Aserbaidschan & Georgien

Aserbaidschan & Georgien
Aserbaidschan & Georgien
Vom Kaspischen Meer zum Kaukasus
Reisetermin: 6. bis 16. Oktober 2020 / 11 Tage

Unentdeckte Ziele jenseits der normalen touristischen Pfade zu erobern, ist heutzutage beinahe unmöglich. Aber eben nur beinahe. Der Kaukasus ist für die meisten nach wie vor unbekanntes Terrain. Nur wenige Flugstunden entfernt, tauchen Sie in völlig andere Welten ein. Bei unserer umfassenden Reise erleben Sie die ursprüngliche Natur, reiche Kultur und Kulinarik dieser faszinierenden Region. Wir führen Sie zu den Kulturschätzen vom Kaspischen Meer bis zum Kaukasus, auf eine Reise durch die Frühgeschichte Aserbaidschans, entlang der alten orientalischen Seidenstraße bis zum imposanten religiösen Zentrum Georgiens. Entdecken Sie die besondere Mischung aus beeindruckender Architektur, atemberaubenden Landschaften und der reichen Kultur dieser beiden ehemaligen Sowjetrepubliken.

Aserbaidschan ist ein Land zwischen Tradition und Moderne und legt großen Wert auf seinen Ruf als multikulturelles und tolerantes Land. Als erstes muslimisches Land, das Frauen 1919 das Wahlrecht einräumte, ist Aserbaidschan auf seine Tradition der Aufklärung zu Recht stolz. 95 Prozent der aser­baidschanischen Bevölkerung sind Muslime. Die Zahl der Frauen, die ein Kopftuch tragen und die in die Moschee gehen, ist hier jedoch geringer als z. B. in Holland. Warum? Weil das Land aus der Geschichte gelernt hat, was wichtig ist, worauf man Wert legen muss und worauf nicht. Aserbaidschan besitzt eine lange bewegte Geschichte über einen Zeitraum von 5.000 Jahren. Einst zogen Händler auf der Seidenstraße durch das Land, heute wird das reiche kulturelle Erbe um moderne Aspekte erweitert. So grenzen nicht nur in der pulsierenden Haupt-und Küstenstadt Baku futuristische Wolkenkratzer in hypermodernen Stadtteilen an alte historische Gemäuer in der von der UNESCO zum Weltkulturerbe deklarierten Altstadt. Das aufstrebende Land, an der strategischen Schnittstelle zwischen Europa und Asien gelegen, ist Heimat junger Designer und traditioneller Musik, Modern-Art-Sammlungen und ge­schichtsträchtiger Kunst. Aserbaidschan ist ein Land voll spannender Kontraste und bietet Besuchern in jeder Beziehung viel Abwechslung: von Tiefebenen auf Meereshöhe bis zu dramatischen Berglandschaften, faszinierende Naturschauspiele wie Schlammvulkane und ewiges Feuer, prähistorische Felszeich­nungen, mittelalterliche und Jugendstil-Bauten sowie Traumstrände am Kaspischen Meer. Vielfältige Zutaten und Aromen machen die abwechslungs­reiche Landesküche aus, und auch die jahrtausendealte Weintradition birgt unerwartete Überraschungen. Ein Land, das Sie in Staunen versetzen wird!

Auch Georgien ist für viele noch ein „weißer Fleck“ auf der touristischen Landkarte. Das „Italien des Ostens“, wie das Land seit seiner Unabhängigkeit 1991 genannt wird, hält unzählige verborgene Reize für seine Besucher bereit: Hinter restaurierten Stuckfassaden, wieder auflebender Orthodoxie und üppigen Weinfeldern wartet manch überraschende Begegnung. Wer durch das „wilde Georgien“ reist, erlebt grandiose Landschaften und eine beeindruckende Kultur. Wir besuchen die quirlige Hauptstadt Tiflis, welche Geschichte und Moderne stilvoll verbindet, majestätische Berge rund um Stephantsminda, uralte Siedlungen und Höhlenstädte sowie Klöster und Kirchen – jede für sich faszinierend und daher nie langweilig, weil man sich an dem Gesamtkunst­werk und seiner Umgebung nie satt sehen kann. In Georgien erwartet uns eine Gastfreundschaft, wie man sie kaum noch anderswo erlebt. Die Georgier werden uns das Gefühl geben, willkommen zu sein. So lassen wir uns auch von der hervorragenden georgischen Küche verzaubern und lernen bei unseren Weinverkostungen die uralte Weinbautradition kennen und schätzen.

Noch sind die beiden Kaukasus-Staaten ein Geheimtipp – kommen Sie mit uns und erleben eine Region, welche auf kleinem Raum unglaublich abwechs­lungsreich ist und so viel Faszinierendes, Einzigartiges und Neues bietet!

Unser Reise-Programm:

1. Tag, 06.10.2020: Anreise – Baku
Linienflug von Stuttgart nach Baku. Nach Ankunft am Flughafen Baku am Abend Begrüßung durch unsere örtliche Reiseleitung. Transfer zum Hotel „Central Park“ in Baku und Übernachtung.

2. Tag, Mittwoch, 07.10.2020: Gobustan-Nationalpark – Baku
Früh am Morgen fahren wir von Baku Richtung Südwesten in den Gobustan-Nationalpark. Bekannt ist der Nationalpark u. a. für seine 600 steinzeit­lichen Felszeichnungen, die in den 1930er Jahren entdeckt wurden. 1966 erfolgte die Einrichtung zum Nationalpark mit einer Fläche von ca. 44 km•, und 2007 wurden die Fundstätten der Felszeichnungen zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. Das Gebiet ist fremdartig und doch faszinierend: Die Kombination Schlammvulkane, ein Erdgasteich und Steinzeitmalereien gibt es weltweit kein zweites Mal. Inmitten der aserbaidschanischen Halb­wüste blubbert es aus jenem Boden, auf dem vor Jahrtausenden schon Stein­zeitmenschen (aus Skandinavien) ihre Spuren hinterließen. Fast die Hälfte der Schlammvulkane dieser Erde befindet sich auf aserbaidschanischem Territorium. Schlammvulkane an sich sind zwar keine echten Vulkane, doch weisen sie ihre Form auf. Aus dem Boden aufsteigendes Methan sorgt in Ver­bindung mit wassergesättigtem Schlamm für ein kurioses Naturschauspiel in einer sonst kargen Mondlandschaft. Rückfahrt nach Baku und Besichtigung der Hauptstadt. Unsere Führung startet am höchsten Punkt der Metropole, dem Highland Park. Von hier aus genießen wir die spektakuläre Aussicht auf Baku mit der Kristallhalle und den Flammentürmen. Weiter geht es nach „Icheri Sheher“, dem teils von einer Mauer umschlossenen historischen Stadtkern, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Wir schlendern durch die mittelterliche Altstadt mit ihrem engen Gassen-Labyrinth und besichti­gen den Palast der Shirvan-Shahs aus dem 15. Jh., ebenfalls ein UNESCO-Weltkulturerbe. Doch bei all der Historie ist Baku keine „Museumsstadt“. 4.200 Menschen wohnen hier in der Altstadt zwischen alten kunstvoll verzierten Palästen, Museen und zu Restaurants umgebauten historischen Karawansereien. Unter ihnen viele Künstler, die in den schmalen Gässchen ihre Ateliers haben. Bilder, Teppiche, Seidenschals, alte Samoware werden feilgeboten. Unaufgeregt. Unaufdringlich. Der beste Überblick bietet sich vom Dach des legendären uralten Jungfrauenturms „Qiz Galasi“ aus dem 7. Jh. v. Chr. Jenseits der Stadtmauern breitet sich das Baku des 19. Jhs. aus – mit imposanten Villen der Ölbarone, die während des Ölbooms 1870 – 1914 gebaut wurden. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen die Aserbaidschanische Staatliche Philharmonie, der Palast des Glücks sowie der Ismailiyya-Palast. Wir bummeln durch die Fußgängerzone rund um den Fontänen-Platz und flanieren auf der Einkaufsmeile, der Nizami-Straße. In der Allee der Märtyrer genießen wir einen grandiosen Panoramablick über die Bucht von Baku. Die schöne Aussicht auf das nächtliche Baku können wir beim Abendessen auch von der Restaurant-Terrasse genießen – und dazu aserebaidschani­sche Gourmetküche im Restaurant „Terrasse Garden“. Übernachtung in Baku.

3. Tag, Donnerstag, 08.10.2020: Halbinsel Absheron – Yanar Dag – Baku
Ausflug ins „Land der Zoroastrier“. Die seit der Antike besiedelte Halbinsel Absheron hat bis heute eine Reihe von historischen Denkmälern bewahrt. Neben Überresten von Burgen und Siedlungen besuchen wir in Surachani den eindrucksvollen Feuertempel „Ateshgah“, der im 17. Jh. von den Zoro­astriern errichtet wurde. Wir erhalten eine Einführung in den Grundgedan­ken Zarathustras, einer Religion, die bis in unsere Zeit im Mittleren Osten das Denken beeinflusst. Danach besichtigen die imposante „Viereckige Burg Merdekan“. Als Teil der Befestigungskette auf der Halbinsel wurde diese architektonische Meisterleistung vermutlich im 14. Jh. errichtet. Es geht weiter zum Naturschutzgebiet Yanar Dag, zum „Brennenden Berg“, wo sich uns ein faszinierendes Schauspiel brennenden Erdgases bietet. Am frühen Nachmittag sind wir zurück in Baku und besuchen das Heydar Aliyev-Kulturzentrum, ein imposanter 619.000 Quadratfuß großer Gebäude­komplex, der von irakisch-britischen Architekten entworfen wurde. Führung durch das Nobel-Haus. Die schwedischen Brüder Nobel haben in Baku fast 20 Jahre lang gewohnt, und ihr Wohnhaus kann heute als Museum besich­tigt werden. Danach besuchen wir das Aserbaidschan Teppich-Museum. Die Sammlung des Museums umfasst über 10.000 Exponate: Keramik, Metallarbeiten des 14. Jhs., Schmuck aus der Bronzezeit, Teppiche aus dem 17. bis 20. Jh., nationale Gewänder und Stickereien sowie angewandte Kunst. In der Abenddämmerung entspannen wir bei einer romantischen Boots­fahrt auf dem Kaspischen Meer. Zum Abendessen besuchen wir das beliebte Restaurant “Prive Steak Gallery“ in Baku. Übernachtung in Baku.

4. Tag, Freitag, 09.10.2020: Shamakhi – Lahij – Nidzh – Sheki
Heute erleben wir bei unserer Fahrt in die Berge des Kaukasus, wo die tro­ckene Landschaft einer dicht bewaldeten Bergregion weicht, wunderschöne Naturlandschaften und spektakuläre Kulissen. Angekommen in Shamakhi, besichtigen wir zunächst das Yeddi Gumbez Mausoleum, das sich mit sei­nen „Sieben Kuppeln“ am Fuße der Festung Gulistan befindet. Weiter geht es zur ältesten und größten Moschee Aserbaidschans, der im 8. Jh. erbau­ten und nach ihrer Zerstörung im 19. Jh. rekonstruierten Juma-Moschee, eine der größten Kultstätten des Kaukasus. Anschließend probieren wir in Sha­makhi den berühmten kaspischen Joghurt „Qatiq“. Die Köchin erzählt uns viel Wissenswertes über die Milchproduktion und Milchviehhaltung im Land. Nächste Station ist das Weingut Chateau Monolit in Ismaili, idyllisch inmit­ten der bewaldeten Berge des Kaukasus gelegen. Nach einer Führung durch die Weinberge genießen wir eine Weinprobe des aserbaidschanischen Weins, dessen Kultur aufgrund der Zerstörung durch die Sowjets relativ jung im Land ist. Trotz der primär islamischen Weltanschauung in Aserbaidschan, floriert die Weinproduktion hier prächtig. Weiterfahrt durch den Canyon des Girdimanchay-Flusses nach Lahij. Das Dorf ist wie ein lebendiges Frei­lichtmuseum, und es scheint, als wäre es im Mittelalter eingefroren worden. Der Ort aus dem 5. Jh. mit seinen aus Flusssteinen errichteten Häusern und Gehwegen weist eine interessante Architektur auf. Ein altes öffentliches Bad, mittelalterliche Wasserversorgungs-und Abwassersysteme sowie traditio­nelle Werkstätten bilden zusammen ein authentisches Bild. Lahij ist auch be­rühmt für sein Kupferhandwerk, das seit Jahrhunderten die Haupttätigkeit der Einwohner ist. Kupfermeister ist hier ein Familienjob und wird von Vater zu Sohn weitergegeben. Jede Werkstatt ist wie ein kleines Museum, das seine eigenen Exponate herstellt. Die Hauptprodukte sind Gebrauchsgegenstände, Haushaltsartikel mit speziellen orientalischen Ornamenten und traditionel­len Mustern. Ein Kupferschmiedmeister zeigt uns, wie man diese kunstvol­len Kupferarbeiten herstellt. Danach besuchen wir Basgal, bekannt für seine hochwertige Seidenwebereien. Wir sehen in einer Kelegayi-Werkstatt, wie Stoffe gewebt, die traditionellen seidenen Kopftücher und Schals herge­stellt und die Färbekunst entwickelt wird. Unweit von Gabala besuchen wir im Dorf Nidzh den Udin-Tempel, ein einzigartiges architektonisches Denk­mal der kaukasischen Albanier. Das Volk der Udins ist eine ganz besondere ethnische Minderheit. Heutzutage zählen nur noch 10.000 Menschen dazu. Ihnen ist es gelungen, ihre Traditionen, Sprache, materielle und spirituelle Kultur bis heute zu erhalten. Zum Abendessen besuchen wir ein landestypi­sches Restaurant in Sheki. Übernachtung im Hotel „Sheki Saray“ in Sheki.

5. Tag, Samstag, 10.10.2020: Sheki – Kish
Während unseres Rundgangs durch Sheki besichtigen wir den beeindruckenden königlichen Sommerpalast der Sheki Khans. Das außergewöhn­liche Bauwerk aus der Mitte des 18. Jhs. überrascht mit seiner prächtigen Bemalung: anekdotische Zeichnungen, aber auch komplizierte geometrische Muster. In den heute leeren Zimmern bestaunen wir die farbenfrohen Glas­mosaike. Für den Palastbau wurde übrigens kein einziger Nagel verwendet! Auf dem Gelände besuchen wir eine traditionelle Werkstatt für Shebeke-Verglasungen und erfahren vom Meister, wie diese speziellen Fenster seit dem 12. Jh. kunstvoll ohne Klebstoff oder Nägel hergestellt werden. Nutzen wir die Gelegenheit, diese außergewöhnliche Technik selbst auszuprobieren. Nächste Station ist die Karawanserei aus dem 17. Jh., einst Herberge für auf der Seidenstraße reisende Kaufleute. Süßer Abschluss des Stadtrundgangs in Sheki ist der Besuch einer Halva-Küche. Hier probieren wir die leckere landestypische Süßspeise und erleben zuvor deren Herstellungsprozess. An­schließend fahren wir ins Dorf Kish, um die Kaukasus-Albanische Kirche, die älteste Kirche des Kaukasus aus dem 1. Jh., zu besichtigen. Eine kleine Teepause im Dorfcafé lässt uns in Kontakt zu den Einheimischen kommen. Am frühen Abend geht es wieder zurück nach Sheki zum Abendessen in einer alten Karawanserei und Übernachtung.

6. Tag, Sonntag, 11.10.2020: Sheki – Nohur-See – Gabala – Ganja – Göygöl (Helenendorf)
Nach einem Bummel über den traditionellen Ost-Bazar von Sheki geht es heute entlang der Seidenstraße zu den Spuren deutscher Siedler im Gro­ßen Kaukasus. Unterwegs stoppen wir am Nohur-See auf 700 m ü. M. Der auffällige See mit herrlichem Blick auf den Kaukasus, der frischen Luft und seinem klaren Wasser ist einer der malerischsten Orte der Region Gabala, der sog. „aserbaidschanischen Schweiz“. Der See ist ein Paradies für Ang­ler und wird auch als Stausee genutzt. Er liefert Trinkwasser für Gabala und die Region. Bei einer Bootsfahrt können wir die wunderschöne Landschaft genießen und den Anglern zusehen. Vom 2.000 Jahre alten Gabala, der ältesten Stadt Aserbaidschans und 600 Jahre lang Hauptstadt des alten kaukasischen Albaniens, fahren wir nach Ganja, der zweitgrößten Stadt Aserbaidschans. Neben eindrucksvollen Bauwerken sind die Bewohner be­sonders stolz auf den bekanntesten Poeten des Landes, Nizami Gyanjevi, der hier geboren wurde. Während eines Rundgangs durch die Altstadt sehen wir Überreste von Gebäuden, die bis auf das 12. Jh. zurückgehen. Ruinen von Türmen, Festungen, Moscheen und Brücken schaffen ein historisches Ambiente. Wir besichtigen das Nizami-Mausoleum, das zu Ehren des be­rühmten Dichters aus dem 12. Jh. erbaut wurde. Anschließend besuchen wir die Juma-Moschee (Freitagsmoschee) im Stadtzentrum von Ganja. Die Moschee wurde 1606 nach einem Projekt von Sheykh Baheddin Mohammad Amil auf Anweisung von Shah Abbas dem Großen gebaut und trägt daher den Namen „Shah Abbas Moschee“. Weiterfahrt nach Göygöl, 1819 als „Helenendorf“ von protestantischen Schwaben gegründet, die sich hier mit Erlaubnis des Zaren Alexander I. neu ansiedeln durften. Spezialisiert auf Weinanbau, brachte es der kleine Ort zu Wohlstand und Bekanntheit. In der malerischen Gegend bauten die Immigranten Häuser im Stil deutscher Architektur, eine Schule, einen Kindergarten und eine Musikschule. Wir spazieren durch die schön angelegten Straßen auf der Suche nach Spu­ren der einstigen Siedler: Wir sehen die St. Johannes-Kirche, die Kolonis­tenhäuser, das Rathaus sowie das Wohnhaus von Victor Klein, dem letzten Nachfahren der schwäbischen Siedler, und sein Grab auf dem Friedhof, wo er 2007 beigesetzt wurde. Zu Abend essen werden wir in Ganja in einem außergewöhnlichen Restaurant: Das „Shah Saray“ bietet eine gute und vielfältige Küche und ist komplett im Stil der Sowjetzeit eingerichtet – inkl. Empfang durch einen Soldaten mit Kalaschnikow am Eingangstor. Unsere letzte Nacht in Aserbaidschan verbringen wir im Hotel „Ganja Vego“ in Ganja.

7. Tag, Montag, 12.10.2020: Grenze nach Georgien bei Lagodechi – Signagi – Tiflis
Abfahrt zur aserbaidschanisch-georgischen Grenze bei Lagodechi. Beim gemeinsamen Mittagessen in einem lokalen Restaurant werden wir uns von unserem aserbaidschanischen Reiseleiter und Busfahrer verabschieden und dann den Grenzübergang ein paar Schritte durch das Niemandsland zu Fuß überqueren. Nach den Pass- und Zollformalitäten werden wir auf der anderen Grenzseite von unserem georgischen Team in Empfang genommen. Zusammen fahren wir dann durch Kachetien, dem bekannten Weinanbau­gebiet Georgiens. Dort besuchen wir zunächst das Nonnenkloster Bodbe aus dem 4. – 8. Jh., in dem die Apostelin Nino begraben liegt. Sie christia­nisierte das Land und wird von allen Georgiern bis heute hoch verehrt. Wir besichtigen die Kirche und sind tief beeindruckt von der mystischen und sehr besonderen Atmosphäre an diesem heiligen Ort. (Bitte beachten, dass Frauen in georgischen Kirchen ein Kopftuch anlegen müssen). Anschließend geführter Spaziergang durch die malerische Weinstadt Signagi, die von einer Doppelmauer und 28 Türmen umgeben ist. Die Mauer war das Symbol der Freistadt Signagi. Die Häuser sind im klassisch-süditalienischen Stil mit typisch georgischen Elementen gebaut, eine äußerst ansprechende und inte­ressante Kombination. Unsere Weinprobe in einem kleinen privaten Wein­gut bei Signagi verspricht eine gesellige Pause, bevor wir uns auf die Fahrt in die Hauptstadt Tiflis begeben. Abendessen in einem traditionellen Res­taurant in Tiflis. Übernachtung im 5-Sterne-Hotel in der Innenstadt von Tiflis.

8. Tag, Dienstag, 13.10.2020: Tiflis
Nach dem Frühstück Stadtbesichtigung der Alt- und Neustadt von Tiflis mit zahlreichen interessanten Sehenswürdigkeiten. Auf dem Rustaveli-Boulevard reihen sich Prachtbauten des 19. Jhs., die Besucher von Georgiens Hauptstadt einst vom „Paris des Ostens“ schwärmen ließen. In der Altstadt liegen alle Baudenkmäler nahe zusammen, so dass diese leicht durch einen kurzen Spaziergang erreichbar sind. Wir folgen den Spuren, die Osmanen und Christen hier hinterlassen haben. Zunächst Besichtigung der Metechi-Kirche aus dem 12. / 13. Jh. und des Reiterstandbilds des Stadtgründers Wachtang Gorgassali. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Fluss Mtkwari, die Altstadt und die Umgebung von Tiflis. Weiter geht es vorbei an den Schwefelbädern – die abends fakultativ besucht werden können – zur Nariqala-Festung aus dem 4. Jh., zur Synagoge und zur Hauptkirche, der Sioni-Kathedrale, in der das Weinrebenkreuz der heiligen Nino aufbewahrt wird. Die Antschischati-Kirche aus dem 6. Jh. ist die äl­teste Kirche der Stadt. Zum Abschluss unserer Stadtbesichtigung Besuch der Schatzkammer im Historischen Museum; hier können wir die glänzenden Zeugnisse der Geschichte, die Goldschmiedekunst aus der Zeit des Goldenen Vlies, bewundern. Die kunstfertigen Arbeiten sind in Vani gefunden worden, einer Tempelstadt im Westen Georgiens, die aus dem 7. bis 1. vorchristlichen Jahrhundert stammt. Abendessen in einem traditionellen georgischen Restaurant und Übernachtung in Tiflis.

9. Tag, Mittwoch, 14.10.2020: Mzcheta – Ananuri – Gergeti – Stephantsminda
Morgens Abfahrt von Tiflis nach Mzcheta und Besichtigung der alten Haupt­stadt sowie des religiösen Zentrums Georgiens, das mit der Dschwari-Kirche aus dem 6. Jh., die sich stolz an einen Felshang krallt, und der mächtigen Swe-tizchoveli-Kathedrale aus dem 11. Jh., die das Gewand Christi beherbergen soll, zum UNESCO-Welterbe zählt. Weiterfahrt entlang der Georgischen Heerstraße. Unterwegs Besuch der Wehrkirche Ananuri aus dem 17. Jh., einem der beliebtesten Fotomotive des Landes. Der Komplex umfasst religiöse, weltliche und militärische Gebäude. In der Burg befinden sich ein georgisches orthodoxes Kloster und zwei große Kirchen: die ältere kleinere Erlöserkirche und die 1689 erbaute große Entschlafung-der-Gottesgebärerin-Kirche, die sich durch einen reichen Reliefschmuck an den Außenwänden und Fresken im Innern auszeichnet. Die mächtige zinnenbewehrte Ringmauer ist durch einen quadratischen Bergfried – „Scheupowari“ genannt – in der Mauer und mehrere Ecktürme verstärkt und noch in gutem Zustand. Von hier haben wir einen herrlichen Blick auf den malerischen Jinvali-Stausee. Dann geht es in unzähligen Serpentinen steil bergauf zu den Gipfeln des Kau­kasus, entlang des Tergi-Flusses, mit Blick auf hochalpine Landschaften und über den 2.395 m hohen Kreuz-Pass zum Bergdorf Stephantsminda (Kas­begi) auf 1.700 m Höhe. Von hier werden wir mit Allradfahrzeugen zu der auf 2.170 m Höhe und inmitten einer unglaublich pittoresken Bergwelt gelegenen Gergeti-Dreifaltigkeitskirche aus dem 14. Jh. gebracht. Dort nehmen wir uns ausreichend Zeit, um zu spazieren und die fantastischen Eindrücke in uns aufzusaugen. Wenn das Wetter mitspielt, kann man einen atemberaubenden Blick auf einen der höchsten Gletscher im Kaukasus und mit 5.047 m höchsten Berg Georgiens – den Kasbeg – erhaschen. Der hohe Bergkegel ist so auffällig, dass die Griechen einst den armen Prometheus an seine Hänge geschmiedet glaubten. Die Dreifaltigkeitskirche vor dem schneebedeckten Kasbeg ist das bekannteste Fotomotiv Georgiens. An­schließend Besuch bei einer georgischen Künstlerin, die uns traditionelle Filzarbeiten zeigt und zum Tee, Gebäck und Konfitüre einlädt. Abendessen und Übernachtung im Hotel „Porta Caucasia“ in Stephantsminda.

10. Tag, Donnerstag, 15.10.2020: Gori – Uplisziche – Tiflis
Wir verlassen den Großen Kaukasus und fahren entlang der alten Seiden­straße in die Kartli-Region nach Gori, der Geburtsstadt Stalins. Weiterfahrt zur uralten Höhlenstadt Uplisziche aus dem 1. Jahrtausend v. Chr., durch die ein Zweig der legendären Seidenstraße führte. Die Stadtstruktur mit mehreren Straßen, einem Theater und verschiedenen Palästen ist noch gut nachvollziehbar. Wir erkunden die riesige Anlage mit ihren bizarren Gesteins­formationen, begehbaren Grotten und genießen die Ausblicke ins Tal. Fahrt nach Tiflis. Zum Ausklang unserer Reise genießen wir ein Abschieds-Abend­essen in einem georgischen Traditions-Restaurant. Übernachtung in Tiflis.

11. Tag, Freitag, 16.10.2020: Heimreise
Früh am Morgen Transfer zum Flughafen von Tiflis und Heimflug nach Stutt­gart – mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck.

Änderungen im Programmverlauf (beispielsweise wetterbedingt) behalten wir uns vor.

Veranstalter: TTS Trautner-Touristik GmbH, Württembergstr. 317, 70327 Stuttgart,
Telefon: +49 (0) 171 7463530, E-Mail: petra.meyer@trautner-touristik.de

Unser Reisepreis und Leistungen:
2.695,- EURO

pro Person im Doppelzimmer Einzelzimmer-Zuschlag: 425,- EURO

  • Linienflug mit Turkish Airlines von Stuttgart nach Baku und zurück von Tiflis nach Stuttgart (jeweils via Istanbul); inkl. sämtlicher aktueller Steuern und Gebühren sowie 30 kg Freigepäck
  • 10 x Übernachtung mit Frühstücksbüffet in den angegebenen (oder gleichwertigen) 4- bzw. 5-Sterne-Hotels
  • 8 x Abendessen in ausgesuchten Restaurants
  • 1 x Abendessen im Hotel in Stephantsminda
  • 1 x Mittagessen am 7. Tag
  • Kostprobe Kaspischer Joghurt in Shamakhi
  • Weinprobe inkl. Führung im Weingut Chateau Monolit in Ismaili
  • Verkostung von Halva in einer Bäckerei in Sheki
  • Teepause im Bergdorf Kish
  • Weinprobe in einem Weingut bei Signagi
  • Teepause bei einer Künstlerin in Stephantsminda
  • Transfers und Rundreise im klimatisierten Reisebus
  • Nationalpark Gobustan mit Schlammvulkane und Felsenmalereien
  • Stadtführungen in Baku und Icheri Sheher m. Shirvan-Shahs-Palast, Heydar Aliyev-Kulturzentrum, Nobel-Museum und Teppichmuseum
  • Ausflug zur Absheron-Halbinsel mit Feuertempel Ateshgah
  • Besuch im Naturschutzgebiet Yanar Dag
  • Abendliche Bootsfahrt auf dem Kaspischen Meer
  • Yeddi Gumbez-Mausoleum und Juma-Moschee in Shamakhi
  • Dorfführung mit Kupferschmiedmeisterei in Lahij
  • Besichtigung des Udin-Tempels in Nidzh
  • Stadtführung in Sheki mit Sommerpalast der Khans, Shebeke-Meisterwerkstatt, Karawanserei und Ost-Bazar
  • Besichtigung der Kaukasus-Albanischen Kirche in Kish
  • Bootsfahrt auf dem Nohur-See
  • Stadtführung in Ganja mit Nizami-Mausoleum und Shah Abbas-Moschee
  • Stadtführung in Göygöl (ehemals deutsches „Helenendorf“)
  • Stadtführung in Signagi & Nonnenkloster Bodbe
  • Stadtführungen in Tiflis mit Metechi-Kirche, Sioni-Kathedrale, Antschischati-Kirche und Schatzkammer des Histor. Museums
  • Stadtführung in Mzcheta mit Dschwari-Kirche und Swetizchoveli-Kathedrale
  • Georgische Heerstraße mit Wehrkirche Ananuri
  • Auffahrt mit Allrad-Fahrzeugen zur Gergeti-Dreifaltigkeitskirche
  • Außenbesichtigung von Stalins Geburtshaus in Gori
  • Besichtigung der Höhlenstadt Uplisziche
  • Sämtliche Eintritte für die Besichtigungen laut Programm
  • Qualifizierte, örtliche, deutschsprachige Reiseleitung während der gesamten Rundreise
  • Persönliche und umsichtige TTS-Reisebetreuung
EXTRA-LEISTUNGEN
(NICHT IM REISEPREIS ENTHALTEN):
  • Einreisevisum Aserbaidschan inkl. Gebühren: 55,- EUR (Stand Dezember 2019)
Voraussichtliche Flugzeiten
(jeweils Ortszeit):

06.10.2020
11:00 Uhr Abflug Stuttgart, 
21:05 Uhr Ankunft Baku

16.10.2020
05:25 Uhr Abflug Tiflis,
10:05 Uhr Ankunft Stuttgart

Mindestteilnehmerzahl:
16 Personen

Flugplan / Zeiten / Programmänderungen vorbehalten

Hier können Sie sich das Reiseprogramm herunterladen

Einreisebestimmungen (Stand Dezember 2019):

Für die Einreise nach Aserbaidschan benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate nach Ausreise gültig ist, sowie ein Visum, das vor Antritt der Reise bei der aserbaidschanischen Botschaft beantragt werden muss. Die Beantragung werden wir für Sie übernehmen.

Für die Einreise nach Georgien benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate nach Ausreise gültig ist.

Reiseteilnehmer mit anderen Staats­bürgerschaften informieren sich bitte bei ihrem Konsulat bzw. der aserbaid­schanischen und georgischen Botschaft.

Bitte fügen Sie Ihrer Reiseanmeldung eine Kopie Ihres Reisepasses bei.

Hotelbeschreibungen:

09.10.2020 in Baku:
4-Sterne-Hotel „Central Park“. Das neu gebaute Hotel ist eine kleine ruhige Oase im Stadtzentrum, nur 5 Gehminuten vom Fountain Square und der Nizami Promenade entfernt.

11.10.2020 in Sheki:
4-Sterne-Hotel „Sheki Saray“. Das modern gestal­tete Hotel liegt am Rand des Stadtparks und bietet einen fantastischen Blick auf die Kaukasischen Berge.

12.10.2020 in Ganja:
4-Sterne-Hotel „Ganja Vego“. Das mitten im Stadt­zentrum, am Hauptplatz und unmittelbar gegenüber der Sha Abbas-Moschee, gelegene Hotel bietet jeglichen Komfort.

14. und 15. – 16.10.2020 in Tiflis:
5-Sterne-Hotel „Ambassadori Tiblisi“. Das Luxushotel liegt im historischen Herzen der Stadt auf der rechten Ufer­seite des Mtkvari-Flusses und lässt keine Wünsche offen.

15.10.2020 in Stephantsminda:
4-Sterne-Hotel „Porta Caucasia“. Das elegante Hotel bietet eine einmalige Aussicht auf den Kasbeg.

Angegebene Hotelklassifizierungen beruhen auf der Landeskategorie. Die Unterbrin­gung erfolgt in diesen oder gleichwertigen Hotels.