines gelben Rapsfeldes zwischen Hochhäu­sern, den gibt es nur in Tokio. Wer noch immer nicht genug hat von der blühenden Pracht, kann am Abend noch einen Abstecher zur Uferprome­nade „Chidori-ga-fuchi“, die in ganz Tokyo für ihre Kirschblüte berühmt ist, machen. Sie erstreckt sich entlang des Grabens um den Kaiserpalast auf 700 m Länge. Umrahmt vom Wasser des Schlossgrabens und dem frischen Grün am Ufer ist die Promenade eine vielgeliebte Ruheoase, die von Ende März bis Anfang April von der hellrosa Pracht der Kirschblüte überzogen wird. Während des Chiyoda-Kirschblütenfestes werden die Kirschbäume des Chidori-ga-fuchi nachts angestrahlt. Der Widerschein der Kirschblü­ten über der Wasseroberfläche ist ein stimmungsvolles Erlebnis. Am Abend erwartet uns nochmals ein typisch japanisches Vergnügen: eine Bootsfahrt durch die Bucht von Tokio auf einem sogenannten Yakatabune-Boot ist für Japaner ein beliebter Ausflug. Ganz sicher werden auch wir die Fahrt auf einem dieser Boote genießen. Wir fahren entlang der beleuchteten Skyline, die vom Wasser gesehen sehr beeindruckend ist. Während der Fahrt wird uns ein schmackhaftes mehrgängiges Abendessen serviert. An Bord herrscht eine lockere Atmosphäre. Wir können bei japanischem Bier und Sake ent­spannen – und je nach Stimmung an Bord – motivieren die Angestellten die Gäste zum Karaoke oder unterhalten uns mit einem Drachentanz. Ein gelun­gener Abschluss unserer Reise! Übernachtung in Tokio.

12. Tag, Dienstag, 07.04.2020: Tokio – Rückreise
Nach unserem letzten ausgiebigen Frühstück in Japan haben wir noch ein wenig Zeit für eigene Aktivitäten und letzte Einkäufe in der 10-Millionen-Metropole Tokio vor unserem Bustransfer zum Flughafen Tokio-Haneda, Rückflug nach München und weiter nach Stuttgart, wo wir am Abend an­kommen werden.

Veranstalter: TTS Trautner-Touristik GmbH, Württembergstr. 317, 70327 Stuttgart,
Telefon: +49 (0) 171 7463530, E-Mail: petra.meyer@trautner-touristik.de

Unser Reisepreis und Leistungen:
4.495,- EURO

pro Person im Doppelzimmer Einzelzimmer-Zuschlag: 725,- EURO

  • Linienflug mit Lufthansa ab Stuttgart nach Osaka und zurück von Tokio nach Stuttgart (jeweils via München); inkl. 23 kg Freigepäck sowie sämtliche Steuern und Gebühren
  • 9 x Übernachtung in den angegebenen oder gleichwertigen sehr guten 3- bis 4-Sterne-Hotels; Zimmer mit Bad / WC
  • 1 x Übernachtung in einem Ryokan-Hotel am Kawaguchiko-See inkl. Onsen mit Blick auf den heiligen Fuji; Zimmer mit Bad / WC
  • 10 x Frühstück (meist in Buffetform)
  • 1 x Okonomiyaki-Abendessen in Hiroshima
  • 1 x Kaiseki-Abendessen bei Hiroshima
  • 1 x Sushi und Tempura-Abendessen in Kyoto
  • 1 x Ramen-Abendessen in Kyoto
  • 1 x Shabu Shabu-Abendessen in Kyoto
  • 1 x Abendessen mit Musik und Tanz der Geishas in Gion / Kyoto
  • 1 x Enkai-Abendessen im Ryokan in der Fuji-Region
  • 1 x Sushi-Abendessen in Tokio
  • 1 x Buffet-Abendessen im Hotel in Tokio
  • 1 x Abendessen auf einem Yakatabune-Boot in Tokio
  • 1 x Forellen-Essen zur Mittagszeit bei Nikko
  • Besuch einer Sake-Brauerei inkl. Reiswein-Probe
  • Traditionelle Teezeremonie in Kyoto
  • 4 x Shinkansen-Superexpress-Fahrten in der 2. Klasse mit Sitzplatzreservierung und separatem Gepäcktransport
  • Klimatisierter Reisebus bei den Ausflügen lt. Programm
  • Stadtführungen in Hiroshima, Kyoto, Nara und Tokio
  • Besuch der Gedenkstätte und des Friedensmuseums in Hiroshima
  • Ausflug zur Insel Miyajima
  • Besichtigung des Kinkakuji- und des Kenniuji-Tempels sowie des Fushimi Inari-Schreins in Kyoto
  • Besuch der illuminierten Gärten in Kyoto
  • Ausflug nach Arashiyama
  • Rikscha-Fahrt durch den Bambuswald von Arashiyama
  • Besuch des Todai-Ji-Tempels und des Kasuga-Schreins in Nara
  • Seilbahnfahrt auf den Berg Tenjosan
  • Tempelbesuch mit Buddha-Statue in Kamakura
  • Holzboot-Fahrt auf dem Huza-Fluss
  • Auffahrt auf die Skytree-Aussichtsplattform in Tokio
  • Nikko-Nationalpark mit Toshogu-Schrein und Tempelbezirk
  • Nächtliche Bootsfahrt durch die Bucht von Tokio
  • Sämtliche Eintrittsgelder und Nationalparkgebühren lt. Programm
  • Qualifizierte deutschsprachige Reiseleitung
  • Persönliche und umsichtige TTS-Reisebetreuung
Voraussichtliche Flugzeiten
(jeweils Ortszeit):

27.03.2020
09:25 Uhr Abflug Stuttgart, 
07:20 Uhr Ankunft Osaka (28.03.)

07.04.2020
12:35 Uhr Abflug Tokio,
20:15 Uhr Ankunft Stuttgart

Mindestteilnehmerzahl:
14 Personen

Flugplan / Zeiten / Programmänderungen vorbehalten

Hier können Sie sich das Reiseprogramm herunterladen

Zusatzinformationen:

Kirschblüte und Hanami
Die japanische Kirschblüte und das Hanami (Kirschblütenfest) finden jährlich zwischen Ende März und Mitte April statt. Wir haben daher die beste Reisezeit gewählt, um die japanische Kirschblüte erleben zu können. Weni­ger als zwei Wochen blühen die Bäume, aber aufgrund Japans vielfältigen Klimazonen erscheint die Blütenpracht je nach Region zu einer anderen Zeit. Die Termine für Hanami unterliegen jährlichen klimatischen Schwankungen und können daher weder langfristig vorhergesagt noch garantiert werden. In milden Jahren blüht es schon früher als in kälteren Jahren. Somit verschiebt sich die „Front“, und die Blütenvorhersage wird in Japan so wichtig wie die tägliche Wettervorhersage.

Einreisebestimmungen
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Japan einen gültigen Reisepass. Einreise-und Zollinformationen erhalten Sie mit Ihren Reiseunterlagen.